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Band: Glyder Album: Yesterday, Today and Tomorrow Spielzeit: 45:12 min Plattenfirma: Steamhammer/SPV Veröffentlichung: 23.04.2010 Homepage: www.glydermusic.com Wertung: 6 von 10 Von der Band GLYDER hatte ich bislang noch nichts gehört. Nun ja man muss ja auch mal neue Sachen kennenlernen und seinen Horizont erweitern, dachte ich mir. Also mal sehen was mich bei der Band erwartet. GLYDER gründeten sich im Jahre 2004 und besteht aus den Mitgliedern Tony Cullen (Gesang und Bass), Bat Kinane (Gitarre und Gesang), Pete Fisher (Gitarre) und Davy Ryan (Schlagzeug). Ihr neues, mir vorliegende Werk, „Yesterday, Today and Tomorrow“ ist ihre dritte Scheibe und bietet uns einfachen puren Rock im Stile von THIN LIZZY. Einem breiten Publikum zugänglich wurden GLYDER als sie mit Rockgrößen wie eben besagten THIN LIZZY, DIO oder auch WHITESNAKE auf Tour waren. Dann stürzen wir uns mal ohne weitere Vorrede ins musikalische Geschehen. Zum Einstieg der Scheibe wird uns „That Line“ serviert. Der Song wird von Gitarrenriffs eröffnet, bevor der Gesang und die weiteren Instrumente einsteigen. Hier wird auch stark auf eine Keyboardbegleitung gesetzt. Wer das gute Stück allerdings bedient blieb mir leider verborgen. Aber das nur am Rande. Zurück zum Song. Ein bisschen handzahm kommt das Ganze rüber, wie ich finde. Musikalisch gut gemacht, aber als Opener doch ein wenig unpassend. Besser machen es GLYDER mir dem folgenden „Knockout“. Eine nette kurze Boxeinleitung und schon setzten die, dieses Mal wesentlich prägnanteren, Gitarrenriffs ein und der Song nimmt Fahrt auf. Ausgestattet mit einem schönen griffigen Chorus überzeugt mich das Stück doch um einiges mehr. Eine coole Nummer zum mitrocken. Gefällt mir wirklich gut! Beim 3. Stück „Jack Strong“ gibt es wieder ein paar schöne Gitarrenriffs und coole Bassläufe zu bestaunen. Der Chorus ist zwar nicht so stark wie beim Vorgänger, aber trotz alledem hat der Song was. Nett, mehr aber nicht. Ein wenig in die Melodic Rock Ecke driften GLYDER mit dem folgenden 4. Song „Innocent Eyes“. Ein schöner mehrstimmiger Chorus, ein dichter Klangteppich und feine Keyboards machen den Song zu einem echten Erlebnis. Sänger Tony kann hier auch mal beweisen dass er ein feines Stimmorgan besitzt. Bislang kam er immer etwas schwachbrüstig rüber. Gut, ein richtiger Shouter mit ordentlichem Bums in der Stimme ist er nicht, das muss man festhalten. Eine schöne Halbballade haben die 4 Jungs uns mit „One of us“ zu bieten. Eine etwas eigenartige Melodieführung hat das Stück zwar zu bieten, aber der schöne Chorus und der stark gespielte Mittelteil heben das Ganze doch recht hervor. Ich muss mich aber wiederholen. Nett, mehr nicht. Wo wir gerade bei nett sind in die gleiche Kategorie fällt auch leider der Titelsong „Yesterday, Today and Tomorrow“ der uns an 10. Stelle erwartet. Das Stück plätschert sanft vor sich hin und ist eigentlich auch nicht wirklich eingängig. Beim Titelsong hätte ich wirklich mehr erwartet. Danach folgen noch drei Bonusstücke, von denen eins ein Instrumental ist, am mittelmäßigen Gesamtbild können diese aber auch nichts mehr ändern.
Anspieltipps:
Allzu viel kann ich hier leider nicht aufzählen. Für mich sind aber ganz klar „Knockout“ und „Innocent Eyes“ zu nennen.
Fazit :
Tja an was liegt es jetzt, das ich mit dem neusten Werk von GLYDER nicht wirklich warm werde? Vielleicht ist es die Tatsache dass ich etwas anderes erwartet habe? Oder einfach das auch nach mehrmaligen Hören nicht wirklich viele Songs hängen bleiben. Ein, zwei gute, prägnante Stücke sind zwar dabei, aber das ist in der heutigen Zeit der wirklich vielen guten Veröffentlichungen einfach zu wenig. Auch die Produktion ist doch etwas schwach wie ich finde. Mir fehlt hier einfach ein wenig der Dampf. So richtig in Fahrt kommt die Scheibe nicht wirklich! Es mag den ein oder anderen geben dem das nicht stört und der auf diese doch sehr zahme Musik steht, ich gehöre aber nicht wirklich dazu. Ihre Instrumente beherrschen GLYDER natürlich und die Stücke sind alle musikalisch gut gemacht. Zwei, drei Anspieltipps mehr und meine Note würde wesentlich besser ausfallen. So gibt es leider von mir nur ein mittelmäßig.
Trackliste:
01. That Line 02. Knockout 03. Jack Strong 04. Innocent Eyes 05. Make a Change 06. Back to the Water 07. The bitter End 08. One of us 09. Always the Loser 10. Yesterday, Today and Tomorrow 11. Time to Fly (Bonustrack) 12. All You’ve Done (Bonustrack) 13. Elverstown (Instrumental Bonustrack)
Julian
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