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hard - even kneel

Band: Hard
Album: Even Keel
Spielzeit: ? min.
Plattenfirma/Vertrieb: BLP Music
Veröffentlichung: 25.03.2011
Homepage: www.hardhungary.com
Wertung: 8,5 von 10
Nach dem tollen Rundling “Time Is Waiting For No One” vom letzten Jahr melden sich meine Lieblings-Ungarn wieder mit neuem Material zurück. Anno 2011 haben sich HARD zum Quartett gesundgeschrumpft und der Schwede Björn Lodin (Ex-BALTIMOORE) konnte erneut als Sänger gewonnen werden. “Even Keel” nennt sich der neue 10-Tracker und HARD machen ihrem Namen dabei alle Ehre. Auf der neuen Scheiblette haben die Jungs um Gitarrist und Bandkopf Zsolt Vámos noch eine gehörige Schippe Power draufgepackt. Der Opener “Truth Of Dare” bläst vom ersten Augenblick an die Grütze aus den Ohren. Lodin hat seine Gesangsleistung dabei noch einmal gesteigert und kommt jetzt als Mischung zwischen Tobi Sammet, David Coverdale und NAZARETH´s Dan McCafferty daher. Wenn das kein Organ ist! Gleiches gilt auch für die folgenden Songs “Bitten By You”, “Pretty Little Liar” und “Promises” - ein Einstandsquartett nach Mass! “I Wanna Rock You” und “Speeding Into Slow” können dieses Level nur noch zu 90% halten und ebnen den Weg zur ersten Ballade “Somewhere” - eine willkommene Verschnaufpause auf “Even Keel”. Die etwas sperrigen Stücke “Keep Out” und “Scream Out To Be Heard” versauen den Ungarn dann auch die sehr gute Note, die ich geben wollte. Etwas versöhnlich stimmt mich dabei die abschließende Ballade “In Your Arms” bei der ich schon gedacht habe, dass Tobias Sammet als Gastsänger verpflichtet wurde. Ein schöner Abschluß. Summasumarum haben die Ungarn eine weitere geile Scheibe in ihre Discographie eingereiht, die Ihr Euch krallen solltet, wenn Ihr auf deftigen, abwechslungsreichen Hardrock mit – ich wiederhole mich einfach mal – FIST, BRITTON und LEGS DIAMOND-Einschlägen abfahrt. “Even Keel” rockt wie die Hölle!
Stefan

hard - time is waiting for no one

Band: Hard
Album: Time Is Waiting For No One
Spielzeit: 45:08 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Escape Music
Veröffentlichung: 19.02.2010
Homepage: www.myspace.com/hardhungary
Wertung: 8,5 von 10
Eine ungarische Hardrockband wird in unseren Breiten automatisch als Exot eingestuft. Klar, wer hat hier schon von Musikern wie Balázs Hornyák, Gábor Mirkovics, Zsolt Csillik oder Zsolt Vamos gehört. In ihrer Heimat sind die Jungs aber durchaus bekannt. Wenn aber der Name Björn Lodin in den Raum geworfen wird, fangen bei einigen von Euch sicher die hinteren Windungen des Gehirns an zu Arbeiten. Und wenn dann die grauen Zellen die Band BALTIMOORE ausspucken, rate ich, das alles gleich wieder zu vergessen. Denn der Sound von HARD ist schon ein wenig heavier als die eher glatten Songs der Schweden – zumindest in den ersten Jahren. Die Band HARD existiert schon seit 2004 und hat bisher 2 Alben in ihrer Mutersprache auf dem Kerbholz. 2007 hat man sich darauf verständigt, englische Texte zu verwenden, damit es auch international klappt, daraus resultierte das 3. Album „100% Hard“ mit Zoltán Bátky-Valentin am Mikro. Ich kann es kaum fassen, dass “Time Is Waiting For No One” eine neue CD ist, denn die meisten der 11 vertretenen Nummern sind knietief in der ersten Hälfte der 80ger Jahre verwurzelt, spielen manchmal mit der Coolness des Südstaatenrocks und liebäugeln mit Bands wie FIST, LEGS DIAMOND, frühen WHITESNAKE oder BRITTON. Teilweise recht eigenwillig, dann wieder megaeingängig, mal voll auf die Zwölf, mal mit viel Gefühl – so muß es sein. Herausragend finde ich dabei das dreckige “Black Clouds”, das flotte “Into The Fire” und das coole “The Pace And The Flow”. Dass dabei auch der Sound richtig authentisch rüberkommt, stellt hier das I-Tüpchelchen dar. Keine Hochglanzproduktion, kein Allerweltssound – bei HARD wird Eigenständigkeit großgeschrieben. “Time Is Waiting For No One” ist eine tolle Platte, weitab vom Einheitsbrei oder irgendeiner Kategorisierung, sie macht einfach nur Spaß. Grossartig!
Stefan
 

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