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Wertung: 7 von 10
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Ich steh wirklich tierisch auf AOR/ Melodic Rock und freue mir jedes mal ein drittes Ei, wenn ich solche Scheiben zum Besprechen erhalte. 2011 war für mich das Jahr des Melodic Rocks und Alben von JOHN WAITE, JOURNEY, WHITE WIDDOW, SENCELLED etc. haben mich einfach begeistert. Nun ist es aber auch so, dass neben den vielen Hochkarätern auch viel durchschnittliches Material auf die Hörerschaft losgelassen wird und es immer schwieriger wird, die Spreu vom Weizen zu trennen. GRAND ILLUSION versuchen schon seit einigen Jahren an die Elite der AOR Fraktion aufzuschließen und haben die Tage ihr neues, sechstes Album „Prince Of Paupers“ veröffentlicht. Die beiden Sänger Peter Sundell und Per Svensson musizieren inzwischen 25 Jahre zusammen und möchten dieses Jubiläum mit dem aktuellen Album gebührend feiern. Dementsprechend wird viel Schmalz, Pomp und Bombast geboten, der inzwischen zum Markenzeichen der beiden Projektköpfe geworden ist.
Die Schweden haben natürlich wieder einmal das „Who is Who“ der AOR/Melodic/West Coast Rock Szene eingeladen und u.a. folgende Musiker haben es sich nehmen lassen, die Herren zu unterstützen: Gregg Bissonette (TOTO, DAVID LEE ROTH) Steve Lukather (TOTO) Tim Pierce (RICK SPRINGFIELD) Jay Graydon (AIRPLAY)
Produziert hat das Album Anders Rydholm (gehört auch zum Kern des Projektes). Die Produktion ist erwartungsgemäß sehr satt und pompös ausgefallen. Die Schweden haben einige nette Tracks auf Plastik gebannt, die sogar richtig schön nach vorne gehen.
Die songwriterischen Ergüsse kommen aber über ein Solide nicht hinaus. Es wird sehr viel Wert auf Eingängigkeit und Catchiness gelegt, aber die Eigenständigkeit bleibt dabei auf der Strecke und so mancher Song wirkt einfach profillos und austauschbar. Rydholm liefert einige sehr gelungene Gitarrenparts, die eine Vielzahl der Songs vor der totalen Belanglosigkeit retten.
Über die Leistung der beiden exzellenten Sänger brauchen wir nicht weiter diskutieren. Es ist einfach phantastisch, was die Herren hier abliefern und auch das absolute Highlight des Albums. Der hohe und klare Gesang passt einfach perfekt zu der Melange aus klassischen Rock, AOR und einer Prise West Coast. Mir fällt es ziemlich schwer zu identifizieren, welcher der beiden nun gerade singt. Dies ist keine Kritik, sondern zeigt einfach auf, dass Sundell und Svensson sich bestens ergänzen und miteinander harmonieren.
Der Silbering beginnt mit dem Opener „Gates Of Fire“ sehr symphonisch und schmettert dem Hörer schön arrangierte Melodien und bombastische Chöre entgegen. Rydholm's Gitarre weiß hier positiv aufzufallen und verleiht dem Song das nötige, rockige Gewand. Der Titelsong beginnt mit einem fulminanten Start und wieder ist es der Multiinstrumentalist, der hier die Kohlen aus dem Feuer holt. Auch die von ihm eingespielten Keyboardparts gefallen mir wirklich gut, da diese das gelungene Gegenstück zu dem harten Gitarrenspiel darstellen. „Through This War“ ist eine feine Melodic Rock Nummer, die über einen tollen Refrain verfügt und mich aufhorchen lässt. Man fühlt sich in die glorreiche Zeit ('80er Jahre) zurückversetzt. Der Song hätte auch aus der Feder von JOURNEY stammen können. Die Nummer, ist ganz klar, zusammen mit den Tracks „Eyes Of Ice“ und „On And On“, zu den Highlights auf „Prince Of Paupers“ zu zählen. Perfekte Songarrangements, ein ausgewogenes Verhältnis aus Rock und melodischem Pomp, ein toller und leicht angerauter Gesang (bei „Eyes Of Ice“) machen die Songs aus. Moment … da war doch noch ein Song, der mir richtig gut gefallen hat! „Under The Wire“ ist ein genialer Melodic Rocker mit einer sehr souveränen Gitarrenleistung und wiederum ist der Gesang sehr gelungen ausgefallen. Hier beweisen GRAND ILLUSION, dass sie wirklich kernig zu Werke gehen können.
Die Hälfte des aktuellen Longplayers gefällt mir sehr gut, die restlichen 6 Tracks kommen nicht an die Leistung, der von mir o.g. Tracks, heran.
„Prince Of Paupers“ ist zeitweise sehr unterhaltsam und dieser Faktor rettet das Album auch vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Wer auf symphonischen/bombastischen Rock steht, sollte dem Album eine Chance geben. Enttäuscht wird mit Sicherheit niemand, man sollte aber auch keine Großtaten erwarten.
Von mir gibt es solide 7 Punkte und die Gewissheit, dass es heute auf jeden Fall bei 2 Eiern bleibt. Götz
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Wertung: 8,5 von 10
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Die drei Mannen der Band GRAND ILLUSION hoben ihr Baby im Jahre 1986, damals noch unter dem Namen PROMOTION, aus der Taufe. Im Jahr 2005 verordnete man sich eine schöpferische Pause. Nun sind sie zu ihrem Ursprungslabel AOR Heaven zurückgekehrt um mit aufgeladenen Akkus wieder loszulegen. Im Kern besteht die Band immer noch aus Anders Rydholm (Gitarre, Bass, Keyboards), Peter Sundell (Gesang) und Per Svensson (Gesang). Als Gäste holte man sich erfahrene Studiomusiker wie Gregg Bissonette (Schlagzeug), Tim Pierce (Gitarre) und Danny Jacob (Gitarre) mit ins Boot. Die Pause scheint ihnen gut getan zu haben das neue Werk „Brand New Word“ ist ein fantastischer Output des traditionellen AOR geworden. Der erste Track des neuen Albums hört auf den Namen „Never find her alone“. Eingeleitet wird das Ganze durch gefühlvollen Gesang, bevor dann die Instrumentenfraktion einsetzt und den Song klasse unterlegt. Die Gesangsparts sind hier aber ein wenig übermächtig so dass sämtliche Instrumente etwas in den Hintergrund fallen. AOR typisch ist der Chorus absolut mitsing kompatibel. AOR Fans werden hier ihre wahre Freude dran haben. Starker Auftakt. Als 2. servieren uns GRAND ILLUSION “All out of love”. Dieses Mal wird mit mehrstimmigem Gesang eröffnet. Danach nimmt der Song sofort Fahrt auf und es entsteht ein schöner Midtempo Rocker der quasi zum mitträllern und mitwippen einlädt. Der Track vermittelt einen das richtige Sommergefühl und strahlt einfach Freude aus. Weiter geht es mit dem flotten Stück „157th breakdown”. Das musikalisch hohe Niveau der vorherigen Songs kann hier ohne Probleme gehalten werden, auch wenn es vorher vielleicht ein wenig eingängiger zur Sache ging. Trotzdem eine klasse Nummer. Bei „Emily“ den 4. Track der Scheibe wird es ruhiger. Eine schöne gefühlvolle AOR Ballade erwartet uns. Der Gesang der beiden Sänger passt hier wie die Faust aufs Auge. So stellen sich AOR Jünger eine Ballade vor, viel Gefühl und mitsingbar. Nicht sehr innovativ aber umso rockiger kommt der nächste Track „I'm Alive“ um die Ecke. Flott arbeiten sich die Gitarrenriffs durch die Strophen bevor der griffige Chorus unsere Gehörgänge erobert. Kein besonders aufregender Song, aber das Ganze geht gut nach vorne und lädt zum mitsingen ein. Gute Nummer. Der Titeltrack der Scheibe „Brand New World“ erwartet uns an 7. Stelle. Hier bekommen wir wieder einen feinsten AOR Track wie man ihn sich so vorstellt. Schön arrangierte Melodien, mehrstimmiger Gesang und absolut mitsing kompatibel. Im Mittelteil gibt es einen gesprochenen Part der zum guten Gesamteindruck beiträgt. Ein würdiger Titeltrack, der die Charakteristika der Platte komplett einfängt und wiedergibt. An 10. Stelle erwartet uns ein wahres melodisches Riffmonster eines Tracks. „Playing with fire“ ist auf der einen Seite sehr druckvoll, auf der anderen Seite doch sehr melodisch und ist zusätzlich mit einem Hitverdächtigen Chorus bepackt. Hervorzuheben ist ebenfalls der hervorragende Gesang. Die beiden Sänger liefern hier eine super Performance ab. Abwechslung wir auf „Brand new World“ ja groß geschrieben und so beschließt die Platte an 12. Stelle, mit „Forever with you“, eine Ballade. Zwar ein Track für die Kuschelfraktion aber ich finde das Ganze ist ein gutes Ende für die Comeback Scheibe von GRAND ILLUSION.
Anspieltipps: Wer sich von der Qualität der Platte überzeugen will und mal wieder guten AOR hören möchte, dem empfehle ich die Tracks “Never find her alone“, “All out of love”, “Brand new World” und “Playing with fire”.
Fazit : Was bleibt mir groß zu sagen? GRAND ILLUSION sind zurück und das vielleicht besser den je. Die schöpferische Pause hat den Jungs wirklich gut getan. Die neue Platte ist abwechslungsreich, hat viele gute AOR Songs, ist gut produziert und macht einfach Spaß. Und darauf kommt es ja an oder? Klar es gibt auch ein paar kleine Durchhänger, aber der größte Teil der Stücke ist im oberen Drittel angesiedelt. Ein hervorragendes Comeback, welches Lust auf mehr macht!
Ich möchte noch eins zur Plattenfirma loswerden. Georg Siegl und sein Team von AOR Heaven machen einen klasse Job und die Bands, die sie verpflichten, sind klasse und oft ein Geheimtipp. Aber lieber Georg, Kopierschutz muss sein ich weiß. Das mehrmalige Ausblenden eines Songs nervt aber tierisch und zerstört einfach die Stimmung beim Versuch die Song zu hören und zu bewerten. Ich lass das zwar nicht in die Bewertung einfließen, aber ich wollte das hier einfach mal loswerden. Vielleicht gibt es ja noch eine andere Möglichkeit die Songs zu schützen und dabei den Hörgenuss nicht zu schmälern. Julian
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Info
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Band: Grand Illusion Album: Prince Of Paupers Spielzeit: 56:04 min. Plattenfirma: AOR Heaven Veröffentlichung: 28.10.2011 Homepage: www.grand-illusion.se
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Tracklist
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1. Gates Of Fire 2. Better Believe It 3. Prince Of Paupers 4. So Faraway 5. St. Teresa’s Love 6. Through This War 7. Eyes Of Ice 8. Gone 9. Believe In Miracles 10. On And On 11. Under The Wire 12. Winds Of Change
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Info
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Band: Grand Illusion Album: Brand New World Spielzeit: 51:10 min Plattenfirma: AOR Heaven Veröffentlichung: 21.05.2010 Homepage: www.grand-illusion.se
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Tracklist
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01. Never find her alone 02. All out of love 03. 157th breakdown 04. Emily 05. I'm Alive 06. Burning bed 07. Brand new World 08. Evil and Pain 09. Warning signs 10. Playing with fire 11. Sacrifice 12. Forever with you
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