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Eines kalten Novembertages hatte ich plötzlich einen ganzen Packen CDs von Nadir Music aus Italien in meinem Briefkasten. Toll, dachte ich, italienische Bands, davon bin ich meistens total begeistert (trieft vor Ironie). Also gut, mal die Infos gelesen. Ah ja, ENDLESS PAIN haben tatsächlich schon zwei Langeisen veröffentlicht, existieren seit 2001 und "Chronicles Of Death" basiert textlich auf wahren Morden irgendwo in Italien in den letzten 20 Jahren. Und sie sollen einen aggressiven Mix aus Thrash und Death Metal spielen. Also gut, probieren wirs. Zumindest kein Symphonic Metal Gedudel. Nach einem öden Intro knallt "The Ascents Of Golgotha" dann auch wirklich heftig aus den Boxen. Double Bass regiert. Gut, die Produktion ist nicht wirklich allererste Sahne, aber deutlich über Demo Niveau. Somit in Ordnung. Vom Sound her erinnern mich ENDLESS PAIN an viele der Death Metal Bands in den 90er Jahren. Mal einen Hauch MESSIAH, dann OBITUARY, ein wenig SEPULTURA, aber leider vom Songwriting weit davon entfernt. Und "The Ascents Of Golgotha" ist tatsächlich der stärkste Song geworden. Pulver zu früh verschossen. Instrumentral gibt es nicht all zu viel zu meckern, lediglich an den Gitarrensoli sollte dringend gearbeitet werden, die sind teilweise echt stümperhaft. Irgendwie kommt auch gepflegte Langeweile auf, neue Ideen kann ich keine entdecken, klingt alles wie irgendwann schon mal gehört. Und das obwohl ich bei Death Metal nicht der größte Kenner bin. Lediglich der Midtempotrack "Dead End Nightmare" bei dem Trevor der Italiener SADIST unter die Arme griff, hat ein wenig Abwechslung zu bieten. Ansonsten klingt ein Track wie der andere und lässt dann doch die Skip Taste drücken. So vergehen 46 Minuten dann doch ein wenig schneller als geplant. Wie gesagt so schlecht sind ENDLESS PAIN nicht, um aber aus der Masse hervor zu ragen, sollten sie sich schleunigst Ideen für Gitarrensoli holen und das Songwriting um mindestens 2 Level verbessern.
Markus
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