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Und wieder haben wir hier eine neue Folge von Bandprojekten und ihre Folgen. Samuel Arkan hauptamtlich Gitarrist von VIRUS VI ist flügge geworden und stellt uns nun mit Hilfe von einigen anderen Künstlern sein neues Bandprojekt EPYSODE vor. Das Debütalbum hört auf den klangvollen Namen „Obsessions“. Ein Konzeptalbum im Progressiv/Melodic Metal Gewand, ganz im Stile solcher Projekte wie AYREON, STAR ONE oder auch AVANTASIA. Das Samuel recht lange an dem Debütalbum von EPYSODE geschraubt hat, beweißt die ausgeklügelte Hintergrundstory, die man sich auf der Bandhomepage komplett reinziehen kann. Fürs Protokoll hier die Kurzversion. Ein junger Profiler der Polizei untersucht eine rätselhafte Mordserie und macht im Laufe seiner Ermittlungen zahlreiche übernatürliche Erfahrungen, die ihn selbst immer mehr in den Fall verwickeln. Bei solchen Projekten ist ja immer die Bandzusammenstellung recht interessant. Diese liest sich auf der Gesangsseite wie folgt, Kelly „Sundown“ Carpenter (BEYOND TWILLIGHT, OUTWORLD), Oddleif Stensland (COMMUNIC), Rick Altzi (AT VANCE, THUNDERSTONE), Magali Luyten (AYREON, BEAUTIFULL SIN) und Liselotte Hegt (AYREON, DIAL, VALENTINE). Auf der instrumentalen Seite haben wir neben dem kreativen Kopf, Bandleader und Gitarristen Samuel Arkan, den Bassist Kristoffer Gildenlöw (PAIN OF SALVATION, DIAL), Gitarrist Christophe Godin (MORGLBL TRIO), Schlagzeuger Leo Margarit (PAIN OF SALVATION) und Keyboarder Julien Spreutels (ETHERNITY). Eine beachtliche Mannschaft also. Schauen wir doch jetzt mal was uns die guten Damen und Herren auf die Scheibe gebannt haben und ob sich EPYSODE mit den schon angesprochenen großen Projekten der Szene messen kann. Los geht es mit einem kleinen atmosphärischen Intros namens „File 41807“, das uns aber nur in die Geschichte einführen soll. Der erste richtige Track ist dann „Silences of Dawn (Poetry), obwohl auch dieser nur eine musikalische Einleitung zum folgenden „First Blood“ darstellt. Hier geht es dann ohne großes Geplänkel gleich in die instrumentalistischen Vollen, ein schöner Midtempo Song der mit einem coolen Chorus und schöner instrumentalen Abwechslung aufwarten kann. Leider erschließt sich mir aufgrund einer fehlenden Angabe nicht wer hier alles genau singt, was man aber hört, ist absolut im oberen Bereich angesiedelt. Als atmosphärischer Appetit Anreger und erster richtiger Song perfekt gewählt. Als nächstes folgt dann das Titelstück „Obsessions“. Hier wird wahrlich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Ein dichter Instrumententeppich zusammen mit den unterschiedlichen Gesangslinien erzeugt wirklich ein bombastisches Stück, welches man erstmal verdauen muss. Ein leicht progressiver Einschlag ist hier auszumachen. Als Titelsong ist er aber absolut würdig! Sollte man sich zu Gemüte führen. „Invisible Nations“ ist wieder etwas mehr geradliniger und melodischer ausgefallen, ausgestattet mit einem griffigen Chorus frisst es sich geradezu in die Gehörgänge. Das gesangliche Wechselspiel ist hier auch wieder perfekt umgesetzt. Beide Daumen hoch hierfür! In der Folge gibt es ebenfalls ein paar gute Tracks zu bestaunen. „Season of Redemption“ ist mit seinen Wechselgesängen und mit seiner Atmosphäre zum Beispiel so ein Kandidat. Oder auch „The other Side“ wo die Frauen mal gesanglich zeigen können was sie drauf haben. Die Scheibe beschließen tun das schöne Doppelpackage aus „March of the Ghosts“ und „Last Sunset“. Erstere ist wieder ein sehr progressiv beeinflusster Song, letzterer ist eher etwas gemäßigter, aber trotzdem sehr kraftvoll umgesetzt. Ein guter Abschluss einer sehr abwechslungsreichen Debütscheibe.
Anspieltipps:
Die sind dieses Mal ganz klar in der ersten Hälfte zu finden. “First Blood”, das Titelstück “Obsessions” und “Invisible Nations” stehen hier zu Buche. Die zweite Hälfte wartet da eher mit den ruhigeren Nummern auf. Hier heben sich ganz klar “The other Side” oder der Abschlusstrack “Last Sunset” hervor.
Fazit :
Es gibt auf dem Debütalbum “Obsessions” des Projektes EPYSODE auf jeden Fall jede Menge zu entdecken. Man merkt das sich Gründer Samuel Arkan eine Menge Gedanken gemacht hat. Die Songs sind alle erstklassige komponiert und gesanglich gut besetzt. Da hat der gute auf jeden Fall alles richtig gemacht. Warum reicht es dann leider “nur” zu 8 Punkten? Nun die Songs der ersten Hälfte zünden noch ganz gut, aber gerade in der zweiten Hälfte lassen die mitreißenden, einprägsamen Songs einfach auf sich warten. Schlecht sind sie allesamt definitiv nicht, aber in der zweiten Hälfte fehlt einfach das gewisse Etwas! Trotzdem denke ich das 8 Punkte ein ordentliches Debüt kennzeichnen und ich bin sehr gespannt was wir noch von EPYSODE hören werden. Julian
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