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Band: Frames Album: Mosaik Spielzeit: 59:52 min Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/SPV Homepage: www.myspace.com/framesband VÖ: 26.03.2010 Wertung: 7,5 von 10 Ganz schön gewagt, was die Hannoveraner FRAMES uns auf ihrem Debüt präsentieren: Instrumentaler Artrock, der seine Einflüsse aus den Siebzigern, Krautrock und verdammt viel Progressive nicht verleugnet. Moment, werdet ihr denken: Instrumental? Richtig, FRAMES verzichten völlig auf einen Sänger bzw. eine Sängerin und lassen die Instrumente an sich sprechen. Dabei reicht das Spektrum von klassisch aufgebauten 4 Minuten-Songs („agenda“, welches mit toller Gitarrenarbeit und dem filigranen Einsatz der restlichen Instrumente zu begeistern weiß) bis hin zum über 15-minütigen Abschluss „m“, welches dann völlig progressiv um die Ecke biegt. Am ehesten lassen sich FRAMES meiner Meinung nach noch mit LONG DISTANCE CALLING vergleichen, allerdings ist der 70er Jahre Einfluss bei FRAMES höher. Wichtig ist außerdem der hohe Einsatz von Keyboard- bzw. Pianoklängen, die nicht nur die Übergänge zwischen den Stücken fließend gestalten, nein sie stehen fast ales wichtigstes Instrument im Mittelpunkt vieler Stücke und geben dem Album einen entspannten Touch. Und „Mosaik“ ist nicht nur zum Träumen und Entspannen gedacht, manches Mal gehen die Niedersachsen verdammt heftig zur Sache und hauen uns Gitarrenriffs um die Ohren, nur um im nächsten Moment alles mit einer schönen Melodie aufzulockern („insomnia“) oder mit Streichern zu untermalen. Mein Favorit ist allerdings das unglaublich melodiöse „horizon“, welches vom progressiven Standpunkt bestimmt das unspektakulärste Stück ist, mich jedoch auf Grund seiner Atmosphäre und des genialen Songaufbaus begeistert. Allerdings muss ich nach mehrmaligem Genuß der CD danach unbedingt wieder was einfaches mit 3 Akkorden und einem Sänger hören, „Mosaik“ ist eben ein Album geworden, das einlädt, aber auch fordert. Trotzdem den Daumen hoch für die Jungs.
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