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Band: Axxis Album: Utopia Spielzeit: 49:27 min Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records Homepage: www.axxis.de oder www.myspace.com/axxisworld VÖ: 28.08.2009 Wertung: 8 Was haben denn nun unsere Dortmunder Freunde von AXXIS wieder auf die Beine gestellt? Das ist die große Frage. Schließlich war ich vom Vorgänger „Doom Of Destiny“ nicht wirklich begeistert, da mir der Anteil an weiblichem Gesang einfach zu hoch war. Nun „Utopia“ hat diesen auch zu bieten, doch in abgemilderter Form. So ist doch Bernhard Weiß wieder die Stimme von AXXIS. Nach einem atmosphärischen Intro legen AXXIS auch voll los. „Utopia“ erinnert von der Orchestration etwas an Prügelspiele von der Konsole a la Mortal Kombat (oder auch den Film D.O.A.), cool gemacht. Refrain, Strophe, alles bestens, geniales Gitarrensolo und peitschende treibende Drums. Wow!! Definitiv ein absoluter Kracher. Aber Achtung, manche würden sich ein „Back To The Roots“ bei AXXIS wünschen und diesem Wunsch kommen sie nicht nach. Glücklicherweise. Gut, „Last Man On Earth“ hätte im Ansatz auch auf „Paradise In Flames“ gepasst und doch ist einiges anders. Besonders die Drums vom neuen Schlagzeuger Alex Landenburg, die manchmal einen etwas progressiven Touch haben, werten die Songs zusätzlich auf. Und AXXIS trauen sich nun auch auf Deutsch. „Fass Mich An“ hat zwar einen etwas gewöhnungsbedürftigen Text, ist aber ansonsten DAS Highlight der Platte geworden. Hut ab vor solch einer Leistung. Orchestraler Power Metal mit leichtem Gothic Einschlag, der aber in einem typischen AXXIS-Refrain gipfelt. „Sarah Wanna Die“ ist abermals gelungen, ehe mit „Fathers' Eyes“ das Tempo raus genommen wird und sich die Balladenfraktion freuen darf. Ich persönlich finde den Refrain einen Tick zu kitschig, aber das ist Geschmackssache. „The Monsters Crawl“ ist auch nicht mein Ding, hier erinnern mich die Keyboards an MODERN TALKING & Konsorten, außerdem ist der Songaufbau auch nicht so meins, die progressiven Elemente und die doch recht einfache Melodieführung beißen sich in meinen Ohren. Doch schon beim folgenden „Eyes Of The Child“ funktioniert diese Kombination wieder. Ein kleiner Ohrwurm ist AXXIS da gelungen. „Heavy Rain“ ist eher durchschnittliche Kost, „For You I Will Die“ ist sehr progressiv geworden, jedoch mit nervigen Keyboardeinlagen, da wollten sie vielleicht in wenig zu viel, aber das dööd dööd duud duud geht mir auf den Sack. Insgesamt überwiegen allerdings die positiven Eindrücke und mit dem Rausschmeißer „Underworld“ können sie mich wieder voll versöhnen. „Utopia“ ist für jeden AXXIS Fan ein Muss und auch solche, die AXXIS in den letzten Jahren nicht die Beachtung geschenkt haben, könnten von „Utopia“ sehr positiv überrascht werden. Starkes Album.
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