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Band: Bob K Album: Fragile Spielzeit: 49:43 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Liljegren Records/Music Buy Mail Homepage: www.myspace.com/bobkpropaganda VÖ: 07.03.2011 Wertung: 5,5 von 10 “BOB K is Swedsish melodic bombastic melodic arena rock” wird im Promobeipackzettel großspurig angepriesen.
ÄÄHMM, ja genau! Und die Hörerschaft kauft das Produkt blind, aufgrund dieser großartigen Kategorisierung. Für mich spielen Bands wie z.B. FOREIGNER, TOTO, JOURNEY, BON JOVI etc. Melodic Arena Rock.
BOB K bestehen aus: Peter Dalhoff - lead vocals, keyboards Lorens Palmgren - synthesizers, vocals Jonatan Samuelsson – guitar, vocals Tjet Pipars - bass, vocals Adam Börjesson - drums, vocals Fredrik Nelson - guitars, vocals
„Fragile“ ist der Zweitling der Band und bei Fans der o.g. Gruppen dürften die 6 Bobs gnadenlos abstinken. Mit solchen Promotionphrasen tut man einer Band nicht immer einen Gefallen und braucht sich, bei einem Nichterfolg, nicht weiter wundern und fragen woran es denn gelegen haben könnte.
Die Schweden von BOB K orientieren sich an britische Gruppen wie MUSE, COLDPLAY und U2. Klar besonders letztgenannten füllen Arenen, aber wie schon vorher geschrieben, meine persönliche Definition sieht anders aus. Zu den britischen Einflüssen kommt noch eine gehörige Emo Schlagseite. Hört sich im ersten Moment komisch an und ist es auch. Peter erinnert mich mit seinem melodischen/melancholischen Gesang des öfteren an den jungen Bono und ist ganz klar der stärkste Posten der Gruppe. Von der instrumentalen Seite passiert nichts besonders Aufregendes, außer das die Songs furchtbar mit Keyboards und Synthies zugekleistert sind. Die Songs sind fast alle sehr ruhig und atmosphärisch gehalten. Zu selten wird mal richtig ausgebrochen und die Rockkeule hervorgezogen. Das Material dümpelt irgendwo zwischen Pop und Rock und könnte auch auf WDR 2 laufen. „Fragile“ erinnert mich zu stark an die britischen Vorbilder- aber in schlecht - und kann sich nicht in Szene setzen.
Dabei ist der Opener gar nicht mal so schlecht. „Morningstar“ erinnert mich von der Melodieführung und dem Gitarrenspiel sehr an älteres U2 Material. Es wird auch noch nicht so sehr auf die Melancholietube gedrückt. Man kann den Track als guten Rocksong werten. Das darauffolgende „Save Me“ geht auch als angenehmer Rocksong durch. Aber langsam lässt sich erahnen, dass das Keyboard sich gegenüber der Gitarre im weiteren Spielverlauf der CD durchsetzen wird. Das kurze Intro „High Horses“ leitet meinen persönlichen „Favoriten“ der Platte ein. „Coma“ hätte auch auf der letzten MUSE stehen können, als Hiddentrack mit der Nummer 12.00987 – damit auch ja kein Zuhörer bis zu diesem Track vorskipt. Der Song ist so etwas von langweilig arrangiert. Zum Ende des Songs erfolgen noch ein paar Screams, so dass man die Augenlider wieder aufschlägt. „Embrace“ ist hymnisch und orchestral arrangiert, mit Streichersamples unterlegt, und darauf setzt Dalhhoff seinen pseudo - pathetischen Gesang. Die restlichen 6 Songs sind an Belanglosigkeit und Langeweile nicht mehr zu überbieten. Billige Synthieklänge, gezwungener Weltschmerz Gesang, und ideenloses Songwriting dominieren den Rest des Longplayers. Es hört sich alles an, als ob ich einen MUSE, COLDPLAY und U2 Sampler, mit deren schlechtesten Output laufen habe.
Trackliste:
01. Morningstar 02. Save Me 03. High Horses (segue) 04. Coma 05. Embrace 06. Stalker 07. Falling 08. Crash And Break 09. RWD 10. It's Time To Go 11. Broken Dreams 12. Heaven
„Fragile“ ist einfach ein langweiliges und identitätloses Stück Kunststoff.
Ich brauch die Scheibe nicht in meinem Regal und stelle mir gerade die Frage: WER? 5,5 Punkte. Götz
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