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Hossa, das nenne ich mal ein Brett von Melodic Metal Album, dass uns die Österreicher DESERT SIN da mit "Destination Paradise" um die Ohren hauen. Bisher habe ich bei Pure Steel Records ja doch eher 80er Jahre orientierten Undergound Metal mit Hang zum US Metal entdeckt. Doch DESERT SIN bewegen sich eher auf GAMMA RAY oder DRAGONSFIRE Niveau. Und nach dem einleitenden "Awakening" zeigen sie sofort mit dem Titelstück, wie es um den Metal inmitten der alpenländischen Schneewehen bestellt ist: Die Gitarren braten im ALMAH/ANGRA Stil ordentlich, die Keyboards werden jederzeit songdienlich eingesetzt ohne in irgendeiner Weise kitschig zu wirken. Besonders im folgenden "Kill The King" wird deutlich, dass hier Melodic Metal mit mächtigen Eiern geboten wird. Nix weichgespültes Keyboardgewichse, sondern volle Power auf die Fresse, so was geiles habe ich vor Jahren mal bei GAMMA RAY gehört, in den letzten Jahren aber sehr selten geboten bekommen. Sänger Sandro Holzer passt wie die Faust aufs Auge zum Sound der Kufsteiner. Klar, man erfindet nix wirklich neues, aber die knapp 46 Minuten machen irre Spaß und verleiten mich doch dazu ständig den Lautstärkeregler nach oben zu schieben. Nun werdet ihr denken, jetzt lobt der Rockingboy die Scheibe in den Himmel und gibt dann "nur" 8,5 Punkte - dass passt nicht ganz zusammen. Richtig, neben all dem Lob sind halt einige Stücke wie "Would You Release Me" oder "Creation" halt irgendwie nur gute Melodic Metal Stücke, bei denen viel schon bekannt vorkommt. Das sollte euch aber nicht davon abhalten, "Destination Paradise" bei eurem nächsten Einkaufstrip ganz oben auf die Liste zu schreiben, denn Stücke wie das brutal zum Bangen anregende "Follow Me" mit genialem Refrain oder das abschließende "Circle Of Twilight" bei dem die Doublebass die Wände teilweise wackeln lässt, muss man einfach gehört haben. Ach ja, zur Abwechslung gibt es auch manchmal leichte progressive Einsprengsel zu hören, die das Album auch nach dem zwölften Durchgang noch immer interessant machen.
Markus
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