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Band: Beardfish Album: Mammoth Spielzeit: 52:16 min. Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOutMusic Homepage: www.myspace.com/beardfishband VÖ: 28.03.2011 Wertung: 7,5 von 10 Oh Mann, ich habe mich gerade erst vom grandiosen JOLLY Album erholt und schon kommen InsideOutMusic mit der nächsten Progressive Rock Release um die Ecke geschossen. Mit „Mammoth“ veröffentlichen die Schweden von BEARDFISH bereits ihr viertes Album für InsideOutMusic.
Die Band ging aus der Grungeband WOODERSON hervor, welche 2001 vom Gitarristen Zackrisson und Sänger Sjöblom gegründet wurde. Die erste Veröffentlichung unter dem Namen BEARDFISH erschien 2003 und war das Album „Från en plats du ej kan se“, welches sie selbstfinanziert hatten und auf schwedisch eingesungen wurde. Die Combo kann, inklusive dem aktuellen Album, auf eine recht respektable Veröffentlichungshistorie zurückblicken: - Fran En Plats Du Ej Kan Se (2003) - The Sane Day (2006) - Doppelalbum - Sleeping In Traffic: Part One (2007) - InsideOutMusic - Sleeping In Traffic: Part Two (2008) - InsideOutMusic - Destined Solitaire (2009) - InsideOutMusic - Mammoth (2011) – InsideOutMusic
Die Band stammt aus dem Ort Gävle und setzt sich aus folgende Member zusammen: Rikard Sjöblom - Vocals, guitars, keyboards, percussion David Zackrisson - Guitars, backing vocals, synthesizer Robert Hansen - Bass, backing vocals Magnus Östgren - Drums
Musikalisch hat sich das Quartett dem Progressive Rock verschrieben und fühlt sich durch Bands wie GENESIS, GENTLE GIANT, KING CRIMSON und ZAPPA inspiriert. Von der groben Ausrichtung kann ich dies blind unterschreiben. Sie würzen ihren Sound noch mit einer Portion Hard Rock, Pop und Jazz. Dabei klingen sie herrlich old fashioned und man fühlt sich in die Hochzeit des Progressive Rock zurückversetzt. Mit diesem höchst eigenwilligen Soundgebräu setzen sie sich bewusst zwischen alle Stühle.
Das äußerst komplexe Material wird sehr kompetent dargeboten und sowohl die Instrumentalisierung und der Gesang wissen mir auf Anhieb zu gefallen. Zu einem Stolperstein herausstellen könnte sich die Tatsache, dass man dieses Album definitiv öfter hören muss. „Mammoth“ entfaltet seine Reize nicht nach dem ersten Hören, dafür ist es einfach zu speziell. Die Band geht teilweise so verschachtelt zu Werke, dass man höchst konzentriert zuhören muss.
Gleich der Opener „The Plattform“ startet sehr vertrackt und man hört KING CRIMSON und GENESIS Einflüsse heraus. Der Song verfügt über ein hart rockendes Grundgerüst und Sjöblom's Gesang kommt mit einem rauen, kräftigen Touch durch die Boxen. Ganz im Stile ihrer Vorbilder servieren uns BEARDFISH ein Mini-Epos in Form von „And The Stone Said „If I Could Speak“ - wenn das nicht mal ein großer Aspirant auf den 1. Platz unter der Rubrik „Songtitel des Jahres“ ist. Über 15 Minuten bieten die Jungs dem geneigten Progfan die ganze Palette des Progressive Rocks. Der Track beginnt recht harmlos und erinnert an eine typischen Classic Rock Nummer, inklusive Hammond Orgel. Es gesellen sich spacige Synthies dazu und es entwickelt sich eine lockere Jamsession, die in einen schleichend, treibenden Part übergeht, bei der die Orgel und das Schlagzeug den Song antreiben. Sjöblom singt fast schon so, als ob er den Hörer hypnotisieren möchte und versucht sich auch in höhere Gefilde. Es passiert soviel im Song, dass es schier unmöglich ist, dies alles aufzuzählen. „Tightrope“ erinnert mich an eine Mischung aus SUPERTRAMP und JETHRO TULL. Es folgt mein persönlicher Favorit „Green Waves“. Die Grundstimmung ist recht düster und der Gesang wird aggressiv vorgetragen. Harte Gitarren verleihen dem Song einen metallischen Anstrich. Das Stück ist schon beängstigend eingängig gehalten und erinnert mich an BLACK SABBATH. Danach folgt der instrumentale Jazz Rocker „Akakabotu“, bei dem das Saxophonspiel der Dreh und Angelpunkt ist. Mir gefällt die Mischung aus Prog und Jazz Rock sehr gut. Der Rausschmeißer „Without Saying Anything“, der von einer tollen Keyboard- Orgelarbeit lebt, stellt ein weiteres Highlight dar.
Tracklist: 1.The Platform 2.And The Stone Said: If I Could Speak 3.Tightrope 4.Green Waves 5.Outside / Inside 6.Akakabotu 7.Without Saying Anything feat. Ventriloquist
Man muss ganz klar sagen das Mammoth“ alles andere als massenkompatibel ist. Es hat dennoch seine Reize und wartet mit frischen und eigenwilligen Material auf. Eine klare Empfehlung geht an die Gruppe der Progfans, die DREAM THEATER zu langweilig finden, denn hier passiert alle paar Sekunden etwas.
Obwohl die Songs alles recht stark arrangiert sind und auch gut dargeboten werden, ist mir das Album einfach zu anstrengend und bietet nicht ganz so das Hörvergnügen wie z.B. die aktuelle JOLLY.
Von mir gibt es 7,5, stark verknotete, Punkte. Götz
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