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ELVENKING_-_Red_Silent_Tides_artwork

Band: Elvenking
Album: Red Silent Tides
Spielzeit: 51:10 min
Plattenfirma/Vertrieb: AFM Records
Veröffentlichung: 17.09.2010
Homepage: http://www.elvenking.net
WERTUNG: 7,5 von 10
Die italienischen Power/Folk Metaller von ELVENKING hatten bislang eine bewegte musikalisch Karriere hinter sich. Sie veröffentlichen 6 Alben, davon ein sehr kritisch beäugter Ausflug in die Akustik Folk Ecke, aber der große Durchbruch blieb ihnen bislang verwehrt bzw. die Qualität der Alben schwankte doch recht stark. Die letzte richtige Veröffentlichung, ohne das Akustik Album, „The Scythe„ war aber ganz ordentlich, so dass man gespannt sein konnte wie der mir nun vorliegende Nachfolger mit dem Titel „Red Silent Tides“ klingen würde. Um es vorweg zu nehmen, man konnte sich steigern. Das neue Werk ist denke ich das bislang beste und eingängigste der Jungs. Die Besetzung ist größtenteils gleich geblieben, es gab nur einen Wechsel an der Violine. Ja Neulinge lesen hier richtig, ELVENKING scheuen sich nicht eine Violine in ihren Sound zu integrieren.
Wie schon gesagt, nachdem der Ausflug in die Akustik Ecke ziemlich in die Hose ging, haben die Jungs nun wieder in die metallische Ecke zurück gefunden und das ist auch gut so.
Los geht das neue Werk mit dem ersten Track „Dawnmelting“, welches mit einem kurzen gesprochenen Intro startet. Danach setzen gleich die Gitarren ein und der Song nimmt ordentlich Fahrt auf. Die Melodien wechseln hier ziemlich stark zwischen Midtempo und Uptempo, wodurch das Ganze sehr dynamisch ist. Auf jeden Fall eine Nummer die ein paar mehr Anläufe braucht, geht nicht gleich beim ersten Mal gut ins Ohr. Ein wenig unpassend als Opener, wie ich finde.
Weiter geht es mit „The Last Hour“, welches im Midtempo Bereich angesiedelt ist und einen wesentlich besseren Zugang besitzt als der Vorgänger. Der Chorus ist auch sehr eingängig was den Zugang zum Song natürlich noch verbessert. Zwar noch kein Highlight, aber ein Schritt in die richtige Richtung.
Das erste kleine Highlight folgt für mich jetzt mit „Silence De Mort“. Eine schön aufgebaute Nummer, die einen klasse Chorus besitzt. Zwischendurch bekommen wir noch klasse Solos um die Ohren gehauen. Die Instrumentalfraktion versteht auf jeden Fall ihr Handwerk. Ein klasse Song, bitte weiter so.
Man hört auf mich, mit dem folgenden „The Cabal“ setzten die Jungs noch einen drauf und steigern sich qualitativ noch mal. Zu diesem Song wurde übrigens auch ein Videoclip gedreht, den ihr euch auf der Bandhomepage reinziehen könnt. Hier begeistert mich am meisten das klasse Drumming, die richtig gut eingesetzte Violine und der mehrstimmige Gesang. Nun haben wir das erste große Highlight der Platte.
Beim nächsten Track „Runereader“ kann das Level gehalten werden. Die Nummer läuft gut rein und bietet mit einem sehr guten Chorusteil, eingebauten Tempowechseln und einem guten Aufbau, alles was ein guter Melodic Metal Song braucht.
Leider schwankt die Qualität der Platte, nach diesen drei wirklich guten bis sehr guten Nummern, doch sehr. Von Ausfall über mittelmäßig bis hin zu richtig gut ist alles vertreten. Die guten erwähnenswerten sind das speedige „Your Heroes are Dead“; das schon fast hard rockige „What’s Left of me“ und das abschließende „The Play of the Leaves“. Gerade letzteres weiß mit seinem überraschenden und vielseitigen Aufbau zu überraschen. Der Chorus ist hier auch noch mal sehr eingängig, so dass es hier eine kleine Wiedergutmachung für die Schwankungen vorher gibt.

Anspieltipps:
Hier ist auf jeden Fall der klasse Mittelteil “Silence De Mort”, “The Cabal” und “Runereader” zu nennen. Auch der letzte Song „The Play of the Leaves“ weiß zu gefallen.

Fazit :
Puh ELVENKING machen es einem mit ihrem neuen Werk “Red Silent Tides” nicht leicht. Zum Anfang ist man etwas ernüchtert aufgrund der großen Ankündigungen, im Mittelteil ist man dann erfreut und begeistert aufgrund der guten Songs und zum Abschluss ist es nicht Fisch und nicht Fleisch was man serviert bekommt. Eine richtige Achterbahnfahrt erlebt man hier. Die 6 Jungs sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, denn ab und an blitzen die guten Songs ja auf, richtig konstant ist man aber auch auf dieser Scheibe nicht. Ich vergebe hier mal gute 7,5 Punkte und empfehle dem geneigten Hörer die Scheibe einfach an zu testen, verdient hätten es die Jungs auf jeden Fall.

Trackliste:

01. Dawnmelting
02. The Last Hour
03. Silence De Mort
04. The Cabal
05. Runereader
06. Possession
07. Your Heroes Are Dead
08. Those Days
09. This Nightmare Will Never End
10. What's Left Of Me
11. The Play Of The Leaves

Julian
 

Elvenking - Two Tragedy Poets

Band: Elvenking
Album: Two Tragedy Poets...And A Caravan Of Weird Figures
Spielzeit: 43:04 min.
Plattenfirma/Vertrieb: AFM Records/Soulfood
Homepage: www.elvenking.net
Wertung: 6
So, so, die Folk-Power Metaller ELVENKING aus dem sonnigen 'Italien haben ein Akustik-Album veröffentlicht, bei dem die metallische Komponente auf ein Minimum reduziert wurde. Denn ein wirklich reines Akustik Album ist  “Two Tragedy Poets...And A Caravan Of Weird Figures” nicht geworden. Während z.B. “From Blood To Stone” ein wirklich gelungenes Stück Happy Folk geworden ist, sind beim vorhergehenden “Another Awful Hobs Tale” doch ein paar verzerrte Passagen zu hören. Vergleichen kann man die Italiener somit ganz gut mit SKYCLAD zu “Qui Avant-Garde A Chance” Zeiten, allerdings sollte man noch etwas Irish Folk und Pub Atmosphäre hinzufügen. Gerade “Ask A Silly Question” könnte fast als kleines Sauflied durchgehen, jedenfalls von der Komposition her. Mit E-Gitarren fängt dann auch der mieseste Song des Albums an. Das BELINDA CARLISLE Cover “Heaven Is A Place On Earth” ist völlig deplaziert, da absolut nicht Folk-Kompatibel und so wurde ein Pop-Metal Song mit Keyboards draus, der auf dem Album wie ein Fremdkörper wirkt. Warum hat man also nicht konsequent eine Linie durchgezogen? Ein Album im Sinne von BLACKMORES NIGHT also, denn “My Own Spider Web” atmet durchaus den mittelalterlichen Hauch der eben genannten. Auch “The Wanderer” ist mit genügend Kitsch angereichert, um in dieser Liga zu spielen. So haben ELVENKING ein Album veröffentlicht, das zwar ordentlich geworden ist, jedoch irgendwie weder Fisch noch Fleisch beinhaltet (es wird Mittag, ich krieg Hunger, hehe) und somit nicht wirklich aus der Masse an Veröffentlichungen herausstechen vermag.
 

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