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BENEDICTUM_-_Dominion_artwork

Band: Benedictum
Album: Domination
Spielzeit: 61:10 min
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Veröffentlichung: 18.02.2011
Homepage: www.benedictum.net
Wertung: 8,5 von 10
Die im Jahre 2005 gegründete Band BENEDICTUM, veröffentlichte im Jahre 2006 ihr Debüt „Uncreation“ welches wie ein Blitz in die Metal Welt einschlug und durchweg positive wie auch euphorische Kritiken einfahren konnte. Im Jahre 2008 erblickte der Nachfolger „Seasons of Tragedy“ das Licht der Welt, welches ebenfalls hervorragende Kritiken einfahren konnte und die Tür zur großen Live Welt für die Band weit aufstoßen konnte. Man tourte mit DORO und war gern gesehener Gast auf den Festivals Wacken und Gods of Metal. Die Anhängerschaft wuchs und wuchs, auch die Ambitionen der Band wuchsen und man entschloss sich das Label zu wechseln und als Exot, bei dem eigentlich für seine Melodic Rock/Metal Acts bekannten Label Frontiers Records, einen Vertrag zu unterschreiben. Dort befindet man sich aber mit dem Power Metal Urgesteinen PRIMAL FEAR in illustrer Gesellschaft.
Beim neuen Label veröffentlich BENEDICTUM nun ihr drittes Werk „Domination“ und wir werden jetzt herausfinden ob es an die beiden hochklassigen Vorgängern anschließen kann. Kurz noch etwas zur Mannschaft selbst, die besteht aktuell nach ein paar Besetzungswechseln aus den Gründern Veronica Freemann (Gesang), Pete Wells (Gitarre) und den neu hinzu gestoßenen Chris Shrum (Bass), Tony Diaz (Keyboard) und Mikey Pannone (Schlagzeug). Nun werfen wir uns aber flugs ins musikalische Getümmel.
Gestartet wird das Album mit dem Titelsong „Domination“. Dieser wird von den fetten Riffs von Pete Wells fast alleine getragen. Kraftvoll fliegen sie uns um die Ohren und spätestens wenn Veronica einzigartiger Gesang einsetzt weiß man, man befindet sich mitten in einem BENEDICTUM Song. Das Ganze wird mit Keyboard Klängen schön aufgepeppt, so dass der Midtemposong einem sehr gut ins Ohr geht. Ein hervorragender Opener, der Lust auf mehr macht.
Weiter geht es mit „At the Gates“ der sich von der Geschwindigkeit her um einiges schneller anfühlt als der Opener. Spätestens im Chorus findet man aber zurück zum Midtempo und erschafft so eine abwechslungsreiche Nummer, die auch aufgrund des Chorus sich zu einem richtigen Brecher entwickelt. Starker Song!
Mit dem folgenden „Seer“ haben wir einen weiteren Midtempotrack der ein bisschen mystisch daherkommt und uns mit seiner Einfachheit und dadurch gute Zugänglichkeit durchaus mundet. Der Chorus ist hier ebenfalls nicht von schlechten Eltern und aufgepeppt durch die Keyboards kann die Nummer die Qualität spielend halten.
In der Mitte des Albums erwartet uns mit „The Shadowlands“ eine mehr zu epische Schiene hin tendierende Nummer. Im Midtempo gehalten, wird uns einer der eingängigsten Chorusse geboten die die Platte zu bieten hat. Das Ganze ist zwar nicht besonders abwechslungsreich und innovativ, mir gefällt die Nummer trotzdem sehr gut. Das klasse Spiel von Pete Wells sollte hier mal hervorgehoben werden.
Mit „Dark Heart“ haben BENEDICTUM einen schmissigen Rocker kreiert, der einfach einen tierischen Groove besitzt. Zum Anfang lernt man mal eine ganz andere Seite von Veronicas Gesang kennen. Guter Chorus, druckvoll gespielt, einfach eine gute Nummer.
Fast am Ende der Platte serviert man uns mit „Loud Silence“ einen Song der nicht so recht ins bisher doch eher düster gehaltene Album passt. Er peppt das Ganze aber ein wenig auf und wird ganz eindeutig vom starken Gesang von Veronica Freeman getragen.
Das, zum regulären Ende, abschließende „Epsilon“ fällt durch seine sehr lange instrumentale Einleitung auf, mir persönlich sagt die Nummer aber nicht so zu. BENEDICTUM haben ihre Stärken einfach bei den knackigen, kurzen Tracks.

Anspieltipps:

Hier sind ganz klar “Dominion”, “At the Gates” und “The Shadowlands” zu nennen. Sie stechen doch am eindeutigsten heraus.

Fazit :

BENEDICTUM waren ja so etwas wie Senkrechtstarter im Heavy Rock Bereich, als sie vor ein paar Jahren die Bildfläche betreten haben. Der Newcomer Bonus ist aufgebraucht und die Band muss nun beweisen dass sie sich auch im Musikalltag behaupten kann. Mit ihrem neuen Werk „Dominion“ gelingt ihnen das ganz gut. Veronicas Gesang ist immer noch einmalig und absolut wieder erkennbar und Petes Gitarrenspiel ist einfach eine Bank. Von daher ist alles im grünen Bereich. Ich finde das Album aber trotzdem irgendwie nicht ganz so stark wie die beiden Vorgänger. Irgendetwas fehlt…das neue Werk “Domination” ist natürlich trotzdem noch eine geile Scheibe und erhält von mir auch zu Recht sehr gute 8,5 Punkte. Fans der Band müssen das Album eh haben, aber auch jeder anderer Heavy Rock Begeisterter sollte das Ganze mal anchecken.

Trackliste:

01. Dominion
02. At The Gates
03. Seer
04. Grind It
05. Prodigal Son
06. The Shadowlands
07. Beautiful Pain
08. Dark Heart
09. Bang
10. Loud Silence
11. Epsilon
12. Sanctuary (Bonus Track)
13. Overture/The Temples of Syrinx (Bonus Track)

Julian
 

benedictum
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Band: Benedictum
Album: Seasons Of Tragedy
Spielzeit: 58:57 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records
Homepage: www.benedictum.net oder www.myspace.com/benedictum
Wertung: 9,5 von 10
WOW!! War schon der Vorgänger „Uncreation“ richtig geil, wird es nun noch besser. Jeder traditionsbewusste Metalhead MUSS dieses Album im CD Regal stehen haben. Hier werden die besten Momente von ACCEPT, SAVATAGE oder auch frühere TESTAMENT zu einem Cocktail vermixt, der auf der Zunge zergeht und die Nackenmuskeln zu verstärkter Aktivität treibt. Sängerin Veronica Freeman hat wahrscheinlich die geilste weibliche Rockröhre auf diesem Planeten, einfach nur überirdisch. Und so ist ihre Reibeisenstimme das Tüpfelchen auf dem i, welches starke Power Metal Granaten wie „Shell Shock“ oder „Bare Bones“ veredelt. Hier heißt es einfach nur Lautstärkeregler voll aufdrehen und die wuchtige Produktion von Jeff Pilson (Ex-DIO, DOKKEN) genießen. Die Double Bass Attacken bei „Beast In The Field“ hämmern die Gehörgänge richtig durch, bevor beim Refrain das Tempo wunderbar verschleppt wird und mit einer geilen Harmonie der Ohrgasmus kommt. Auch die coolen Gitarrenläufe und schlau eingesetzten Keyboard verdienen allerhöchsten Respekt. Diese Scheibe ist für mich das stärkste Metal Album der letzten 2 Jahre. Ihr Meisterwerk heben sich BENEDICTUM aber bis zum Schluß auf. Der 11 ½ minütige Titelsong zeigt, wer die wahren Nachfolger von SAVATAGE sind und stellen so manches NEVERMORE Werk glatt in den Schatten. Es geht zwar leicht gewöhnungsbedürftig mit indisch-anmutenden Klängen los und die Keyboards sind etwas zu dominant, doch dann kriegen die Kalifornier die Kurve und verwöhnen den Power Metal Gourmet mit einem irre atmosphärischen und genial in Szene gesetzten Menü, welches mir prächtig mundet. Hier ist alles drin, Emotionen, Melodien, Härte. Wunderbar!!! Ich bin BENEDICTUM-süchtig. Jawohl.
Markus

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