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Band: Bloodbound Album: Unholy Cross Spielzeit: 50:10 min Plattenfirma/Vertrieb: AFM Records/Soulfood Veröffentlichung: 18.03.2011 Homepage: www.bloodbound.se oder www.myspace.com/bloodboundonline Wertung: 9 von 10 Drei Studioalben seit ihrer Gründung im Jahre 2004 veröffentlichten die Schweden BLOODBOUND. Seit ihrem Debütalbum „Nosferatu“ aus dem Jahre 2006 konnte man bislang nur positive Kritiken für die veröffentlichten Werke sammeln. Leider gab es bislang aber auch einige Besetzungswechsel zu vermelden. Der Sängerposten entwickelte sich zum Schleudersitz und nachdem der Ursprungssänger Urban Breed erst aus und dann später noch einmal einstieg, als Ersatz wurde für die Zwischenzeit der Deutsche Michael Bornmann (Ex JADED HEART) verpflichtet der aber aufgrund seiner anderen Verpflichtungen nicht weitermachen konnte, wurde es nun Zeit für einen neuen festen Sänger. Patrik „Pata“ Johansson heißt der neuen Mann am Mikro, der auf dem mir nun vorliegenden vierten Album „Unholy Cross“ seinen Einstand feiert. Die weiteren Bandpositionen sind unverändert und werden weiterhin von den Gründern Tomas Olsson (Gitarre) und Fredrik Bergh (Keyboard) sowie Henrik Olsson (Gitarre), Anders Broman (Bass) und Pelle Akerlind (Schlagzeug) besetzt. Live ist die Band ebenfalls fleißig, denn eine eigene Europatour in diesem Jahr ist geplant und für einige Festivals ist man ebenfalls schon gebucht. Laut Promoinfo möchte man mit der neuen Platte wieder zurück zum ursprünglichen, melodisch geprägten Sound, nachdem der letzte Longplayer „Tabula Rasa“ eher moderner ausgelegt war. Zurück zu alten Tugenden mit neuem Sänger also. Wir werden nun zusammen herausfinden ob das Experiment gelungen ist und ob sich die Platte in die bisher hervorragende Diskographie einreihen kann. Als erstes wird uns mit dem Opener „Moria“ gleich mal gezeigt wo der metallische Hammer hängt. Eine hymnische Eröffnung mit Chorgesängen unterlegt mit dem Gesang von neu Fronter Patrik eröffnet die Nummer, bevor die Stakato Riffs und das tighte Drumming einsetzen. Der Chorus, der einen später erwartet, ist einfach göttlich und gehört mit zu dem Besten was man hier hören wird, soviel schon mal vorweg. Power Metal Freaks kommen hier wirklich voll auf ihre Kosten, in der letzten Zeit habe ich kaum einen bessern Opener gehört! Und es geht richtig klasse weiter. „Drop the Bomb“ ist ein Power Metal Stampfer vor dem Herrn, der ordentlich zum Rübe schütteln auffordert. Wieder diese krachenden Stakato Riffs, wieder die gut eingesetzten mehrstimmigen Chöre und wieder ein klasse Chorus. Die Jungs wissen wirklich wie sie ihre Fans begeistern können. Live dürfte die Nummer ziemlich abgehen! Beim folgenden „The Ones We Left Behind“ geht es richtig druckvoll weiter. Der Midtemposong geht zwar ein wenig langsamer zu Werke, was aber der Power keinen Abbruch leistet. Hervorheben muss ich hier auch mal die Gesangsleistung von Fronter Patrik. Seine Stimme passt wie die Faust aufs Auge zu BLOODBOUND und man kann nur hoffen dass der ständige Sängerwechsel nun endlich der Vergangenheit angehört. Klasse Leistung Patrik! Ein weiterer Midtemposong Stampfer dieser Art erwartet uns mit „In For The Kill“. Die Gitarren sägen was das Zeug hält, der Bass pumpt im Hintergrund und der Gesang ist kraftvoll und manchmal auch ein wenig aggressiv. Schneller wird es wieder bei „The Dark Side of Life“ Ausgestattet mit einem super Chorus und mit krachenden Riffs weiß die Nummer absolut zu überzeugen. Innovativität darf man hier natürlich nicht erwarten, aber ich glaube das will man hier auch gar nicht. Mit „Brothers of War“ hat man sich eine schöne Halbballade für den Schlussteil aufgehoben die sich auch absolut hören lassen kann. Sänger Patrik kann hier wieder zeigen, dass er genau der richtige für BLOODBOUND ist. Abgeschlossen wird die Scheibe dann mit dem Titelstück „Unholy Cross“. Hier zeigen die Jungs noch mal alle Facetten ihres Spiels. Messerschafe Riffs, stampfender Rhythmus und ein geiler Chorus. Ein starker Abschluss des neuen Werkes „Unholy Cross“.
Anspieltipps:
Hier fällt es mir nicht schwer den Opener „Moria“, „Drop the Bomb“ und das Titelstück „Unholy Cross“ zu nennen.
Fazit :
Asche über mein Haupt, bislang waren mir BLOODBOUND absolut kein Begriff. Das hat sich jetzt aber grundlegend geändert. Die Jungs haben mit ihrem vierten Album bewiesen das sie auch dauerhaft in der Liga der ganz Großen mitspielen können. Mit ihrem neuen Label AFM im Rücken sollte es ihnen auch möglich sein, sich eine breitere Fanbasis erspielen zu können und sich bekannter zu machen. „Unholy Cross“ ist ein Power Metal Meisterwerk geworden und jeder, dessen Herz auch nur ein bisschen für diese Stilrichtung steht, sollte hier auf jeden Fall reinhören und auch zuschlagen. Der neue Sänger Patrik macht seine Sache hervorragend und überzeugt auf ganzer Linie. Die etwas schwächeren Stücke auf dem neuen Werk sind zu verschmerzen, denn in der Gesamtheit ist den Jungs von BLOODBOUND ein starkes Album gelungen. Dieses ist mir abschließend auch 9 Punkte und erneut der Einzug in unsere Hall of Fame wert!
Trackliste:
01. Moria 02. Drop The Bomb 03. The Ones We Left Behind 04. Reflections Of Evil 05. In For The Kill 06. Together We Fight 07. The Dark Side Of Life 08. Brothers Of War 09. Message From Hell 10. In The Dead Of Night 11. Unholy Cross
Julian
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Band: Bloodbound Album: Tabula Rasa Spielzeit: 40:56 min. Plattenfirma/Vertrieb: Blistering Records/Edel Homepage: www.bloodbound.se oder www.myspace.com/bloodboundonline Wertung: 9,5 von 10 Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht in Bezug auf den neuen BLOODBOUND-Silbertaler “Tabula Rasa”. Die gute ist, Originalsänger Urban Breed ist zurück und veredelt die neuen Stücke mit seiner enorm gereiften Stimme. Die schlechte Nachricht ist, dass Ihr wohl mal wieder den Geldbeutel rauskramen und ein paar Schleifen dafür hinlegen müsst. Die dritte Langrille der Schweden ist ein riesiger Sprung nach vorne, was sowohl die Songs und Gesang als auch Sound angeht. Die unüberhörbaren Vorbilder IRON MAIDEN und W.A.S.P. des Debüts sind weitestgehend verschwunden und die etwas zu softe Ausrichtung (lag es vielleicht an Michael Bormann?) von “Book Of The Dead” ist wie weggeblasen. Das einzige, was jetzt noch bläst, sind die Boxen, denn der neue Streich ist umwerfend fett produziert und gibt Übersongs wie “Dominion 5”, “Night Touches You” oder dem Titeltrack den richtigen Rahmen, so richtig zu ballern. Die Scheibe ist geprägt von Stakkatto-Riffs und wunderschönen Melodien, die sofort ins Ohr gehen und auch nach längerer Zeit noch da bleiben, wo sie hingehören – im Kopf bzw. im Genick! Shouter Urban Breed hat das einzig richtige getan, hat seine Solopläne erstmal an den Nagel gehängt und ist erstarkt wieder in den BLOODBOUND´schen Hafen zurückgekehrt. Seine Rückkehr beschert “Tabula Rasa” neben den richtig geilen Songs auch eine Gesangsperformance, die fast schon an einen gewissen JORN LANDE grenzt. Absolut genial. Ich hoffe, dass es jetzt auch aufgrund des neuen Labels Blistering Records im Rücken für die Schweden so richtig losgehen kann: BLOODBOUND haben mit “Tabula Rasa” ihren Teil dazu beigetragen, denn die Scheibe ist ein tonnenschwerer Hammer – jetzt seid Ihr dran, um ihnen den Erfolg zu bescheren, den sie verdienen. Stefan
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Band: Bloodbound Album: Book Of The Dead Spielzeit: 56:31 min. Plattenfirma/Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood Vergleichbare Bands: Hammerfall, Helloween Homepage: www.bloodbound.se oder www.myspace.com/bloodboundonline Wertung: 8,5 von 10 Nach einigen Line-Up Wechseln sind BLOODBOUND nun mit ihrem zweiten Longplayer zurück um mit uns im Buch der Toten zu blättern. Die wohl „wichtigste“ Änderung auf der Besetzungsliste ist der Ausstieg von Sänger URBAN BREED, der die Band vor einiger Zeit verließ, um sich seiner Solokarriere zu widmen. Nach fünf Monaten auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger kreuzten sich die Wege mit keinem geringeren als MICHAEL BORMANN (Ex-JADED HEART, RAIN, Ex-BONFIRE, Ex-CHARADE u.v.m.). Wer das Debüt der Schweden kennt wird jetzt vielleicht ganz verdutzt schauen, aber ich kann Euch versichern, dass Mr. BORMANN hervorragend zum Sound von BLOODBOUND passt. Es ist immer wieder verblüffend wie es der begnadete Sänger schafft, auf der einen Seite einzigartig und unverkennbar zu agieren, aber dennoch extrem vielseitig zu sein. Auch im Songwriting hat sich der Fünfer gesteigert, denn die Songs sind diesmal noch ein wenig ausgefeilter und dennoch verlieren BLOODBOUND nichts an ihrer Eingängigkeit. Ich finde die aktuelle Scheibe auch um einiges eigenständiger als „Nosferatu“, was vielleicht wiederum mit dem Sängerwechsel zu tun hat. Meine Anspieltipps für Euch wären der Opener „Sign Of The Devil“, „The Tempter“, „Lord Of Battle“, „Flames Of Purgatory“ oder das an alte Helloween erinnernde „Into Eternity“. Nicht gerade wenig, aber das spiegelt die hohe Qualität der gesamten Scheibe wieder. BLOODBOUND haben sich mit „Book Of The Dead“ enorm gesteigert rütteln am ganz stark am Power-Metal-Thron. Stefan
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