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Band: HIM Album: Screamworks: Love In Theory And Practice, Chapters 1-13 Spielzeit: 47:01 min. Plattenfirma/Vertrieb: Sire Records/Warner Homepage: www.heartagram.com Wertung: 6,5 von 10 Nach dem zwar etwas sperrigen, aber für mich interessanten, weil experimentellen Album „Venus Doom“ gehen HIM auf dem 2010er Output „Screamworks...“ deutlich back to the roots und lassen wieder leicht Gothic-angehauchte Poprocksongs auf die hungernde Meute los. Kein schlechtes Omen, oder? Schließlich haben die Finnen mit Songs wie „Join Me (in Death)“ sogar die Charts erklommen. Allerdings hülle ich den Mantel des Schweigens über den meiner Meinung nach doch misslungenen Albumtitel. Hätte ich eher von einer abgespacten Artrock Band erwartet, doch kommen wir endlich zum wesentlichen: der Musik. „In Venere Veritas“ kann mich nicht wirklich als Opener überzeugen. Der Versuch Ville Valos manchmal rockiger (er versucht es auch in „Like St. Valentine“) zu singen, geht leider in die Hose. Schuster, bleib bei deinen Leisten. Viel besser kommt dann die Singleauskopplung „Scared To Death“ um die Ecke. Poppige Melodien, viel Gefühl und die Zielgruppe dürfte begeistert sein. Zwar nicht ganz so ein großer Hit wie die alten Sachen, aber er gefällt mir. „Heartkiller“ hat ein wenig mehr Gothic Touch, kann mich aber ebenfalls überzeugen, abwechslungsreich konzentrieren sich HIM auf ihre Stärken. Und dazu gehören anno 2010 auch eine ordentliche Portion Kitsch, denn die Songs sind von der Stimmung eher fröhlich denn düster gehalten und passen ganz gut zum Frühlingsanfang, gerade die vielen elektronischen Einsprengsel im Stile der 80er Jahre unterstreichen dies. „Dying Song“ ist dann aber furchtbar. Schreckliche Melodien, der Kitsch trieft von den Wänden, bitte schnell weiterschalten. Doch außer der Ballade „Disarm Me (With Your Loneliness)“ haben HIM bereits ihr gesamtes Pulver verschossen und Enttäuschung macht sich bei mir breit. Zwar ist mit „Ode To Solitude“ sogar noch ein leicht rockiger Song zu finden, der aber in meinen Augen eher hektisch wirkt, als songwriterisch wirklich durchdacht. „Acoustic Funeral (For Love In Limbo)“ ist gar dem Titel entsprechend ein musikalisches Armutszeugnis. Langweilig, langweilig, langweilig. So wechseln sich auf „Screamworks..“ einige gelungene Songs, viel Durchschnitt mit ein paar richtig schwachen Stücken ab und damit kann die Wertung auch nur im durchschnittlichen Bereich liegen. Schade.
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