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Female fronted AOR ist in der heutigen Zeit wirklich zu einer Rarität geworden. Einzig manche der großen Rockröhren der Achtziger wie beispielsweise ROBIN BECK beehren uns auch heute noch mit neuen tollen Outputs. Und nun kommt eine absolute Newcomerband aus Österreich um die Ecke und bietet genau das. Allerdings noch einen Tick poppiger und in meinen Augen glatt mit einem leichten Country Einschlag. Dieser liegt aber einzig an Sängerin Patricia Hillinger, die zwar nicht mit einer reinen Rockröhre gesegnet ist, aber eine wirklich verdammt gute Stimme besitzt, die mich eben manchmal an gute Country Sängerinnen erinnert. Wenn sie wirklich rockig klingen will, klappt es nicht ganz, aber das ist nicht all zu oft, denn rocken tun CORNERSTONE nur bedingt. Dazu sind sämtliche Instrumente auch viel zu sehr in den Hintergrund gemischt worden und die gesamte Produktion absolut glatt poliert worden. Gute Stücke haben die Österreicher schon zu bieten. Die Ballade "Right Or Wrong" würde sich auch auf dem Eurovision Song Contest gut machen, da trieft der Schmalz wirklich aus allen Lautsprecherboxen, aber ehrlich gesagt, mir gefällt es. Stücke wie "Rise And Shine" könnten dann fast von der bereits angesprochenen ROBIN BECK stammen, vielleicht mit einem Hauch weniger Keyboards. Das stärkste, weil fröhlichste Stück haben CORNERSTONE dann sogar glatt an die vorletzte Position gepackt. "High And Low" stellt für mich das Highlight des gesamten Albums dar. Fröhliche Melodien und man hört sogar irgendwie die Gitarren. Wie gesagt, das Können der Österreicher ist wirklich vorhanden, mir fehlen aber ein wenig die Ecken und Kanten. Insgesamt bietet CORNERSTONE aber etwas über eine halbe Stunde durchwegs radio-taugliche Unterhaltung, die auch mit einem relativ guten Wiedererkennungswert ausgestattet ist. Denn sie machen tatsächlich etwas, was nicht viele Bands heute machen, sie haben ihren etwas eigenen Stil. Markus
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