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FABIAN ANDERHUB ist eigentlich Schweizer, allerdings durfte er als Kind nach Kanada mit seiner Familie auswandern und hat dort den Blues für sich entdeckt. Nun lebt er zwar wieder in der Schweiz, auf seinem zweiten Album "It's A Blues Thing" durften ihn jedoch viele kanadische Kollegen begleiten. Kein Wunder, wurde das Album doch in Montreal aufgenommen und dort tummeln sich beispielsweise Layla Zoe (Gesang), Bob Staggs (Piano) oder auch seine eigentliche Band bestehend aus Kaven Fournier (drums), Francis Perreault (bass) und Keven Charette (git.). Von den 10 Stücken ist leider nur eine einzige Eigenkomposition enthalten und die stellt Mr. ANDERHUB dann auch tatsächlich an das Ende des Albums und das ganz ohne erkennbaren Grund. Denn "Bombshell" kann durchaus mit den "klassischen" Kompositionen eines JOHN LEE HOOKER ("Dimples") oder CHESTER BURNETT ("Love Me Darling") mithalten und ist für mich eines der stärksten Stücke der Scheibe. Dazu zählt sicherlich auch das famose "Midnight Train" bei dem Layla Zoe eine geile Performance abliefert. FABIAN selbst hat sämtliche Stücke mit einem feinen lässigen Gitarrensound veredelt, dazu kommt eine angenehme, wenn auch etwas unspektakuläre Stimme. Natürlich kann man bei seinen Interpretationen immer ein Haar in der Suppe finden, da er halt doch seine eigene Sichtweise hat und nicht einfach 1:1 nachspielt, mir persönlich gefällt sein Stil aber sehr, sei es bei "Trying To Find My Baby", bei dem er ein wenig Rock N Roll untermixt. Besonders hervor zu heben muss ich außerdem, dass Anderhub sämtlichen Instrumenten ausreichend Spielraum einräumt und so eher als Band, denn als Sologitarrist zu verstehen ist. Also so wenn JOE BONNAMASSA mit BLACK COUNTRY COMMUNION zockt und eben nicht sein Gitarrenwunder solo auslebt. Nur, dass der Blues und auch ein wenig Funk weit vor dem Rock im Vordergrund steht.
Fazit: Die Platte macht Spaß, ich würde mir beim nächsten Mal aber wünschen, dass sich der Schweizer noch mehr zutraut und seinen Eigenkompositionen mehr Gewicht gibt. Denn als Coverband verschwendet FABIAN ANDERHUB sein Talent.
Markus
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