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Band: Bilocate Album: Sudden Death Syndrome Spielzeit: 51:26 Genre: Oriental Death Metal / Doom Metal Plattenfirma / Vertrieb: Kolony Records VÖ: 10.12.2010
Wertung: 9,5 von 10 Punkten Um es kurz zu machen, man kann BILOCATE zu ihrem zweiten Longplayer nur gratulieren. Die aus Jordanien stammende Band um die beiden Brüder Ramzi und Waseem EsSayed hat mit SUDDEN DEATH SYNDROME, einem äusserst originellen Mix aus dunkelstem Death Metal inklusive einem starken Anteil Doom, ein absolutes Meisterwerk eingespielt. Die extrem dicht-dunkle Athmosphäre lässt einen von Anfang an nicht mehr los, man will förmlich wissen wie es von Stück zu Stück weitergeht. Ohne viel „Worte“, oder sagen wir mal geröchelte Growls zu verlieren, schafft es die 6-köpfige Band von Anfang an den Hörer in die Untiefen der jordanischen Höllenschlunde zu ziehen. Zwischen dem orientalisch anmutenden Intro und dem ähnlich klingenden Outro hören wir eine der abwechslungsreichsten Scheiben dieses Jahres. BILOCATE haben keine Angst davor verschiedendste Stilrichtungen und Instrumente in ihre Musik zu integrieren, und den Hörer damit in verschiedenste Gemütslagen zu versetzen. Der 17minütige Oberhammer „Blooded Forest“ zieht sich anfänglich zäh wie Lava dahin, die langgezogenen Stöhn-Growls von Ramzi Essayed tun ihr übriges um Dich in tiefster Dunkelheit nach dem Lichtschalter suchen zu lassen...steht da wirklich keiner hinter mir? Zwischendurch ein kurzes Break , von weither ertönt ein Klavier, engelsgleiche Chöre...dann fühlt man sich plötzlich an den Basslauf aus dem „Rime Of The Ancient Mariner“-Mitteteil von Maiden erinnert. Klar, das Rad können Bilocate auch nicht neu erfinden, hier und da wird abgekupfert, doch die zähe aber gut schmeckende Death-/Doom-Suppe zieht sich sehr kurzweilig über die Zeit und mit „The Dead Sea“, dem erhabenen „Ebtehal“, „Inoculate“ und „Pure Wicked Sins“ warten schon die nächsten Stücke auf ihre Entdeckung. Auch textlich haben BILOCATE einiges zu bieten. Hier ein Auszug aus „Ebtehal“:
„A new born has touched the earth, He cried from what he had seen A land filled with darkness, filthy blood spread on his hands You took his soul from me, an angel he better be To serve you lord forever and watch my land to burn... „
Obwohl SDS bereits im Jahre 2008 fertiggestellt, hierzulande aber nicht erhältlich war, sollte man meinen dass hier ein Bezug zur momentanen Lage in der arabischen Welt besteht. Dies aber nur am Rande.
Mein Fazit: Eine rundum gelungene harte Death-/ Doom Scheibe mit orientalischen Einflüssen wartet auf ihre Entdeckung. Lasst Euch das Teil nicht entgehen.
Die Band:
Vocals: Ramzi Essayed Guitars: Rami Haikal Guitars: Baha Farah Bass: Hani Al Abadi Keyboards: Waseem Essayed Drums: Ahmad Klob
Die Tracks:
1. Humans and the Dark Affiliation 2. Blooded Forest 3. The Dead Sea 4. Ebtehal 5. Inoculate 6. Pure Wicked Sins 7. The Stone Of Hate
Pro:Kein Dauergeknüppel, sondern Härte mit Verstand und viel Abwechslung. Contra:Kann kein Contra finden, einzig das Solo in „Ebtehal“ kommt sehr bekannt vor...
Bernd
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