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Deutschlands wohl lautestes Trio ist zurück mit ihrem mittlerweile vierten Streich, der auf den namen „Runner“ getauft wurde. Nach dem Voll-in-die-Fresse-Vorgänger „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ von 2009 bin ich echt gespannt, wohin die Reise der Münsteraner gehen wird. Lässt man nur das Cover sprechen, dürfte „Runner“ um Längen aufgeräumter und relaxter daherkommen, denn neben dem Schriftzug und dem Albumnamen glänzt die Hülle mit Leere.
Den Anfang macht der Titeltrack – und er bestätigt wirklich die beim Cover vermutete Kehrtwende in die frühen Tage von EAT THE GUN. „Runner“ ist ein straight nach vorne rockender Song mit genug Platz für Melodie und durchdachte Arrangements. Aber schon „The Evil In Me And You“ drängt mit seinem Stakkatto-Riff und dem schnellen Beat den Hörer wieder dicht an die Wand, ist aber bei Weitem nicht so aggressiv wie das Meiste Material des Vorgängers. Stattdessen haben die Melodien wieder Boden gut machen können, was aber nicht heißen soll, dass EAT THE GUN anno 2011 nicht noch genau so rocken, wie eh und je. „The Remedy“ ist ein cooler Midtempo-Rocker, der die Essenz des Trios zeigt: geile Riffs, tolle Hooks und trotz allem eine gehörige Prise Fuck-That-Attitüde haben sich auf dem aktuellen Longplayer versammelt. Wer aber denkt, er könnte sich zurücklehen, den holt das räudige „Not Dead Yet“ gleich auf den Boden der Tatsachen zurück. „Daredevil Supreme“ kann nicht nur mit einem ultracoolen Titel glänzen sondern ist auch gleich einer der zahlreichen Highlights der Scheibe. Und mit „Down In The Fire“ haben Shouter Hendrik Ücüncü Bassist Phil Hüls und Schlagzeuger Gereon Homann auch eine Powerballade auf dem neuen Dreher, die sicherlich fast keiner erwartet hätte. Hut ab!!! Weitere Höhepunkte sind „I´m Obsessed“ und „My Retribution“, die „Runner“ zum wirklich besten Album der Münsteraner machen. Ich weiß, dass diese Phrase praktisch immer verwendet wird, aber im Falle EAT THE GUN ist es wirklich so.
Die Jungs haben auf Album Nr. 4 alles richtig gemacht, haben ihre pure Energie besser im Zaum als noch vor 2 Jahren, sparen aber auch beim aktuellen Output nicht damit sondern bündeln all ihre Stärken und vereinen sie im richtigen Maße, sodass „Runner“ ein rundum gelungenes Werk darstellt. Die Klasse, die bei frühen Tracks wie „Welcome To The Show“ durchblitzte, ist hier praktisch die komplette Spielzeit vorhanden, daher alle Daumen hoch! Stefan
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