Schwein schwarz copy klein
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ELEVENER_Symmetry_in_Motion cover

Band: Elevener
Album: Symmetry In Motion
Spielzeit: 47:00 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: AOR HEAVEN/ Soulfood
Homepage: http://www.elevener.com  oder http://www.myspace.com/elevenelevenagain
VÖ: 27.05.2011
Wertung: 6,5 von 10
Dieses Jahr kann sich der AOR/ Melodic Rock nicht über zu wenige und gute Veröffentlichungen beklagen. JOURNEY's neues Werk steht vor der Tür, SHADOWMAN haben ein erstklassiges Album abgeliefert, AFTER HOURS ist ein respektables Comeback mit „Against The Grain“ gelungen und es stehen noch einige hervorragende Releases an. Ich hoffe mal, dass in dem ganzen Veröffentlichungswust, die eine oder andere Perle nicht untergeht.

Mit dem Releasedate haben sich die Schweden von ELEVENER nicht wirklich einen Gefallen getan, erscheint ihr zweites Album doch am selben Tag, wie JOURNEY's erneute Großtat. Es bleibt abzuwarten, ob sich ELEVENER trotz des sehr ähnlichen Stiles durchsetzen können/werden. Natürlich gönne ich jeder Band einen gewissen Erfolg, aber zur Zeit gibt es so viele gute Veröffentlichungen, die „Symmetry In Motion“ eher verzichtbar erscheinen lassen.

Die Schweden Johan Bergquist (SCENARIO, Keyboards auf den Alben von HAMMERFALL und M.ILL.ION.) und Andreas Brodén starteten ursprünglich als ein 2 Mann Projekt. 2008 veröffentlichten sie mit „When Kaleidoscopes Collide“ ihr Debütalbum, welches durchaus positive Resonanzen einfahren konnte. Aufgrund anderer Engagements verließ Brodén das Projekt und Bergquist fand in dem Gitarristen Magnus Lindqvist einen neuen Partner um ELVENER weiter voran zu treiben. Aufgrund Lindqvist guten Kontakten, war schnell eine Band zusammengestellt. Aus dem ehemaligen Projekt entwickelte sich ELEVENER zu einer richtigen und geschlossenen Band, die jetzt aus folgende Members besteht:
Pierre Wensberg – Gesang (PRISONER, TOMMY DENANDER, HEARTBREAK RADIO, CIRCUIT)
Magnus Lindqvist - Gitarre
Robert Garnold – Bass (HEARTBREAK RADIO, CIRCUIT)
Johan Bergquist - Keyboard
Anton Roos – Schlagzeug (SAFFIRE, CIRCUIT)

Wie schon auf dem Vorgänger präsentiert die Band eingängigen AOR/Melodic Rock, der sehr stark von den Größen beeinflussen ist. Das Material erinnert an SURVIVOR, FOREIGNER und JOURNEY zu deren Hochzeiten. Hier treffen eingängige Melodien auf schmissige Hooklines, tollen Refrains und einem guten Sänger. Die ersten 4 bis 5 Nummern gefallen mir recht gut, aber mit laufender Spielzeit werde ich das Gefühl nicht los, die restlichen Songs irgendwo schon einmal gehört zu haben. ELEVENER verstehen ihr Handwerk, haben auch keine Schwächen beim Songwriting, nur distanzieren sie sich viel zu wenig von ihren Vorbildern und klingen dadurch wenig eigenständig. „Symmetry in Motion“ erinnert zu jeder Zeit an o.g. Bands und nun stellt sich die Frage:“Braucht der Melodic Rock/ AOR Fan eine weitere CD einer Band, die zwar gut ist, aber auch austauschbar ist, sprich wenig Eigenständigkeit bietet?“ Von meiner Seite kann ich dies einem ganz klaren Nein beantworten. Hier kann man allerhöchstens der Gruppe von Fans eine Kaufempfehlung aussprechen, welche sich lieber Newcomer Alben ins Regal stellen, als die CD's der Bands, welche als Inspirationsquellen gedient haben.

Zum Probehören bieten sich die ersten 5 Songs bestens an, danach kommt eher Langeweile auf, da man das Gefühl nicht los wird, das Material schon zu kennen.

Trackliste:
01 - Just As I Thought
02 - Hypnotized
03 - Written In Your Eyes
04 - Dare To Love
05 - Never Would I
06 - Heal Me
07 - Cage Of Broken Dreams
08 - Tearing Me Down
09 - For The Times We Share
10 - You Get What It Takes
11 - Modern Times

Ein Probelauf beim Plattendealer schadet mit Sicherheit nicht und vielleicht findet der eine oder andere ja auch Gefallen an das Gebotene.

Ich halte die Platte für verzichtbar und kann auch keine uneingeschränkte Kaufempfehlung abgeben, da es zu viele talentierte Bands gibt, die sich auf selbigem Niveau befinden oder dieses toppen.

Ich halte 6,5 Punkte für angemessen.
Götz

elevener - when coleidoscopes collide

Band: Elevener
Album: When Kaleidoscopes Collide
Spielzeit: 51:21 min.
Plattenfirma/Vertrieb: AOR Heaven/Soulfood
Homepage: www.elevener.com oder www.myspace.com/elevenelevenagain
Wertung: 8 von 10
Ich geb´s ja gerne zu. Wie ihr auch aus meinen Classic-Faves unschwer erkennen könnt, bin ich nun mal das musikalische Weichei der Redaktion und steh halt mal auf die FM´s, SURVIVOR´s,  TOTO´s und Konsorten. Und genau in diese Kerbe haut auch das Debüt von ELEVENER rein. Sänger, Bassist und Keyboarder Johann Bergquist schlägt normalerweise mit seiner Stammband M.ILL.ION etwas härtere Töne an. Doch mit „When Kaleidoscopes Collide“ hat er zusammen mit Andreas Broden (Gitarre, Schlagzeug ) ein astreines AOR Album im Stil der genannten Bands am Start. Schon der Opener „This Heart Of Mine“ krallt sich mit seinem supereingängigen Chorus sofort in den Gehörgängen fest und macht wahnsinnig Lust auf mehr. Und da sich die beiden nicht lumpen lassen legen sie mit „Say If You Want“ und „Shooting Star“ zwei weitere AOR Perlen nach. Der gute Johann hat zwar für seine Gesangsleistungen schon so manche Kritik einstecken müssen, doch das kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Natürlich ist er nicht der begnadete Sänger, doch mich erinnert er sogar stellenweise sehr an Stan Meisner ( „I Still Remember“, „A Thousand Girls“), und der hat ja in AOR Kreisen einen äußerst guten Ruf. Alle Songs werden von massiven Keyboardteppichen getragen, haben extrem eingängige Hooklines und auch der Gitarreneinsatz kommt nicht zu kurz. Kritikpunkte gibt es natürlich auch. „Her Eyes“ kommt zu belanglos und oberflächlich daher und ist dadurch ziemlich langweilig. Auch die Ballade „All My Love“ hat einen zu hohen Schmalzgehalt und klingt irgendwie unfertig. Doch nach diesen kurzen Durchhängern fangen sich die beiden Schweden wieder und zelebrieren mit „Waking Up With You“ und vor allem „Could It Be You“ den glorreichen AOR der 80ziger in Reinkultur. Trotz der zwei bis drei nicht so prickelnden Lieder ist die Scheiblette vor allem für Anhänger oben genannter Bands und Genrefans im Allgemeinen absolut zu empfehlen.
Die härtere Fraktion sollte der Platte zumindest am Abend zusammen mit der Freundin und einem Glas Wein eine Chance geben.
J.K.

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