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Nach einer Umbauphase von ca. 40 Minuten, um 21:25 Uhr ertönte das Intro und unter stürmischen Jubel enterten die einzelnen Bandmitglieder von AXEL RUDI PELL die Bühne. Mit dem Opener „Too Late“ der neuen Scheibe „The Crest“ wurde der Auftritt eröffnet. Das Publikum, welches nach der starken Performance von FREEDOM CALL nach mehr lechzte, war sofort zur Stelle. Wie auch auf Platte, zeigte sich das das Stück eine ideale Eröffnung darstellt. Mit dem absoluten Klassiker „Fool, Fool“ ging es weiter. Dieser Gassenhauer wurde vom Publikum dankend angenommen und es wurde fleißig mitgegröhlt oder die Pommesgabeln schnellten förmlich in die Luft! „Devil Zone“ der epischen Midtempo Song von „The Crest“ kam als nächstes. Vorher nutze Johnny die Gelegenheit die Menge zu begrüßen und zum Ausdruck zu bringen, wie sehr sich die Band freut mal wieder in der ROFA zu sein. Beim Stück selbst erhielt das Publikum endlich die Gelegenheit zu beweisen dass auch sie singen können und den Text beherrschen. Aus mehreren hundert Kehlen wurde immer wieder der Chorus geschmettert, sobald Johnny Gioeli dazu aufforderte. Mit einem Medley bestehend aus „Tales of the Crown“ und dem neuen Song „Dreaming Dead“ ging es hitmäßig weiter, bevor es zu einem Punkt kam auf den ich mich persönlich sehr gefreut hatte. Man mag ja von Mike Terrana halten was man will und ihn für seine vielen Band Engagements belächeln. Aber technisch gehört er für mich zu einem der besten Rock und Metaldrummern auf diesem Planeten! Dies zeigt er uns immer wieder in seinen beeindruckenden Solos. Diese sind zwar auch nicht jedermanns Geschmack, aber sehenswert sind sie immer. Der Mann hat dermaßen was drauf, der absolute Hammer! Man muss schon manchmal Angst haben das er sein Drumkit in Schutt und Asche legt. Zum Abschluss seines Solos kam aber etwas womit glaube ich keiner so richtig gerechnet hatte. Mike spielte eine Metal Version der bekannten Wilhelm-Tell-Overtüre von Rossini. Ihr wisst schon der altdeutsche Marsch der für die Bonduell Werbung verwurstet wurde. Ich fand es richtig klasse und cool. Eine mega geile Performance die auch dementsprechend vom Publikum gewürdigt wurde. Das Pulver von Mike Terrana war danach aber noch lange nicht verschossen. Es gab eine kurze nicht ernst gemeinte Diskussion mit Johnny, bei der sich erst genannter beschwerte das er bei jeder Show mit ansehen muss wie der Frontmann da vorne „rumturnt“, den hübschen Mädchen zuwinkt und nur Faxen macht. Das könnte er nicht länger hinnehmen und er wollte das jetzt auch. Gesagt getan. Es wurden fleißig die Plätze getauscht. Johnny nahm hinter den Kesseln platz, Volker schwang sich hinter das Keyboard, Ferdy übernahm die Gitarre, Axel den Bass und Mike? Tja Mike schnappte sich gekonnt das Mirko und trällerte eine Version des Frank Sinatra Hits „I did it my way“. Ein richtiger Shouter wird er wohl nicht werden, aber singen kann er. Auch die anderen machten ihre Sache gut und man konnte bewundert das sie alle wirklich Multiinstrumentallisten sind. Eine klasse Aktion die dem Publikum und der Band gleichermaßen tierisch Spaß zu machen schien. Zurück zum musikalischen. Weiter ging es mit „Mystica“, bei dem gerade Johnny teilweise nicht mehr zu halten war, wie ein Derwisch fegte er über die Bühne. Dann durfte dann auch Ferdy beweisen das er die Tasteninstrumente meisterlich beherrscht. Auch eine sehr starke Solo Performance seinerseits. „Glory Night“, „The Temple of the King“ und zum Abschluss der Hit „Carousel“ bildeten das Schlusspaket des offiziellen Teils. So einfach wollte das Publikum AXEL RUDI PELL aber nicht gehen lassen. Die lauten Zugaberufe wurde beantwortet und die Band kam noch einmal für ein Medley bestehend aus „The Masquerade Ball“ und „Casbah“ zurück, bevor sie sich noch einmal verabschiedeten. Das ROFA Publikum hatte aber immer noch nicht genug und verlangte nach mehr. Nach kurzer Zeit, wo schon bereits einige den Saal verlassen hatten, kam die Band angeführt von einem fröhlichen grinsenden Johnny, der ein „Why not“ rief, tatsächlich wieder zurück und feuerten zum nun wirklich gekommenen Ende noch „Rock the Nations“ in die Menge. Diese mobilisierten noch mal alle Reserven und brachten den Saal noch mal zum beben. Danach war dann aber wirklich Schluss und die Mannen um Axel verabschiedeten sich unter tosendem Applaus vom Publikum. Mike schien allerdings etwas ausgepowert zu sein und verschwand rech schnell. Axel und Volker blieben aber brav und gaben noch ein paar Autogramme und schüttelten Hände von der Bühne aus. Aber das sei Mike verziehen. Nach einer so geilen und sicherlich anstrengenden Performance ist das verständlich. AXEL RUDI PELL legten einen bärenstarken Auftritt hin und ließen nur zufriedene Gesichter zurück als sie nach fast 2 Stunden die Bühne gegen 23:20 verließen. Nicht nur der Redakteur selbst war begeistert und total elektrisiert vom Auftritt und vom sympathischen und fanfreundlichen Auftreten der Band!
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