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HOUSTON_-_HOUSTON_artwork

Band: Houston
Album: Houston
Spielzeit: 54:10 min
Plattenfirma/Vertrieb: Soundpollution
Veröffentlichung: 03.09.2010
Homepage: www.myspace.com/houstonband
Wertung: 8,5 von 10
Die nordischen Länder scheinen echt ein Geburtsbecken für erstklassige Rock und Melodic Metal Bands zu sein. Hier haben wir schon wieder einen hochgelobten Newcomer der sich anschickt den Rock Markt zu erobern. Die Rede ist von den Schweden HOUSTON. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt liefern sie uns eine AOR Platte die ganz im Zeichen von so namenhaften Bands wie SURVIVOR, BOSTON, FOREIGNER und JOURNEY steht. Ihre Singleauskopplung „Hold on“ war ein riesen Hit in Schweden und Finnland und hielt sich mehr als 4 Monate in den verschiedenen Top Ten Charts überall in Schweden. Das interessante an der Combo ist aber, das es eigentlich keine Combo ist. Feste Musiker gibt es nämlich nur zwei! Den Sänger Freddie Allen und Hampus "Hank" Erix. Bei Live Gigs verstärken sie sich noch mit den Mannen Erik Jansson, Joakim Söderström, Lasse Falck und Dennis Bender. Leider erschloss sich mir aus der Promoinfo nicht, wer welches Instrument spielt. Sei es drum. Auf dem mir vorliegenden Debüt gibt es auch einige namenhafte Gäste zu hören. Tommy Denander (TALK OF THE TOWN), Tomas Vikström (CANDLEMASS) und Mats Olausson (YNGWIE MALMSTEEN) lieferten einige instrumentale Gastbeiträge.
Der AOR Sound von Houston soll geprägt sein durch starke Chorusse, ein ausdruckstarker Gesang und eingängiges Keyboard und Gitarrenspiel. Dann schauen wir doch mal was uns HOUSTON hier für ein Debüt servieren.
Gestartet wird die Platte mit der Nummer „Pride“. Sofort schlagen uns Keyboard und Gitarrenklänge entgegen, die den Song für den sanften Gesangseinsatz von Freddie eröffnen. Eine klassische AOR Nummer, die auch die Marschroute für das gesamte Album vorgibt. Denn klasse Melodien und sanfte bis rockige Klänge bleiben uns die ganze Zeit erhalten, so viel sei schon verraten. Aber ich schweife ab.
Es geht weiter mit „Truth Slips“, welches sich auch prima als Singleauskopplung machen würde. Hier geht es ein bisschen rockiger zur Sache als beim Opener. Das Keyboard ist aber nach wie vor präsent und dominiert den Song. Der Chorus ist hier einsame klasse. Extrem gut zum mitsingen und sehr einprägsam. Zwischendurch gibt es noch Unterstützung von einer weiblichen Sängerin. Super Nummer!
“Hold on” ist Track Nummer 3. Gitarre und Keyboards bleiben weiterhin die treibenden Kräfte und der Chorus ist ähnlich wie zu vor sehr mitsing kompatibel und der gesamte Song geht gut ins Ohr. Zwei AOR Highlights hintereinander und das auf einem Debüt, ich bin begeistert.
Wo bleibt die erste Ballade, werden sich die AOR Jünger fragen. Hier ist sie in Form von Song 5 „One Chance“. Der Schmalz tropft hier quasi aus den Boxen. Für Balladen Freaks sicherlich ein Höhepunkt. Meine Begeisterung hält sich leider in Grenzen. Gut gemacht ja, aber nicht gerade sehr aufregend, bzw. abwechslungsreich. Es fehlt einfach irgendetwas.
Die alte Stärke von HOUSTON kehrt erst mit dem 7. Stück „Misery“ zurück. Sehr schöne Melodien, ein gefühlvoller Gesang und ein Klangteppich bestehend aus dem Keyboard und den Gitarrenriffs sind wieder die Hauptmerkmale des Songs. Was soll ich groß schreiben? AOR Jünger werden den Song lieben.
Das nachfolgende „She’s a Mystery“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Einfach nur ein hervorragend gemachtes AOR Meisterwerk.
Abgeschlossen wir das Debüt von HOUSTON mit dem Stück „1000 Songs“. So stark wie die Platte angefangen hat, so stark endet sie auch. AOR in feinster Reinkultur erwartet uns hier. Zuckersüße Melodien, gefühlvoller Gesang, catchy Chorus. Alles drin, alles dran.

Anspieltipps:

Zu nennen wären hier auf jeden Fall die sehr starken „Truth Slips“ und „Hold on“. Aber auch „I’am alive“ und „Misery“ sollten hier erwähnt sein.

Fazit :

Das selbstbetitelte Debüt von HOUSTON lässt einen durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. Nach den ersten Songs ist man schlichtweg hingerissen und man mag schon die Höchstnote zücken. Im Mittelteil schwächelt der Silberling dann ein wenig und zum Ende wird es zwar wieder besser, das Niveau der ersten Hälfte wird aber nicht mehr erreicht. Trotzdem bleibt hier ein mehr als anständiges Debüt übrig und wenn der Durchhänger im Mittelteil nicht wäre, wäre auch ein Platz in unserer Hall Of Fame sicher gewesen.
So vergebe ich gute 8,5 Punkte und erteile allen Leser eine Kaufauforderung die auf gut gemachten AOR stehen und keine Probleme mit Keyboard geschwängerten Tracks haben.
Sehr gutes Debüt Jungs, ich will mehr davon!

Trackliste:

01. Pride
02. Truth Slips
03. Hold on
04. I’m alive
05. One Chance
06. Give me back my heart
07. Misery
08. She’s a Mystery
09. Now
10. 1000 Songs

Julian
 

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