|
Was einem beim stöbern so alles in die Hände fällt. Lange ist es her, das ich diese Scheibe gehört habe. Und nachdem das gute Stück seinen Weg in den CD-Player gefunden hat, fühle ich mich sofort wieder in die Zeit von PINK CREAM 69 zurück versetzt. Donald Christopher Cooper´s Solo-Scheibe steht deshalb den Produktionen der oben genannten PC69 in nichts nach, weil fast alle Musiker irgendwie mit dem Projekt zu tun hatten.
Nehmen wir nicht nur Produzent und Bassist Dennis Ward, sondern auch Gitarrist Alfred Koffler und Drummer Kosta Zafiriou, dann haben wir ja schon die halbe Riege der lilafarbenden Creme. Zudem gesellen sich Keyboarder Gunter Werno und Gitarrist Tore Ostby. Irgendwie scheint mir, gehören diese Mannen über Umwege hier und da auch bei anderen Projekten wie ROYAL HUNT oder CONCEPTION zusammen und sind dazu verurteilt, gutes Material abzuwerfen. So klingt dann auch das Album von Cooper. Eine Mischung aus PC69 und ROYAL HUNT. Melodiöser Rock, gespickt mit AOR-Einflüssen und epischem Melodic-Metal.
Leider klingt es auch zu sehr danach. Irgendwie macht sich das Gefühl breit, wenn David Readman den Longplayer besungen hätte, wäre es glatt als weiteres PC69-Album durch gegangen. Was allerdings nicht die Arbeit von Cooper schmälern soll. Allerdings überrascht die URIAH HEEP Cover-Version von "Easy Livin" doch recht positiv. Da gibt es weitaus schlechtere Nachahmer. Und wenn man bedenkt, das D.C. bei einem Rehersal bei JUDAS PRIEST als Nachfolger für Rob Halford in der engeren Wahl stand, der merkt spätestens jetzt, das Cooper kein schlechter Shouter ist.
Ein feines Stück wurde hier abgeliefert und wer sich zu den beiden anderen Bands (PC69 & RH) hingezogen fühlt, der macht mit dieser Solo-Scheibe eigentlich nichts verkehrt.
Jockel
|