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Eine neue Power Metal Hoffnung aus Deutschland ist mit der Heilbronner Band CIRCLE OF SILENCE auf der Bildfläche erschienen. Ihr Labeldebüt „The Blackenend Halo“ hat in der Szene ordentlich Staub aufgewirbelt und durch die zwei vorherigen eigens veröffentlichten Alben hat man sich auch im Underground schon eine große Fanbasis erspielt. Dies wollten wir natürlich näher erörtern und auch ein bisschen über die Zukunft der Band plaudern. Also war es für mich ein großes Vergnügen dem Bassisten und Hauptsongwriter Björn Boehm ein paar Fragen zu stellen. Lest selbst was er uns zur Band, zur Debütscheibe und der Zukunft von CIRCLE OF SILENCE zu sagen hat.
J.P: Hallo Björn, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem Debüt Album beantwortest. „The Blackenend Halo“ ist euer offizielles Labeldebüt bei Massacre Records. Wie zufrieden seid ihr mit der neuen Scheibe? Eure beiden selbstveröffentlichten Alben sind ja auch sehr gut angekommen, aber ich denke nun könnt ihr euch einem wesentlich breiteren Publikum präsentieren, oder?
B.B: Hi Julian, mit der neuen CD „The Blackened Halo“ sind wir sehr zufrieden. Das Gesamtpaket aus Design, Sound und Songs ist uns denke ich sehr gut gelungen. Durch die Zusammenarbeit mit Massacre Records wird die Band natürlich ganz anders wahrgenommen als vorher. Es ermöglicht uns in der Tat viel mehr Personen mit unserer Musik zu erreichen.
J.P: Bevor wir weiter auf das Album eingehen, stell uns doch mal kurz CIRCLE OF SILENCE und die Bandmitglieder vor? Wann habt ihr euch gegründet? Wie habt ihr zueinander gefunden?
B.B: Da hätten wir zum einen unseren Sänger Nick. Er ist immer für einen Spaß zu haben, was sich auch auf seine Ansagen auf der Bühne auswirkt. An den beiden Gitarren hätten wir da den Tobi und den Chris. Hinter dem Schlagzeug sitzt bei uns der Pit. Er kam über den Nick zu COS, da er bereits vorher mit ihm in einer Band gespielt hat. Der Zeitpunkt seit dem COS als richtige Band existieren kann ich auf Anfang 2006 datieren. Davor war alles mehr oder weniger eine Spielerei von Tobi und mir. Es wurden bis dahin ein paar Sampels und erste Songs geschrieben. Ende 2005 / Anfang 2006 kamen dann noch Nick, Chris und Pit hinzu und das Line-Up war somit komplett. Lustiger weise haben wir Nick und Chris am gleichen Tag auf dem Metal-Inside Festival in Bonfeld getroffen.
J.P: Kommen wir zurück zu „The Blackenend Halo“, inwieweit unterscheidet sich das Album von euren beiden vorherigen Werken? Habt ihr euern Stil ein wenig angepasst? Mit einem Label im Rücken hattet ihr bestimmt ganz andere Möglichkeiten was die Produktion anging, oder?
B.B: Ich denke „The Blackened Halo“ ist etwas härter ausgefallen als die ersten beiden CDs. Eine bewusste Änderung im Sound wurde aber nicht vorgenommen. Im Gegenteil, dass was auf der CD zu hören ist, ist meiner Meinung nach, der natürliche Entwicklungsprozess der gesamten Band. Das Label spielte bei der Produktion des Albums keine Rolle, da zum Zeitpunkt der Produktion noch nicht klar war, ob die CD überhaupt über ein Label veröffentlicht wird. Wir haben uns erst nach Beendigung der Aufnahmen um ein passendes Label bemüht.
J.P: Wer hat denn das coole Plattencover entworfen? Ein Endzeitthema ist ja immer recht cool! Apropos Endzeitthema, zieht sich das auch durch die Platte, bzw. gibt es generell eine Art roter Faden bei den Tracks?
B.B: Das Artwork stammt von Vitaly Alexius, einem Künstler aus Kanada. Seine Art Endzeitthemen darzustellen hat uns fasziniert. Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Artwork von „The Blackened Halo“, es ist richtig geil geworden. Das Thema „Ende“ zieht sich schon durch das Album, wenn man sich die Texte durchliest. Einen bewussten roten Faden gibt es allerdings keinen. Jeder Song bekommt den Text der am besten von der Stimmung her zu ihm passt.
J.P: Kommen wir mal zu ein paar Songs. Als Anspieltipps habe ich bei meiner Rezension die Songs “Synthetic Sleep”, “The Blackened Halo” und “Until the Worlds collide” genannt. Diese sind richtige Brecher geworden, wie ich finde. Gerade die beiden letzten Nummern sind kleine Gesamtkunstwerke wo auch ein bisschen etwas progressives raus scheint. Kannst du uns zu den Songs etwas sagen? Hast du eigentlich irgendwelche Lieblingsnummer auf der Platte?
B.B: Die von dir angesprochenen Songs, sind auch meiner Meinung nach Highlights auf dem Album. Der Text zu „Synthetic Sleep“ hat beispielsweise das Cover-Design maßgeblich beeinflusst. „Until The Worlds Collide“ hat über 1 Jahr gedauert bis er komplett fertig war. Es gab ca. 3-4 fertige Versionen von dem Song. Selbst als wir schon im Studio waren haben wir noch 1-2 Riffs umgeschrieben, was für uns eigentlich sehr untypisch ist. Der Titelsong „The Blackened Halo“ hat einen ziemlich ausladenden Solo-Part, was ihm wohl diesen leicht progressiven Touch verleiht. Was den Song aber aus meiner Sicht zu einem Highlight macht ist der Text sowie die Gesangslinie im Chorus. Live ist der Song bisher ebenfalls sehr gut angekommen. Neben den von dir erwähnten Songs gehören auch „The End“ und „Exception“ zu meinen Favoriten. Die beiden Songs haben einen ziemlichen coolen Drive.
J.P: Wie würdest du selbst euren Stil beschreiben? Ich habe ihn mit Heavy/Power Metal mit einem Touch Thrash oder auch Progressivität verbunden und euch mit so deutschen Bandgrößen wie RAGE oder BRAINSTORM verglichen. Kannst du damit leben? Oder habe ich mich damit jetzt total in die Nesseln gesetzt. : - )
B.B: Wenn man das Ganze von außen betrachtet, kann man diesen Vergleich wohl so stehen lassen. Wobei solche Vergleiche immer sehr schwierig sind. Intern legen wir keinen großen Wert darauf ob ein neuer Song eher nach Band A oder B klingt. Wir wollen nach COS klingen und ich denke das ist uns wieder ziemlich gut gelungen. :-) Wenn ich unsere Musik beschreiben müssten, würde ich einfach sagen „rifforientierter Power Metal“.
J.P: Euer Sänger Nick hat ja ein beeindruckendes Organ, zusätzlich scheint er ja der heimliche Comedian in der Band zu sein, wenn man eurer Homepage glauben mag : - ). Da gibt es doch bestimmt ein paar lustige Anekdoten aus dem Albumproduktionszeitraum zu berichten, oder?
B.B: Ja er ist schon ein Spaßvogel und ein verdammt guter Stimmenimitator. Während der Studio Zeit wurde zwar auch der ein oder Spaß gemacht, jedoch stand auch nicht unbegrenzt Zeit und Geld zur Verfügung, weshalb wir uns doch eher auf die Arbeit konzentriert haben. :-)
J.P: Du wirst ja selbst auf der Bandhomepage als Songwriter vorgestellt. Machst du dieses ganz alleine, oder teilt ihr euch das auf? Wie kann man sich den Songwriting Prozess bei euch vorstellen?
B.B: Das Songwriting mache ich nicht alleine. Das Hauptsongwriting wird von Chris, Tobi und mir gemacht. Wenn das musikalische Grundgerüst eines Songs fertig ist, versuche ich einen passenden Text zu finden, was teilweise mehrere Wochen dauern kann. Ist ein Song soweit, dass er geprobt werden kann, wird er vorher in einer Art Vorproduktion aufgenommen. Anhand dieser Vorproduktion kann jeder für sich den Song anhören und einstudieren. Im Proberaum erfolgt dann der Feinschliff und es wird das Arrangement sowie einige Riffs oder Schlagzeug-Passagen überarbeitet. In dieser Phase arbeiten wir komplett als Band um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
J.P: Ein Lob für eure Internetseite, die finde ich sehr gut gemacht. Was mich momentan immer interessiert, wie wichtig glaubst du ist es heutzutage einen guten eigenen Internetauftritt zu haben? Oder reicht eine einfache MySpace Seite aus?
B.B: Danke, das Lob werde ich gerne weitergeben. Die Seite wird allerdings gerade umgebaut um noch mehr auf aktuelle Themen im Internet eingehen zu können. Ich denke es ist heutzutage generell extrem wichtig für eine Band sich im Internet gut zu präsentieren. Eine Standard-MySpace-Seite reicht da bei weitem nicht mehr. Zumal ich denke, dass MySpace sich gerade sowieso auf einem absteigenden Ast befindet. Was wir persönlich gerne nutzen sind die Plattformen Facebook und Twitter. Um sich möglichst professionell zu präsentieren kommt man heutzutage nicht daran vorbei sich mit diesem Thema zu befassen. Deine Songs können spitze sein, aber wenn dich niemand wahrnimmt, hilft der beste Song nichts.
J.P: Was steht denn in der nächsten Zeit an? Gibt es Tourpläne? Wie sieht eure weitere Zusammenarbeit mit Massacre Records aus? Ich finde ja, dass das Label perfekt zu eurem Stil passt!
B.B: Mit Massacre Records haben wir denke ich tatsächlich das perfekte Label für unsere Musik gefunden. Die bisherige Zusammenarbeit war sehr gut. Jetzt sind wir aber natürlich gespannt wie die CD ankommt bzw. wie gut sie sich verkauft. Tourpläne gibt es noch keine. Da ein Großteil der Band sehr zeitaufwendigen Berufen nachgeht, muss man immer schauen was möglich ist. Wir sind aber immer und überall auf der Suche nach Konzerten um möglichst viele Metal-Fans erreichen zu können mit unserer Musik.
J.P: Vielen Dank Björn für deine Zeit und die interessanten Antworten! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Viel Erfolg mit eurem Label Debütalbum.
Julian
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