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Band: Halestorm Album: Halestorm Spielzeit: 39: 25 min Plattenfirma: Atlantic Records Veröffentlichung: 21.05.2010 Homepage: www.halestormrocks.com Wertung: 8,5 von 10 Die Band HALESTORM ist aktuell in aller Munde. Ihr Debüt wurde vorab mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Nun liegt das selbstbetitelte Werk vor und wir werden herausfinden ob die vielen Lobeshymmnen gerechtfertig waren. Zuerst noch ein paar Basisfacts. Gegründet wurden HALESTORM von den Geschwistern Arejay Hale (Schlagzeug) und Lizzy Hale (Gitarre/Gesang) im Jahre 1998 während der Schulzeit. Man verstärkte sich noch mit Joe Hottinger (Gitarre) und Josh Smith (Bass) und begann sich in der lokalen Szene einen Namen zu machen und sich gehörig den Allerwertesten abzuspielen. Im Jahre 2005 begab man sich dann auf Labelsuche und fanden mit Atlantic Records einen Partner der an die Band glaubte und sie unter Vetrag nahm. Nach vielen Monaten auf Tour mit unter anderem SHINEDOWN und SEETHER begab man sich 2008 ins Studio um das nun vorliegende Debütalbum einzuspielen. Die Band selbst beschreibt ihren Stil als den guten alten Classic Hard Rock mit einem leichten Schuss modernen Crossovers. Jetzt aber genug der Vorworte, ab geht die wilde Fahrt von HALESTORM. Gleich mit dem ersten Track „It’s not you“ wird uns gezeigt wo der Hammer hängt. Sofort sägende Gitarren und krachende Riffs, da weiß man als Hörer sofort wo es lang geht. Sofort fällt auf, über welch mächtiges gutes Organ Frontfrau Lizzy verfügt. Die Gute klingt ein wenig wie Sandra Nasic von den Guano Apes und es werden Erinnerungen an die vielen Rock Amazonen aus den 80iger, z.B. Lee Aaron wach. Eine richtig gute Eröffnung die Lust auf mehr macht. Das nächste Stück „I get of“ klingt ein wenig moderner und geht erstmal ruhiger los. Das bleibt aber nicht lange so. Bald setzen wieder diese treibende Riffs und der kraftvolle Gesang von Lizzy ein. Zwischendurch wird aber die Geschwindigkeit und Intensität wieder etwas zurückgefahren, was der Atmosphäre des Songs wirklich gut tut. Eine treibende Rocknummer die wie die Faust aufs Auge passt. Bitte mehr davon! Track 3 „Bet u wish u had me back“ erfüllt dann auch gleich die Wünsche des Redakteurs und bestimmt auch die der Leser. Es geht richtig gut weiter. Das Tempo wird hier gedrosselt aber die Klasse des Songs ist sofort da und wird durch den intensiven und auch gefühlvollen Gesang unterstrichen. Die erste richtige Ballade erwartet uns mit „Familar Taste of Poison“ an 5. Stelle des Albums. Und wieder gibt es hier nicht viel zu meckern. Klasse Gesang, starke instrumentale Leistung und ein guter Songaufbau. Alles richtig gemacht würde ich sagen. So richtig losgerockt wird dann wieder bei Track 7 „What were you expected“. Teilweise aggressiv shoutet sich Lizzy durch den Song der ordentlich Druck aufweist und auch sehr gut ins Ohr geht. Generell sind die Songs bislang sehr eingängig und im Chorus auch sehr stimmig, da macht dieser auch keine Ausnahme. Fast zum Schluss der Platte servieren uns HALESTORM mit „Dirty Work“ wieder so einen mächtig nach vorne gehenden Rocksong. Ich finde hier wird auch ein bisschen die Verwandtschaft zu den von mir angesprochenen GUANO APES deutlich. Kling vom Songaufbau doch recht ähnlich. Was aber nichts Schlechtes darstellen soll. Der Song ist gut so wie er ist und ich könnte mir diesen auf einer anständigen Rockparty richtig gut vorstellen. Da geht die Menge bestimmt steil!
Anspieltipps:
Das Debüt bietet uns doch eine ganze Menge an klasse Songs. Auf jeden Fall antesten sollte man aber „It’s not you“, „I get of“ und „Familiar Taste of Poison“.
Fazit :
HALESTORM ist wirklich ein gutes selbstbetiteltes Debüt gelungen. Die Platte kracht an allen Ecken und Enden und die erstklassige Powerröhre von Frontfrau Lizzy tut ihr übriges um den geneigten Hörer zu schmeicheln. Natürlich ist auch noch etwas Luft nach oben und nicht alle Songs sind so stark wie die erwähnten Anspieltipps und die Spielzeit könnte auch besser sein. Aber das ist ja auch normal. Dass die Band sich steigern wird, davon bin ich überzeugt. Achja für all die Nörgler die jetzt wieder sagen, „ist mir zu glatt poliert und zu sehr auf neu und charttauglich getrimmt“, macht die Augen und die Lauscher auf und verschließt euch nicht vor Neuem. Die Platte ist richtig gut geworden und verdient es gekauft und gehört zu werden! Daumen hoch für HALESTORM.
Trackliste:
01. It’s not you 02. I get of 03. Bet u wish u had me back 04. Innocence 05. Familiar Taste of Poison 06. I’m not an Angel 07. What were you expected 08. Love/Hate Heartbreack 09. Better sorry than safe 10. Dirty Work 11. Nothing to do with love
Julian
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