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Band: Heavenwood Album: Abyss Masterpiece Spielzeit: 57:11 min. Label/ Vertrieb: Soulfood Veröffentlichung: 18.03.2011 Homepage: www.myspace.com/heavenwood Wertung: 7 von 10 Wieviele portugiesische Bands gibt es eigentlich im Metal-Bereich? Neben Moonspell haben sich Heavenwood ebenfalls schon einen Namen außerhalb ihrer Heimat gemacht. Kurze Info zur Band: zunächst unter dem Namen Disgorged 1992 gegründet wurden die Portugiesen in kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Bands Portugals. Nach Unterzeichnung des Vertrags mit Massacre Records Mitte der 90er Jahre entstanden die beiden Alben Diva und Swallow, die sich richtig gut vekauften und der Band eine Gleichstellung mit bekannten Formationen wie Atrocity oder In Flames einbrachte. Heavenwood war übrigens auch die erste portugiesische Band, der die Ehre zuteil wurde auf dem Wacken Open Air zu spielen. Das dritte Album Redemption folgte. Dieses Mal wurde es bei Recital Records veröffentlicht. Das Album wurde von allerhand Prominenz druch Gastauftritte unterstützt, wie etwa Ozzy Osbourne oder Jeff Waters von Annihiliator. Nun haben Heavenwood ihr viertes Album fertig: Abyss Masterpiece. Der Opener mit dem Titel The Arcadia Order beginnt sehr pompös mit Orchester und flüsternden, zischenden Stimmen. Nach einem kurzen Intro startet der Song und hier hört man schon die düstere Grundstimmung, die typisch ist für Dark Metal. Teils gesprochene, teils im Flüsterton gesungene Passagen wechseln sich ab. Zudem wirkt das Keyboard unterstützend auf die Gitarrenriffs. Der zweite Track Morning Glory Clouds ist ähnlich gestaltet: kurzes Intro – dieses Mal mit weiblichen Operngesang – und trister, moll-artiger Melodielinie. Sehr schön zum Mitsingen. Erinnert ein bisschen an Sentenced. Richtig düster ist Once A Burden, bei dem auch mal gegrowlt wird, aber immer im Midtempo-Bereich bleibt. Winter Slave zeichnet sich durch seinen dunklen Sound aus, hier passen Text und Musik wunderbar zusammen. Im nächsten Track Leonor – der als Duett gestaltet ist – überwiegt zunächst weiblicher Gesang und Violine, dann setzt der Sänger ein, begleitet von Gitarre und Schlagzeug. Der Doom-Charakter ist hier ebenfalls sehr dominant. Grooviger wirds bei September Blood: das schnellere Tempo und die tanzenden Violinen – natürlich im übertragenem Sinn – bringen fast eine heitere Stimmung. Dass sie auch brachialer und gewaltiger können, zeigt die Portugiesen bei Sudden Scars, der richtig massiv klingt, aber schon noch typische Doom-Merkmale aufweist. Was mir bei Heavenwood fehlt: es könnte ruhig noch härter klingen. Weniger schmalziger Gesang, der leider zu häufig vorkommt, weniger Orchesterklang und Verzierung. Dafür ein Ja zur Rohheit. Das wünsche ich mir. Franziska
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