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Die Griechen CRYSTAL TEARS haben mit Generation X gerade ihr zweites Album veröffentlicht. Auf diesem gab es eine nicht gerade unbedeutende Änderung. Statt der „alten“ Frontfrau röhrt nun mit Ian Parry ein männlicher Fronter ins Mirko. Dieser doch sehr gewagten Wechsel, die neue Scheibe und die Zukunft der Band, waren Grund genug Gründer Chrisafis Tantanozis ein paar Fragen zu stellen.
Mal sehen was uns der griechische Schlagwerker alles zu berichten hat.
J.P: Hi Chrisafis, stell doch mal unseren Lesern die euch vielleicht noch nicht so kennen, die Band einmal kurz vor. Wie lange gibt es euch schon? Wie würdest du euren Musikstil beschreiben?
C.T: Hi Julian, vielen Dank das ihr uns mit der Veröffentlichung dieses Artikels auf eurer Homepage unterstützt. Lass uns loslegen, frag mich aus :-). Es war einmal ein Junge... ha ha. Nein im Ernst, die Band wurde Ende der 90iger gegründet. Wir haben bislang drei Demo CD's, unser offizielles Debüt „Choirs of Immortal“ 2006 und jetzt gerade unsere zweite CD „Generation X“ über 7hard Records (www.7hard.com) veröffentlicht. Unsere größten Liveauftritte bislang waren mit WA.S.P, RIOT und JAG PANZER. Zu erwähnen sind noch unsere Zusammenarbeiten mit den Künstlern Joe Petagno (MOTORHEAD etc.) und Meran “Darkmouth” Karanitant (SIX FEET UNDER, HATEBREED etc.) und den Produzenten R. D. Liapakis (MYSTIC PROPHECY etc.) und Chris Tsangarides (JUDAS PRIEST, THIN LIZZY, GARY MOORE, DEPECHE MODE etc.).
J.P: Bevor wir zu eurem neuen Album kommen. Erzähl uns doch noch mal kurz etwas zu eurer Debütscheibe. Wie wart ihr mit der Platte zurückblickend zufrieden und wie zufrieden wart ihr mit dem Verkauf? Aber vor allem wieso hat es 9Jahre gedauert von eurer Gründung bis zu eurem ersten Album?
C.T: Natürlich waren wir sehr zufrieden. Bei „Choirs of Immortal“ war es für mich aber die größte Anstrengung den Termin zu halten. Die Bandmitglieder verließen mich in der Entstehungsphase und ich musste ein komplettes Album alleine abliefern. Sei es die Komposition, die Produktion oder die Aufnahme. In der Zwischenzeit und während das Album entstand, heuerten wieder neue Mitstreiter an und nahmen ihre Parts aufs (Gesang wie auch Instrumental) und natürlich machten R. D. Liapakis mit Christian Schmid einen wahnsinnig guten Produktionsjob. Nicht vergessen sollten wir Joe Petagno, der das Coverartwork erschuf. Pure Steel Records, das Label hinter dem Album, war ein kleines Independent Label aus Deutschland. Sie taten aber ihr Bestes das Album zu promoten und bekannt zu machen. “Choirs of Immortal” war ein Wagnis welches ich meisterte und ich bin immer noch verzückt das ich es in meinen Händen halten durfte. Ok wegen des langen Zeitraums den du erwähntest...wir haben halt drei Demo CD's produziert, hatten viele Live Auftritte und einige Besetzungswechsel zu verkraften. Es dauerte dann halt auch seine Zeit das Line Up wieder zu stabilisieren und uns einfach in der Szene zu etablieren, so dass wir dann sagen konnten, jetzt ist es einfach an der Zeit. Es ist wahnsinnig schwer eine Underground Band zu etablieren und bekannt zu machen. Es verlangt viel Ausdauer und Aufopferung, besonders wenn man in einem Land zu Hause ist, welches kein wirkliches Metal und Rock Land ist und die Unterstützung bzw. die Basis nicht so da ist.
J.P: Mit „Generation X“ habt ihr gerade euer zweites Album veröffentlicht auf dem es ja eine nicht zu übersehende Änderung gab. Ihr habt mit Ian Perry nun einen männlichen Fronter. Wie kam es zu diesem Tausch, Mann gegen Frau? Was hat euch dazu bewogen, den Posten des Sängers so extrem zu ändern?
C.T: Nun Natasha ist ein Teil der Bandhistory…ok sie kämpfte wirklich hart für ihren Platz und sie verdiente ihn auch. Sie hatte eine sehr interessante Stimme, die die Band auszeichnete und die in den Bandsound integriert war. Ich liebte ihre Stimme, die sehr ausdruckstark und kraftvoll war. Diese Stimmart hätten manche männlichen Metal Sänger gerne. Aber naja….um es auf den Punkt zu bringen, ich würde nie wieder zusammen mit einer Frau in einer Band spielen! Wenn wir wieder an den Punkt kommen sollten, dass wir einen Sänger benötigten und wir eine Frau zum Vorsingen hätten, die sagen wir mal aussieht wie Pamela Anderson und eine Stimme wie Freddy Mercury hat, ich würde nein sagen! Nachdem diese ganzen Dinge passiert sind, wir über unsere Grenzen gegangen sind und an Türen geklopft haben, wo wir niemals gedachten hätten, klopfen zu können, entschieden wir uns einfach aus praktischer Sicht den Weg mit Ian Perry weiter zu gehen. Gründe dafür sind z,B. seine absolut felixble Stimme, seine professionelle Bühnen Performance, seine Unabhängigkeit von einer Hauptband und das er in Europa wohnt. Wir arbeiten nun seit drei Jahren zusammen und es scheint sehr gut zu funktionieren.
J.P: Ihr habt auf dem neuen Album, wie ich finde, eine sehr düstere, mystische Stimmung. Ist das eurer Art Songs zu schreiben? Oder ist diese Stimmung einfach so entstanden? In welcher musikalischen Ecke würdest du euch am ehesten einordnen?
C.T: Oh findest du? Düster und mystisch….hmm ich denke es liegt an unserem Produzenten R. D. Liapakis (www.myspace.com/rdliapakis), der auch bei MYSTIC PROPHECY singt, ha ha! Ich weiß nicht woran es genau liegt, es ist einfach passiert. Wir sind jung, haben kochendes Blut in uns und spielen einfach so wie wir uns fühlen und was immer unsere Musik widerspiegelt es zeigt unser wahres Ich. Wir haben keine genaues Vorgehen beim Schreiben der Song und es ist kein gezwungenes komponieren. Hmm ich weiß nicht so recht, ich würde CRYSTAL TEARS als eine Heavy Metal /Melodic Power Metal/Power Hard Rock/Speed Metal Band beschreiben. Mit unserem Speeddrumming, heruntergestimmten Gitarren und IAN’s speziellen britischen Gesang, könnte wir ein Hybrid aus allem sein, Metal halt! Ha ha.
J.P Kommen wir mal zu einigen Songs vom Album. Zu „Nightmare Serenade“ habt ihr ein recht düsteres Video gedreht. Warum gerade dieser Song und gibt es eine Botschaft im Video, bzw. um was geht es denn genau im Video?
C.T: Wir entschieden uns für diesen Song als Debüt Video weil dieser Song einfach alles beinhaltet was uns ausmacht. Er hat Geschwindigkeit, Melodie, einen starken Rhythmus, Groove, interessanten Brüche etc. Ich erinnere mich noch als Ian nach einem Beispielstück zum hören für ihn fragte, war es genau dieser Song den er bekam. Es geht in dem Track um Persönlichkeitsstörungen. Einen fiktive Jekyll und Hyde Charakter also, dessen Persönlichkeit sich in einen kaltblütigen Killer verwandelt. Ein paar blutige Szenen und viel Spannendes könnte also zusehen sein. Produzent Jim Evgenidis (www.iconfilmworx.com) erklärte er wollte diesen 70iger Jahre Horror/Thriller Flair für das Publikum einfangen. Und er hat es tatsächlich geschafft! Hier http://www.youtube.com/watch?v=xfz07KeLnRc könnt ihr euch die ungeschnittene, unzensierte Version des Clips anschauen. Dreht ordentlich auf! Ha ha.
J.P: Der Track „Rock until we fall“ unterscheidet sich, wie ich finde doch ein wenig vom Rest der Songs. Er ist recht melodisch gehalten und geht richtig gut nach vorne. Absicht, oder eher Zufall? Was kannst du uns sonst zum Song sagen?
C.T: Es hängt immer von der Zeit und von der Stimmung ab, denke ich….“Rock until we fall“ ist eine extrem nach vorne gehende Heavy Metal Nummer. Sie klingt halt so wie ich mich zu dem Zeitpunkt gefühlt habe. Es hat einen speziellen Platz in meinem Herzen….es wurde zum ersten Mal vor mehreren Jahren als ein Projekt mit Beteiligung von mehr als 20 Künstlern aufgenommen. Ich hatte die Ehre beim Mastering mit dem Produzenten Chris Tsangarides zusammenzuarbeiten. Textlich ist es wie Rock nun mal ist kompromisslos und ehrlich. Es ist für alle Rocker und alle hart arbeitenden Menschen da draußen im realen Leben.
J.P: Das Album ist ja schon eine gewisse Zeit draußen, wie zufrieden seid ihr denn mit den Reaktionen der Presse und der Fans? Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Album?
C.T: Ja wir sind sehr zufrieden! Bislang ist das Feedback wirklich sehr gut. So gut es natürlich sein kann, wenn man bedenkt das wir eine Newcomer Band bei einem Newcomer Label sind. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, wenn man vom Label so unterstützt wird, die ihre Arbeit so seriös erledigen wie 7hard und man als Musiker merkt dass die Arbeit geschätzt und nicht zerstört wird. Es besteht einfach eine sehr gute Koordination zwischen Band und Label und das ist heutzutage wirklich nicht so selbstverständlich. Das Feedback der offiziellen und der Underground Presse und der Fans ist wirklich gut. Drücken wir die Daumen das es so bleibt. Es ist wirklich interessant zu sehen wie in den Regionen, England, USA, Skandinavien, in denen wir bislang nicht so präsent waren, die Reaktionen so sind und das unsere Musik dort einfach ernst genommen wird.
J.P: Was gibt es denn bei euch für Zukunftspläne? Ist eine Tour geplant? Hab ihr vielleicht schon Ideen oder konkrete Infos zu einer neuen Scheibe?
C.T: Vielen Dank für diese Frage! Es wäre super wenn wir ein paar Shows oder eine kleine Tour außerhalb unseres Landes spielen könnten. Wie auch immer, es ist nicht gerade einfach für ein paar Typen aus Griechenland und die nicht aus Zentral Europa kommen. Wir arbeiten daran aber sehr hart, nichts ist unmöglich. In der Zwischenzeit entstehen aber schon neue Ideen, wir haben immer so viele Dinge im Kopf, wir stehen halt immer unter Feuer, ha ha.
J.P: Eine paar private musikalische Fragen an dich Chrisafis.
C.T: Ich liebe private Frage! Mit wie vielen Frauen hast du schon geschlafen, welche Topmodels hast du diese Woche schon getroffen .
J.P: Wie hast du dich im Musik Geschäft etablieren können?
C.T: Es ging alles nur über die Musik….
J.P: Hattest du schon immer den Wunsch Profimusiker zu werden? Wie sehen denn deine musikalischen Wurzeln aus?
C.T: Ha ha. Also wir können nicht von unserer Musik leben, aber wir versuchen es trotzdem so professionell zu machen wie es uns möglich ist. Meiner Meinung nach ist das auch genau das was zählt. Ha ha. Ok lass mir dir eine Geschichte erzählen. Es war im Jahre 1997 als ELEGY STRATOVARIUS auf ihrer Europatour begeleiteten und auch in Thessaloniki spielten. Ich erinnere mich, als die Nacht vorbei war, war ich so begeistert und sprachlos von Ian Parry’s Darbietung und der ausverkauften Halle. Jetzt 10 Jahre später spielen wir in derselben Band, produzieren zusammen Alben, machen zusammen Bandfotos, drehen Videoclips und feiern zusammen. Aufregend oder? Ich hätte mir auch nie träumen lassen das ich mal mit so Legenden wie Chris Tsangarides und Joe Petagno zusammenarbeite. Ich bin immer ein hart arbeitender Mensch gewesen und nehme nichts als vorausgesetzt hin. Ich versuche immer auf dem Boden zu bleiben und die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen.
J.P: Auf welche Bands stehst du denn so und was für Alben stehen denn bei dir zu Hause im Plattenschrank?
C.T: Meine bevorzugte Bands sind ALICE COOPER, MEGADETH, U.D.O., GUNS N’ ROSES, GAMMA RAY, alte BLIND GUARDIAN, alte RAGE, alte HELLOWEEN, alte RUNNING WILD, MANOWAR, IRON MAIDEN, BON JOVI, ATROPHY, TOXIK und… hmm… ROXETTE! Bitte nicht lachen… ha, ha! Meine Lieblingsalben sind OLIVER MAGNUM’s s/t, CROW’s “The Dying Race”, ANNIHILATOR’s “Set The World On Fire”, HEAVENS GATE’s “Living In Hysteria”, CHASTAIN’s “Ruler Of The Wasteland”, CHRIS POLAND’s “Return To Metalopolis”, HOLY TERROR’s “Terror & Submission” und… ARMY OF LOVERS’ “The Gods Of Earth and Heaven”. Na sitzt du noch auf deinem Stuhl?
J.P: Vielen Dank Chrisafis für deine Zeit und die sehr interessanten Antworten! Alles Gute für die Zukunft und beehrt uns weiter mit so guten Scheiben.
C.T: Ich danke dir für die sehr interessante Diskussion und die Unterstützung durch euch, Julian. An alle Leser, hört euch neuen Stoff zu erst an und entscheidet dann ob er es wert ist unterstützt zu werden. Unsere Musik braucht so etwas. Sie lebt von frischem Blut! Rock until we fall! Vielen Dank für eure Zeit.
Julian
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