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Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

BETZEFER, Stepfather Fred & Motorboat Driver

Ingolstadt, Paradox, 29.06.2011

Es ist Mittwoch, der 29.06.2011 und eine der größten und besten Metalbands Israels BETZEFER wird in Kürze mitten in Oberbayern das beschauliche Ingolstadt in ein Schlachtfeld verwandeln. Schade, dass dies kaum einen interessiert, denn die Besucherzahl im Paradox ist an diesem Abend sehr überschaubar und dürfte nicht mehr als 30 Nasen zählen. Diese bekommen dann aber bestes Entertainment geboten.

Motorboat Driver 1 Motorboat Driver 2
Motorboat Driver 3

Bereits die erste Vorband MOTORBOAT DRIVER aus Dingolfing kann um kurz nach 20.00 Uhr für gehobene Stimmung sorgen. Denn die Jungs zelebrieren ihren Old School Thrash Metal, der Erinnerungen an selige SLAYER & Konsorten wach werden lässt, mit einer Insbrunst und einer Wucht, dass es eine Freude ist. Rasend schnelle Gitarrensoli der beiden Gitarristen Stutz und Christoph wechseln sich mit hammerharten Grooveparts ab und auch der Gesang von Sänger Pat kann überzeugen. Dazu beweisen die Niederbayern Humor, denn sie benennen ihre Stücke eiskalt „Leberkaas Guglhupf“ oder „Lederleggins“. Allerdings kann mich „Cryostatic Sleep“ am ehesten überzeugen. Fein, dass mir die Jungs danach auch einfach ihr Demo in die Hand gedrückt haben. Dann kann ich mich noch intensiver mit ihnen beschäftigen – das Ergebnis lass ich natürlich in unsere Review-Sektion einfließen.

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Übrigens könnt ihr diese Fotos (und immer einige mehr) in größerer Qualität auf unserer Facebook Seite unter http://www.facebook.com/pages/Rockingboy-Webzine/204021336274967 ansehen. Und wer Infos über MOTORBOAT DRIVER braucht und in die Songs reinhören will, kann dies gerne unter http://www.myspace.com/music/charts#!/motorboat-driver tun.

Nach einer kurzen Zigaretten- bzw. Umbaupause traten dann STEPFATHER FRED während eines atmosphärischen Intros auf die Bühne und legten einen intensiven Auftritt hin. Mit Thrash Metal hatten sie als einzige Band an dem Abend aber nicht viel zu tun und genau das war sehr wohltuend, denn die Melange aus Metal Riffs, einem Hauch Punk, modernen Einflüssen und verdammt viel Groove schmeichelte nicht nur meinen Ohren.

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Stepfather Fred 3
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Während Gitarrist Simon wie ein wild gewordener Derwisch über die Bühne fegte, stellte Sänger Basti mit einer kraftvollen Performance den Mittelpunkt dar. Drummer Wili legte tight den Grundstock für einen gelungenen Auftritt. Da ihr eigentlicher Bassist leider an EHEC erkrankt war, kam Ersatz zum Zug, dessen Namen ich leider vergessen hab (Sorry, Sorry, echt peinlich), der aber mehr als nur eine tolle Leistung bot. Richtig Eindruck hinterließ auch das Songmaterial bei mir, denn Stücke wie „Like Dynamite“ oder „Slut“ boten eine ansprechende Mischung aus ruhigeren Zwischentönen und energiegeladenen Eruptionen, die die Ohren flattern ließen. Diese Band aus Mindelheim muss man einfach im Auge behalten. Oder besser noch in den Gehörgängen.

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Absolut pünktlich um 22.00 Uhr betraten dann BETZEFER die Bretter, die die Welt bedeuten und mit dem neuen „Bestseller“ brach dann eine Soundwand auf das Publikum ein, dass es eine wahre Freude war. Unglaublich mit welcher Wucht und Präzision die Israelis ihre Instrumente beherrschen . Einzig Gitarrist Matan Cohen war mit dem Sound seiner Gitarre nicht hundertprozentig zufrieden. Das Publikum schon, haha. Ja, die Hardcore-Thrash Granate aus dem Nahen Osten ist doch perfektionistisch veranlagt und das für gerade mal 30 Leute im Publikum. Dazu kam, dass die Band auch kurze Bekanntschaft mit der bayerischen Polizei machte und ihren Vorrat an Gräsern abgeben musste. Andere Bands wären da voll genervt und geben sich dann die Kante, nicht so BETZEFER, die lassen ihrer Wut in brutalen Hardcore-Thrash Attacken freien Lauf und hauen uns eine Wand um die Ohren, dass diese bluten. Genau so muss ein Metal Konzert sein, hart, laut, voll in die Fresse.

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Und die Mischung aus Stücken des ersten Albums und dem aktuellen Output „Freedom To The Slave Makers“ passte haargenau. Neben „Backstage Blues“ und „Nothing But Opinions“ aus eben diesem Werk kamen auch ältere Stücke wie „Running Against“ oder „Fuckin' Rock N Roll“ zum Einsatz, wobei besonders letzteres beim Publikum richtig gut ankam. Und so war es kein Wunder, dass nach der Hälfte des Gigs weit über die Hälfte des Publikums headbangte oder zumindest heftig mit dem Kopf nickte. Ich hab übrigens im letzten Teil des Konzerts ebenfalls aufgehört zu fotografieren, um auch meine spärlichen Haare nach oben und unten zu bewegen. Diesem Sog konnte sich keiner entziehen.  

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Und in diesem letzten Teil zogen BETZEFER, allen voran Sänger Avital Tamir noch mal alle Register ihres Könnens. Drummer Roey Berman lief der Schweiß in wahren Sturzbächen runter. Und auch im Publikum hielt es niemanden mehr. „Early Grave“, „Down Low“ und besonders das abschließende „Doomsday“ wurden regelrecht abgefeiert. Somit kann man abschließend nur sagen, dass die meisten Ingolstädter ein richtig geiles Konzert verpasst haben. Selber schuld, alle, die da waren hatten unübersehbar ihren Spaß. Und wer zu den Bands mehr wissen möchte, klickt einfach auf Stepfather Fred oder Betzefer. Und vergesst nicht: Auf unserer Facebook Seite gibt es noch viel mehr Fotos (und in größer ;-)).

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