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@ The boulton theatre

Balance  Japan Pep bit 1
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BALANCE sind zurück. Nach sehr vielen Jahren ohne irgendein Lebenszeichen bescherte uns das Jahr 2009 das außergewöhnlich gute Album „Equlibrium“ und so wurde es allerhöchste Eisenbahn den Sänger Peppy Castro vors Mikro zu holen und ihm ein paar Fragen stellen. Freundlicherweise hat er mir auch einige Fotos zugesandt, die ihr nun exklusiv auf unserer Seite bestaunen könnt. Da es keine aktuellen Bilder gibt, ist es natürlich doch ein kleiner Trip in die Vergangenheit.

M.R.: Hi Peppy, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten. Eben ist euer neues Album „Equlibrium“ erschienen und seit eurem vorherigen Longplayer „in For The Count“ ist doch einige Zeit vergangen. Ich hab gehört, dass du mit MICHAEL BOLTON und KISS zusammengearbeitet hast und dich anschließend auf das Jingle Geschäft konzentriert hast. Was hast du wirklich in den letzten Jahren getrieben?

P.C.: Hi Markus, als erstes möchte ich mich dafür bedanken, dass du mir die Möglichkeit gibst, uns wieder in den Medien zu präsentieren. Ich war immer schon ein Sänger und Songwriter und ich hab niemals aufgehört das zu tun, was ich liebe. Und dies ist Musik zu kreieren. Sogar in den ersten Tagen von BALANCE und über die ganzen Jahre, als ich Alben aufnehmen konnte, arbeitete ich im Jingles Bereich. Wie auch immer, die Leute für die ich arbeitete, wussten ständig, dass die Band an erster Stelle stand. Als ich nun in keiner Band tätig war, begann mein Familienleben und ich zog meinen Sohn zusammen mit meiner Frau groß, die nun vor 3 Jahren von uns gegangen ist (Sie ist an Krebs gestorben, mein herzliches Beilied, Peppy – M.R.). Jingles haben es mir erlaubt ein schönes Leben zu führen und weiterhin meine Songs für mich und andere zu schreiben und gaben mir den Luxus, dass ich zu Hause arbeiten konnte und meine Sohn Jesse aufwachsen zu sehen, der nun 20 Jahre alt ist und ein Monstertalent.

M.R.: Warum hast du dich ansonsten für die Jingles entschieden und nicht dafür eine neue Band oder ein neues Projekt zu starten? Ich glaube Jingles zu machen ist doch eher eine „einsame“ Arbeit. Hast du nicht das Teamwork innerhalb einer Band vermisst?

P.C.: Die meisten Menschen verbinden Jingles mit einem Musiker, der sich „ausverkauft“. Ich kann da gar nicht genug widersprechen. Erstens würden die meisten Musiker und talentierten Songschreiber, etc. nicht mal 5 Minuten in diesem Geschäft aushalten. Nur die größten Talente können in diesem Umfeld überleben. You really have to have your shit down! (unmöglich zu übersetzen – M.R.) All diese Besserwisser in Rockbands, die glauben, nur da sie in einer Band spielen, sind sie „wahre“ Musiker. Sobald jemand zu Hause sitzt und einen Song schreibt und aufnimmt, dann ist dies die Schönheit des Erschaffens. Es ist pur. Denn sobald die Minute kommt, in der sie ihre Privatsphäre verlassen und CDs verkaufen wollen oder Gigs absolvieren etc. und ihren Lebensunterhalt damit verdienen, haben sie bereits in die kapitalistische Gesellschaft gewechselt und sich bereits in einem gewissen Umfang verkauft. Sobald Geld fließt ist es verkauft. Plattenfirmen und Manager haben Künstler schon immer über den Tisch gezogen. Ich habe mich entschieden meinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen und liebe alle Formen und Herausforderungen, die damit einher gehen. Es sind diese Herausforderungen, die mich alle, die Jingles machen, mit Respekt begegnen lässt. Einen erfolgreichen Jingle zu machen ist genau so schwer wie ein erfolgreiches Album aufzunehmen. Du musst einfach gewinnen. Der Wettbewerb ist unglaublich. Bands sind normalerweise Demokratien und so ist es sehr schwer für die einzelnen Mitglieder ihre sämtlichen Ideen zu verwirklichen. Je mehr Talent in einer Band vorhanden ist, umso schwerer ist es für jeden glücklich zu sein. Warum glaubst du, dass so viele Bands auseinander gebrochen sind? Ich spiele Gigs momentan mit BARNABY BYE. Wir haben uns ebenfalls wiedervereint. Wir empfinden alle eine wundervolle Zuneigung zu einander und haben richtig viel Spaß. Wir sind wie eine Familie. Falls das BALANCE Album einige schöne Lebenszeichen von sich gibt, können wir das selbe dort auch machen.

M.R.: „In For The Count“ wurde eben über Rock Candy wieder veröffentlicht. War das entscheidende Punkt, um BALANCE wieder zu beleben?

P.C.: Frontiers Records fragten bei BOB KULICK an und Bob präsentierte alles Doug und mir. Wir stimmten alle zu, da wir das Gefühl hatten, dass Frontiers uns wirklich eine faire Chance geben wollten. Ich bin froh, dass sie es taten, da es wirklich schön ist, dass wir die Möglichkeit zu einem Comeback haben. Und wieder die Herausforderung. Es ist gar nicht so leicht Sachen zu singen, die ich schon viele Jahrzehnte zuvor gemacht hab.

M.R.: Wie hast du die restlichen Mitglieder der Band getroffen? Oder hattet ihr die ganze Zeit über Kontakt?

P.C.: Wir sind immer in Kontakt geblieben.

M.R.: Wer ist eigentlich für das Songwriting und die Texte bei „Equlibrium“ verantwortlich? Wie entsteht ein BALANCE Stück? Könnt ihr euch noch im Proberaum treffen und eine Runde jammen oder sendet ihr eure Ideen per Mail oder wie läuft das ab?

P.C.: Diese Mal war es nicht so wie in den alten Zeiten. Wir haben alle unsere Verpflichtungen und leben doch sehr weit von einander entfernt und so begaben wir uns in unerforschtes Gebiet. Das Internet war sehr hilfreich. Doug und ich waren für die Texte zuständig. Ich war der vorherrschende Teil von uns beiden, da ich die Melodien komponiere. Allerdings hatte auch Doug einige Songs, die seine Babys und Melodien sind. Ich hab dann halt auch noch ein wenig meinen Sermon dazu beigetragen. Bob und Doug hatten noch einiges an Material aus den alten Tagen übrig und da Frontiers wollten, dass wir uns daran orientieren sollten, haben wir sehr viel damit gearbeitet. Ich musste allerdings etwas dazu überredet werden, da ich mich nicht einschränken wollte. Am Ende stimmte ich doch zu. Somit ist dies schon eine BALANCE Zeitmaschine. Ich habe aber auch ein paar Songs auf dem Album, die ich alleine schrieb. So zum Beispiel das bluesige „Who You Gonna Love“ und „Liar“, etc.

M.R.: In meinem Review hab ich geschrieben, dass „Old Friends“ von HARLAN CAGE beeinflusst sein müsste. Es klingt als wäre es auf einem ihrer Alben erschienen. Sieh das bitte als Kompliment, da HARLAN CAGE meine absoluten Helden sind. Was genau sind denn eure Einflüsse?

P.C.: Entschuldige bitte meine Unwissenheit, aber ich noch nie von HARLAN CAGE gehört. Ich werde dies aber nun nachholen. Ich halte es für einen wichtigen Punkt, dass ich versuche, mich so wenig wie möglich von außen beeinflussen zu lassen, da sich jeder Musiker unterschwellig beeinflussen lässt und dies sich auch auf den kreativen Prozess niederschlägt. Ich mag es meine Sachen eher isoliert zu lassen. Meine Einflüsse stammen aus meiner Kindheit und Dingen, die im Laufe meines Lebens erlebt habe. Es sind viel zu viele, um sie aufzulisten.

M.R.: Wurden die Stücke in den letzten Monaten geschrieben oder war dies ein Prozess, der sich über die letzten Jahre hinzog? Es gibt so viel Abwechslung in mitten des Albums, dass ich auf die zweite Möglichkeit wetten würde.

P.C.: Haha. Das meiste, was Bob und Doug geschrieben haben, gab es bereits seit den seligen alten Zeiten und wurde nur überarbeitet. Fast alles, was auf meine Kappe geht, wurde ganz frisch während des Aufnahmeprozesses geschrieben. Somit ist es sehr aktuell und wurde innerhalb der Grenzen komponiert, die wir mit Frontiers vereinbart haben.

M.R.: Was können wir alle in Zukunft von Peppy Castro erwarten? Noch ein BALANCE Album? Oder ein paar Jingles? Oder etwas völlig anderes?

P.C.: Nun du kannst erstmal absolut sicher sein, dass ich niemals eine Imitation meiner selbst werden wollte. So hier also eine „Wäscheliste“ von den Sachen, die in nächster Zeit anstehen.

Mein eigenes Solo Album mit dem Titel: Peppy Castro's Therapy Tour“. Es ist fast fertig und mein gesamtes Herzblut steckt darin. Ich habe mir versprochen es zu vollenden kurz nachdem meine Frau von uns gegangen ist. Ich habe fast alle Instrumente selbst eingespielt, aber mein guter Freund Joey Kramer von AEROSMITH spielt die Drums auf 2 Stücken. Übrigens, Joey spielt auch die Drums bei „Who You Gonna Love“. Wir haben die Schlagzeugspuren in seinem Haus aufgenommen mit dem großartigen Paul Santo als Produzent.

Barnaby Bye's neue Cd ist gerade erschienen und kann bei Itunes.com gefunden werden (). Allerdings ist dies etwas völlig anderes als du bei BALANCE gehört hast. Sehr üppige Gesangsharmonien, die mit eher poppigen Material verbunden sind. Wir bestehen aus den Alessi Brüdern, Mike Ricciardella und meiner Wenigkeit.

Momentan kommt auch meine allererste Band wieder zusammen mit denen ich auch meine erste Hitsingle hatte. Die legendären Blues Magoos. Wir sind wieder im Studio, nur 42 Jahre später.

Dann ist da noch mein Sohn Jesse, der ebenfalls einige Projekte am Laufen hat. Somit bin eigentlich ständig voll beschäftigt.

Tja, dann bleibt mir noch übrig mich für deine Zeit zu bedanken. Ich wünsche dir auch sehr viel Erfolg bei all diesen Projekten und hoffe, dass BALANCE noch mal richtig durchstarten können. Toll finde ich es auch, dass du uns all diese Fotos exklusiv zur Verfügung gestellt hast. Wer auf Melodicrock steht, kommt an BALANCE und Peppy Castro nicht vorbei.

 

Balance with neon
Joey kramer, Peppy, Paul Santos
Balance
Peppy & scott Ian (Anthrax)
Peppy half moon
Marianne Morrison, Joan Jett & Peppy
Schwein schwarz copy klein

ODER  UND 

 

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