|
Band: F.E.A.S.T. Album: Rise Spielzeit: 72:43 min. Plattenfirma/Vertrieb: Avenue Of Allies Veröffentlichung: 15.10.2010 Homepage: www.feastrock.com oder www.myspace.com/feastrock Wertung: 8,5 von 10 Das Wirken des deutschen AOR/Hardrock-Labels Avenue Of Allies erinnert mich ziemlich an die Anfänge von MTM oder Frontiers Records. Während MTM sich nach einem äußerst starken Einstieg leider unterm Strich nicht so entwickeln konnte, wie es geplant war, konnte sich Frontiers Records zu einem der größten Indies in der Szene mausern, der heutzutage mit immer größeren Namen aufwartet. Auch die Releases von Avenue Of Allies steigern sich in den letzten Monaten immer mehr und nach einer Sommerpause stehen erneut 3 Scheiben in den Startlöchern, die zwar fast allen Lesern einige Fragezeichen ins Gesicht zaubern werden, was den Bekanntheitsgrad der Künstler anbelangt. Aber die Qualität der Veröffentlichungen spricht für sich und kann die “große” Konkurrenz zumindest diesen (und auch nächsten) Monat locker in die Tasche stecken. Aber wir sind ja nicht hier, um über Plattenfirmen zu sinnieren, sondern um die einzelnen Veröffentlichungen zu besprechen – aber das musste mal gesagt werden. Eine dieser Oktober-Platten kommt von einem italienischen Sänger und Gitarristen, der auf den Namen Fabri Kiarelli hört und mit seinem Projekt F.E.A.S.T und dessen Erstling “Rise” punkten will. Seine Stimme und der Sound der Scheibe sind schön rauh und die Gitarren röhren richtig los. Und obwohl bei den Instrumenten Keyboards aufgeführt sind, sind sie speziell beim großen Anteil der Rocksongs kaum oder gar nicht zu hören. 13 Stücke gibt es zu entdecken, von denen kaum eines unter die 5 Minutenmarke rutscht. Schon der Opener “Fire And Dynamite” macht seinem Namen alle Ehre – geradliniger, kraftvoller Hardrock der alten Schule schallt aus den Boxen. “Feed The Hunger” hat Ohrwurmcharakter und ist mit Keyboards verfeinert, die aber nicht störend wirken. Der Song erinnert mich zudem an FRONTLINE zu ihren besten Zeiten. Bei “Love Renegade” regieren aber schon wieder die fetten Riffs des Italieners. “Dangerous Love” könnte auch tief in den 80gern entstanden sein, denn seine Strukturen spiegeln zu 100% den Stil der alten Recken wieder. Zwar gab es damals x Bands, die ähnliche Stücke komponierten, aber in der heutigen Zeit ist das echt selten geworden. Hut ab auch vor Songs wie “Follow The Way” (ein Duett mit Alessandro Del Vecchio) oder “Stormwind”, die desweiteren zu meinen Highlights zählen. Ich glaube, dass ich nicht extra erwähnen muss, dass Fabri Kiarelli´s F.E.A.S.T. ganz klar in Eure Sammlung gehört, wenn Ihr auf gut gemachten Hardrock steht, der hoffentlich einen Nachfolger hervorbringen wird. Wer sich an der langen Spielzeit stört und denkt, dass sich hier zu viele Lückenbüßer eingeschlichen haben, den kann ich gleich beruhigen. “Rise” ist über seine komplette Länge ein hochklassiges Album geworden. Fakt ist jedenfalls, dass sich der Fan neben den üblichen Labels wie Frontiers Records oder AOR- und Metal Heaven auch regelmäßig über die Releases von Avenue Of Allies informieren sollte, denn es wäre schade, wenn diese Scheiben kein Gehör finden würden. Stefan
|