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Band: Blackguard
Album: Firefight
Spielzeit: 43:36 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Victory Records
Homepage: www.myspace.com/blackguard
VÖ: 29.03.2011
Wertung: 3,5 von 10
Endlich mal ein Geheimtipp für alle Anhänger von Bands, welche komplett ohne eigene Identität auskommen und die sich auf eine unverschämte Art und Weise aus dem Fundus von erfolgreichen Bands bedienen.

Die franko-kanadischen „Krachmaten“ von BLACKGUARD sind schon ein komischer Haufen. Zu Beginn ihrer Karriere spielten sie noch fiesen Black Metal und das Album „Profugus Mortis“ zeigte eine Weiterentwicklung Richtung Pagan/Folk Metal. Diesen spielten sie auch recht ordentlich und gefielen mir gar nicht mal so schlecht.

Jetzt sind die Montrealer bei Victory Records gelandet und stoßen dem geneigten Hörer mal kräftig vor den Kopf. Es gibt zwar eine kleine Rückbesinnung zur Anfangsphase, sprich Black Metal, aber diese ist nur im gesanglichen Bereich auszumachen. Vom Sound öffnen BLACKGUARD eine weitere Tür, schließlich wäre es ja ziemlich albern eine musikalische Ausrichtung konsequent weiter zu verfolgen. Mit dieser Strategie werden die Jungs und das Mädel ihre bisherige Anhängerschaft  vergraulen und es ist mehr als fraglich, ob sie mit der neuen Soundanbiederung, weitere dazu gewinnen können.

Anno 2011 greit die Combo auf Material des CHILDREN OF BODOM Backkatalog zurück  und lassen nur noch imaginär ihre Folk Metal Roots durchschimmern. Dabei machen sie auch noch den Fehler, sich auf  Songs der späteren COB Schaffensphase zu fokussieren, anstatt die grandiosen Erstlinge als Inspirationsquelle zu nutzen. Ähhmmm … Entschuldigung, ich meine nicht Inspirationsquelle, denn BLACKGUARD kopieren 1:1, ohne auch nur ein klein bisschen Eigenständigkeit mit einfließen zu lassen. Natürlich erreichen sie dabei zu keiner Sekunde die Klasse von COB.

Das BLACKGUARD ihre Instrumente beherrschen, zeigen sie über die komplette Spielzeit des Langeisens. Auch das Gekreische/ die Growls von Paul Ablaze passt/passen gut zu den schnell vorgetragenen Songs. Ich verstehe es einfach nicht, warum eine Band, welche durchaus Potential hat, sich lieber auf das unverschämte Klauen/Kopieren beschränkt.

Trackliste:
1- Tephra
2- Firefight
3- Farewell
4- Wastelands
5- Cruel Hands
6- Iblis
7- The Fear Of All Flesh
8- A Blinding Light
9- The Path
10- Sarissas

Ich beende auch hiermit die Rezension, denn ich mag überhaupt nicht weiter auf eine Combo eingehen, die  sich so dreist bei anderen Gruppen bedient.

Das nächste Album von BLACKGUARD steht auch schon in den Startlöchern. Haupteinfluss werden RIGHT SAID FRED sein und der Titel lautet „Sexy Shirt Massacre“.

„Firefight“ ist ärgerlich, unverschämt, pure Rohstoff- und Zeitverschwendung. 3,5 Punkte.
Götz

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