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Band: First Child Album: Queen Of Hearts Spielzeit: 64:57 min. Plattenfirma/Vertrieb: Onslow Records/Twilight Vertrieb Homepage: www.first-child.de oder www.myspace.com/firstchildbassrock Wertung: 6 Dass der Hartwurstzirkus ziemlich fest in Männerhänden ist, ist ja nichts Neues. Da rütteln auch sogenannte Ausnahmen wie LITA FORD, JOAN JETT oder im deutschen Fall DORO, JOAL oder JUTTA WEINHOLD nicht viel daran. Und hier ist eine junge Frau, die es der Männerwelt zeigen will: 2006 veröffentlichte die Band FIRST CHILD mit Cat am Mikro ihr Debüt, „Souvenirs“ nannte sich das Ganze. Irgendwie war ich hin und her gerissen, irgendwie war das Ding ganz ok, aber auf der anderen Seite war der Sound absolut grässlich und mindestens die Hälfte der Songs war nix für meine Ohren. Aber es waren mit „Take Off All Your Clothes“ (gleichzeitig auch die Hymne des Football-Teams Hamburg Blue Devils) und dem LED ZEPPELIN-Cover „Whole Lotta Love“ zwei potentielle Hits vertreten. Nun ist FIRST CHILD mit neuem Liedgut im Gepäck zurück und lockt uns dieses Mal in die Zockerhölle. Denn das neue Album „Queen Of Hearts“ widmet sich dem Laster des Kartenspiels und kann durchaus als eine Art Konzeptalbum bezeichnet werden. Der Titeltrack eröffnet das Album in einer Weise, die ich nicht erwartet hätte. Ähnlich wie „Take Off All Your Clothes“ vom Vorgänger trifft „Queen Of Hearts“ voll ins Schwarze. Obwohl die Produktion erneut eher Seventies-Flair versprüht, ist der Song ein Hit. Hier stimmt wirklich alles und ich bin echt überrascht, welch eine Steigerung FIRST CHILD hier auffahren. Das folgende „Gambler“ kann dieses Niveau nicht ganz halten, trotzdem ist der Song ganz ok. Doch dann überkommt mich dasselbe Feeling, das ich schon beim Erstling hatte. Ganz nett, aber irgendwie nicht mehr. Zudem sind 14 sagen wir mal durchschnittliche bis langweilige Songs bei gesamten 16 Titeln doch etwas viel. Schade, nach diesem perfekten Start hätte ich doch etwas mehr erwartet. Und nichts gegen Value for money, aber ein paar durchschnittliche Songs weniger hätten „Queen Of Hearts“ insgesamt etwas erträglicher gestaltet. Wären die ersten beiden Nummern nicht, könnte ich höchstens 5 Punkte geben, aber die reißen es echt raus. Es ist aber in der heutigen Zeit nicht genug, einen geilen Hit auf der CD zu haben. Die Zeiten sind leider vorbei. P.S. was auch gehörig nervt (sich aber natürlich nicht auf die Bewertung niederschlägt) ist die Tatsache, dass das hier besprochene Album nur als Online-Stream vorlag. Es mag verständlich sein, dass die Firmen aus Kosten- oder anderen Gründen keine Promo-CD´s mehr versenden zu wollen, aber wenigstens ein mp3-Download, von mir aus mit Watermarks, erleichtert die Sache doch ungemein, zumal nicht jeder an seinem Laptop/Rechner die Wahnsinns-Anlage hängen hat und somit die Bewertung zum Sound usw. etwas schwierig ist. Stefan
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