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hellfueled - emission of sins

Band: Hellfueled
Album: Emission of Sin
Spielzeit: 39:35 min
Plattenfirma: Black Lodge Records
Veröffentlichung: 29.01.2010
Homepage: http://www.hellfueled.com oder http://www.myspace.com/hellfueled
Wertung: 7,5
Eine CD einer Band zu rezensieren von der man außer dem Namen noch nicht viel gehört hat, ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite geht man natürlich ohne Voreingenommenheit an die Sache ran, zum anderen kennt man aber nicht den gesamten Backkatalog der Band. Aber was soll’s, legen wir einfach mal los.
Hellfueled existieren offiziell seit 1999.
Offiziell deshalb weil es die Band mit dieser Besetzung schon länger gibt. Aber erst 1999 gab man sich den jetzigen Namen, nachdem es mit der vorherigen Namen immer wieder Rechtstreitigkeiten mit anderen Bands gab.
„Emission of Sin“ ist das vierte Album der Band. Die Demo EP „Midnight Lady“ nicht mitgezählt.
Nachdem die Band im letzten Jahr eine kleine Pause eingelegt hatte sind sie nun wieder zurück. Und um es vorweg zu nehmen: sehr amtlich!
Beim ersten Anhören musste ich mir erstmal die Bandmitgliederliste reinziehen, ich dachte schon der gute alte Ozzy hätte sich in die Band verirrt.
Aber falsch gedacht: der Fronter der Formation, mit Namen Andy, klingt nur wie zum Verwechseln nach Ozzy.
Es verwundert dann auch nicht dass als Haupteinfluss der selbsternannte Prince of Darkness genannt wird. Stilistisch sind wir hier klar in der Heavy Rock Ecke gelandet.
Der Einstieg mit „Where Angels Die“ und „Am I Blind“ ist perfekt gewählt. Man erfährt gleich was einem durch das ganze Album hinweg erwartet.
Knackige Riffs mit eingängigen Melodien und Refrains die einem schon nachdem ersten Hören nicht mehr aus dem Ohr gehen.
Track 3 „I`m the Crucifix“ könnte glatt aus der Feder des schon oft genannten Mr. Osbourne stammen. Allerdings müsste sich der gute Ozzy eingestehen dass er die stimmliche Power, die Sänger Andy hier an den Tag legt, wohl heutzutage nicht mehr erreichen würde.
Der Track ist schön düster und schleppend gehalten. Dieser Rhythmus wird nur kurz von dem sehr eingängigen Chorus unterbrochen.
Im ersten Moment klingt das Ganze zwar etwas sperrig, aber mit der Zeit bekommt man mehr Zugang zum Song.
Bei Track 5 „Save me“ verfällt man ein bisschen in die Zeit vor 2002, in der die Band einen etwas anderen Stil verfolgte. Dadurch sticht er einfach ein wenig aus dem Rest der Songs raus. Hier ist der härteste Track der Scheibe am Start. Andy schreit sich quasi die Seele aus dem Leib und der dichte Soundteppich ballert nur so aus den Boxen.
Hervorzuheben ist noch „In Anger“. Dieser wird mit dem sehr melodiösen Gitarrenspiel eingeleitet, bevor dann der pumpende Bass einsetzt und sich ein schönes Wechselspiel zwischen Gitarre und Bass entwickelt. Geht sehr gut ins Ohr und lässt einen so schnell nicht mehr los.
Das Instrumental „Movin On“ zum Abschluss der Scheibe ist okay, so richtig mitreißen kann es mich leider nicht.
Der große Trumpf der Scheibe ist die Abwechslung. Mal sind die Songs knackig schnell und präzise. Dann wieder etwas melodischer mit absolutem Hammerchorus. Dass die Jungs ihre Instrumente beherrschen merkt man jederzeit. Einen Innovationspreis werden die Vier zwar nicht abräumen, aber hey Hellfueled sind nicht deswegen angetreten. Sie wollen einfach nur los rocken und uns damit begeistern.

Anspieltipps sind für mich  „Where Angels Die“, „Am I Blind“, „I`m the Crucifx“ „A Remission of my Sins“ und „In Anger“



Fazit:

Was bleibt mir als Schlussfazit anderes zu sagen, als daß mich die Scheibe doch sehr überrascht hat. Man merkt hier wieder, daß man die Flinte nicht zu früh ins Korn schmeißen sollte. Umso mehr Läufe man der Scheibe gibt umso stärker wird sie. Trotzdem finde ich, man hätte noch den einen oder anderen Song drauf packen können. Die Spielzeit ist doch recht kurz. Leider haben sich auch zwei, drei nicht so starke Songs eingeschlichen, gerade zum Ende hin lässt die Qualität doch etwas nach.
Aber das sind Kleinigkeiten, die bei dem super Einstieg in die Platte und der Qualität der angesprochenen restlichen Songs, nicht zu sehr ins Gewicht fallen.

Trackliste:

01. Where Angels Die
02. Am I Blind?
03. I´m The Crucifix
04. A Remission Of My Sins
05. Save Me
06. Lost Forever 
07. For My Family And Satan
08. In Anger
09. End Of The Road
10. Stone By Stone 
11. Moving On

Julian
 

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