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In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

bangalore choir - cadence

Band: Bangalore Choir
Album: Cadence
Spielzeit: 49:24 min.
Plattenfirma/Vertrieb: AOR Heaven/Soulfood
Veröffentlichung: 24.09.2010
Homepage: www.bangalore-choir.com
Wertung: 7 von 10
Mit ihrem Debüt “On Target” waren BANGALORE CHOIR seinerzeit leider viel zu spät dran, denn als die Platte 1992 veröffentlicht wurde, war Musik wie ihr energischer aber melodischer Hardrock schon ziemlich in der Versenkung verschwunden. Das sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass “On Target” mit seiner blonden (auf der) Bombe, die das Cover zierte, allererste Sahne war. Und dank seiner Neuauflage (ohne Blondine auf dem Cover) ist dieser Rundling jetzt auch wieder erhältlich. Satte 18 Jahre sind seitdem vergangen, aber nachdem viele Fans an David Reece herangetreten waren und ihn unermüdlich nach einem zweiten BANGALORE CHOIR-Album fragten, hat er dieses nach seiner Soloplatte in Angriff genommen. Vom Original Line-Up des Debüts ist neben Reece leider nur noch  Gitarrist Curt Mitchell übriggeblieben, die restlichen Posten wurden aber mit Bassist Danny Greenberg,  Gitarrist Andy Susemihl (auch schon auf David´s Soloalbum zu hören) und Schlagwerker Hans in´t Zandt (VENGEANCE, MAD MAX) kompetent besetzt. Leute, wenn Ihr Euch “Cadence” zum ersten Mal anhört, macht nicht den Fehler, den Erstling als Referenz zu nehmen. Wahrscheinlich haben sich viele einen logischen Nachfolger von “On Target” gewünscht, aber die Zeit ist nunmal nicht stehengeblieben. Wie das Cover schon erkennen lässt, ist die Musik von BANGALORE CHOIR düsterer und bedrohlicher geworden. Naja, so düster dann auch wieder nicht, aber Cover und Musik passen schon gut zusammen. Titel wie “Power Trippin” oder “Martyr” lassen aber erahnen, dass sich was getan hat. Trotzdem sind auch Songs dabei, die das Gesicht etwas aufhellen – z.B. “Sweet Temptation” oder “Survivial Of The Fittest”, einer der besten Songs des Albums. Leider wiederholt sich der Refrain bei “Never Say Goodbye” fast identisch und auch die Riffs sind oft sehr ähnlich. Das ist auch das größte Manko von “Cadence”: die 14 Stücke sind sehr ähnlich gestrickt und lassen mit zunehmender Laufzeit etwas Langeweile aufkommen. Einzeln sind Nummern wie das eben schon erwähnte “Survival Of The Fittest” oder das Gegenstück “Power Trippin” echt geil, aber unterm Strich bleibt für das komplette Album nur ein knappes “Gut”. Hätte mir ein bisschen mehr erwartet, denn seien wir mal ehrlich: mit den alten Platten muss sich jede Band messen lassen, und das ist im Falle BANGALORE CHOIR kein leichtes Erbe.
Stefan
 

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