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WERTUNG: 8,5 von 10

Es ist doch immer wieder erstaunlich welchen Einfluß Konsolenspiele auf die Musikbranche haben. Demnach findet dort insgeheim auch schon eine Art Klassenkampf der Platten-Label statt, die mit Nachdruck versuchen, ihre Schützlinge bei dem einen oder anderen Spiel unterzubringen. Der Markt ist groß und der wirtschaftliche Erfolg keineswegs zu unterschätzen, denn wenn man als Akteur auf einem Millionenseller platziert wird, garantiert dies nicht nur feste Tantiemen, sondern steigert ebenfalls den Bekanntheitsgrad ungemein. Im Falle von DESTINE glückte dies im letzten Jahr auf der Playstation 3, als ihre Single "In your arms" aus dem Debüt-Album bei Pro Evolution Soccer 2011 als Hintergrundmusik eingesetzt worden wurde.

Und ich muß zugeben, aufgrund dieser Tatsache habe ich das erste Mal überhaupt Notiz von den Holländern genommen, denn eigentlich rechnet man nicht unbedingt damit, das aus unserem Nachbarland Pop-Punk-Rock kommt. Die Niederlande stehen eher für die viel härtere Gangart, aber warum nicht auch einen ganz anderen Markt bedienen, denn mit mehr als 1 Mio. Views auf Youtube scheint der Erfolg den Jungs Recht zu geben. Und so verwundert es niemanden, das DESTINE nicht nur innerhalb ihres Landes sich einen Namen erspielt haben. Supports für Bands wie GREEN DAY, FALL OUT BOY oder 30 SECONDS TO MARS (um hier nur einige zu nennen) zeugen ebenfalls davon, wohin die Reise gehen soll.

Und diese Richtung gibt auch den Stil von DESTINE an, wobei mich Illuminate unheimlich stark an ihre amerikanischen Pendants SIMPLE PLAN erinnern, nur mit dem Unterschied, das hier gefühlt weniger Samples oder Synthies zum Einsatz kommen. Ansonsten ist die Machart und die Kompositionen fast identisch mit dem, was die Amis hergeben. Dabei bleiben sich DESTINE allerdings treu und finden, trotz eingängigen Hooklines und Refrains, dennoch einen gewissen Abstand zum Pop-Punk-Rock aus den USA. Produziert, von James Paul Wisner und David Bendeth, wurde das ganze ebenfalls in den Staaten. Und diese Machart spiegelt sich sofort im Sound wieder, denn irgendwie scheinen die Leute da drüben überm Teich ein Händchen für solche Musik zu haben.

Mag sein, das viele eine recht abgeneigte Haltung gegenüber diesen Teenie-Pop haben, jedoch lege ich jedem, dem SIMPLE PLAN gefallen hat, die Jungs aus den Niederlanden ans Herz. Hier wird der Fan solcher Musik mal alles andere als enttäuscht. Und zu meiner Überraschung hat der zweite Silberling nicht einen wirklichen Aussetzer. Daher kann ich auch keine wirklichen Anspieltipps geben, da irgendwie jeder Song seine eigene Stärke hat. Abzug gibt es für mich nur deshalb, weil es mit SIMPLE PLAN schon eine gewisse Größe in dem Business gibt und hier und da ein gewisser Abklatsch vorhanden ist... aber wem´s gefällt...

Jockel

Wertung: 5,5 von 10

Wenn mich die Plattenfirma vor ein paar Tagen nicht erinnert hätte, hätte ich völlig vergessen diese CD zu besprechen. Woran mag das wohl liegen? Zum einen sicherlich daran, dass ich amerikanischen College-Punk-Rock auch dann nicht sonderlich umwerfend finde, wenn er von Holländern gespielt wird. Der Einstieg mit „In Your Arms“ ist dann schon mal sehr massenkompatibel geraten. Kein Wunder, dass der Song tatsächlich auf „Pro Evolution Soccer 2011“, einem der beiden großen Fussballkonsolengames, zu finden sein wird. Zuckersüße Melodien, die Gitarren immer schon im Hintergrund, dass es ja nicht zu hart wird und die üblichen „Whoa-oh“-Chorusse, lassen die Zielgruppe zwischen 13 und 17 wahrscheinlich wie verrückt im Takt hüpfen. Also die Klientel, die auf YOU ATE MY DOG oder THERE FOR TOMORROW steht, wird auch bei DESTINE begeistert sein, da die Holländer auch wirklich verdammt viel richtig machen. Besonders bei meinem Favoriten, dem flotten „Burn“ passt einfach die Mischung. Diesen Song kann ich mir sogar mehrmals hintereinander anhören und verliere nicht den Spaß daran. Warum danach aber sofort das Tempo rausgenommen wird und mit „Stars“ ein absolut öder Langweiler folgt, bleibt das Geheimnis der Jungs. Bei „Where Are You Now“, suche ich ebenfalls die Kreativität, die Frische, aber es gibt nur poppige Schokomelodien aneinander gereiht. Einzig „Forget About Me“ mit einem leichten GREEN DAY Touch kann mich anschließend noch milde stimmen, der komplette Rest ist leider nur durchschnittlich. Denn bei „Wake Me“ fallen mir die Augenlider zu, bei „Sinking Sand“ versinke ich in den immer gleichen Melodien,  und einen „California Summer“ haben DESTINE wohl nie gesehen, wenn sie so einen Gähnersong daraus machen. Für diese Art Musik mit den immer gleichen Texten, bin ich mittlerweile glaube ich echt zu alt.

Markus

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Info

Band: Destine
Album: Illuminate
Spielzeit: 37 min.
Plattenfirma: Rude Records
Veröffentlichung: 30.03.2012
Homepage:
www.destinemusic.com

Tracklist

1. Four leaf clover
2. Stay
3. All the people
4. Wait forever
5. Thousand miles
6. Unbreakable
7. Night skies
8. Best kept secret
9. The awakening
10. Illuminate

 

 
Destine - Lightspeed

Info

Band: Destine
Album: Lightspeed
Spielzeit: 41:46 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Ruderecords
VÖ-Datum: 26.11.2010
Homepage:
www.destinemusic.com

Tracklist

 

 

 
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