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Kelly Hansen (Ex-HURRICANE) ist der „neue“ Frontmann bei FOREIGNER und hat LOU GRAMM 2005 ersetzt. Das dürfte vielen von euch natürlich längst bekannt sein. Warum nun Mick Jones allerdings meint, sie müssten alle zusammen die größten FOREIGNER Hits nochmal akustisch einspielen, kann in meinen Augen nur dadurch bedingt sein, um Kelly so richtig brillieren zu lassen. Denn sämtliche Arrangements sind sehr minimalistisch und einfach gehalten und bieten dem Sänger ganz viel Platz, um seine Stimme einzusetzen. Und während beim ersten Hören schon so einige schöne Momente zu finden sind, so muss ich leider gestehen, dass mir nach einem Dutzend Durchläufen ein wenig die Spannung fehlt. Und das liegt eben an der sehr spärlichen, nahe am Original basierenden, Instrumentierung. Gut, manchmal ist ein Saxophon zu hören oder auch der Einsatz von Streichern ist dezent zu hören, doch das Gerüst ist praktisch ständig dasselbe. Da helfen auch die göttlichen Melodien nicht. Als bestes Beispiel nehme ich mal die Ballade „The Flame Still Burns“, die ich bisher nur in der JIMMY NAIL Version des „Still Crazy“ Filmsoundtracks kenne. Diese Version ist eine perfekte Gänsehauterzeugerin. Davon ist auf „Acoustique“ nicht mehr viel zu spüren. Zum einen, warum hat man denn den Text geändert? Zum anderen plätschert der Song teilweise irgendwie lustlos vor sich hin. Da kann auch Mr. Hansen nicht helfen. Nächstes Beispiel: Das eigentlich halbwegs interessant instrumentierte „Starrider“ hat nun plötzlich Mick selbst eingesungen, und scheitert. Besonders schlimm ist die saft- und kraftlose Version von „Juke Box Hero“, die akustisch 99% seiner unglaublichen Energie verloren hat. Außerdem kann auch der einzig neue Song „Save Me“ nicht überzeugen. Mehr als rockiger Durchschnitt ist das beim besten Willen nicht. Puh, ganz schön viel kritisiert, werdet ihr denken. Stimmt. Trotzdem gibt es eine halbwegs gute Beurteilung, da einfach viele der Songs wirklich absolute Hits sind und auch akustisch eine gute Figur machen. Neben „Say You Will“ auch „Double Vision“ oder „Long, Long Way From Home“. Und das Können der beteiligten Musiker steht ebenfalls außer Frage. Nur man hätte echt so viel mehr machen bzw. erschaffen können. So bleibt das ungute Gefühl, dass sich FOREIGNER ein wenig auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Einfach wieder ein so gutes Studioalbum wie „Can't Slow Down“ zu veröffentlichen würde jedenfalls mehr Sinn machen, als die x-te Best-Of Collection oder DVD Box.
Markus
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