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AXEL RUDI PELL & FREEDOM CALL

Rockfabrik Ludwigsburg 09.05.2010

freedom call promo
axel rudi pell band

Ein für mich sehr interessantes Band Paket kam in die ROFA Ludwigsburg. AXEL RUDI PELL, für mich die Band wenn es um melodischen Metal geht, beehrten die südwestlichen Gefilde auf ihrer The Crest Tour und hatten auch noch als Anheizer eine weiter Lieblingsband von mir, FREEDOM CALL, mit im Gepäck. Das versprach ein sehr interessanter Abend zu werden. Vorher durfte ich noch ein Interview mit dem AXEL RUDI PELL Tastenvirtuosen Ferdy Doernberg führen, zu lesen an anderer Stelle. Was kann man sich an einem Sonntagabend schöneres vorstellen? Flugs wurde die bessere Hälfte ins Auto gepackt und ab ging es ins 150 Kilometer entfernte Ludwigsburg. Viel zu früh erreichte man das Ziel, der überaus nette Tourmanager hatte damit aber kein Problem ,so dass ich das Interview früher machen konnte und danach in vollen Zügen das komplette Konzert genießen konnte. Achja Fotos mussten leider aufgrund eines nicht vorhandenen Fotopasses leider entfallen. Anscheinend gab es da ein kleines Kommunikationsproblem zwischen Veranstalter und der Promofirma, den zugesagt war ein solcher. Dies sollte aber die einzige Enttäuschung bleiben an diesem Abend.

Freedom Call2
Freedom Call1

FREEDOM CALL die Band um den absolut sympathischen Frontmann Chris Bay enterten Punkt 20 Uhr die Bühne. Es geistert ja nach wie vor das Gerücht durch die Medienwelt das Schlagzeuger Daniel Zimmermann aufgrund der Doppelbelastung durch FREEDOM CALL und GAMMA RAY ausgestiegen ist. Offiziell bestätigt ist dies, zumindest auf der Internetseite der Band noch nicht. Erhärtet wurde dies aber dadurch, dass hinter der Schießbude Klaus Sperling (Ex PRIMAL FEAR, SINNER) saß. Mit einen meiner Lieblingstracks des aktuellen Albums „The Shadow King“ nämlich „Perfect Day“ eröffneten FREEDOM CALL ihre Setliste. Die ROFA war zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut gefüllt. Dies zeigt das die Band, trotz ihres immer wieder belächelten Rufes als Happy Metal Band, bei den Fans doch hoch im Kurs steht. Das Publikum war auf jeden Fall sofort zur Stelle. Sehr guter Einstieg, der Song war sehr gut gewählt.
Mit „Thunder God“ und „Tears of Babylon“ gab es dann zwei weitere Hochkaräter vom aktuellen Output. Dass die neue Scheibe schon im Blut der Fans steckt, merkte man hier. Es wurde aus vollen Halse mitgegröhlt und gesungen was das Organ her gab. Bei „Far Far Away“ meinte, der durch immer wieder witzige Ansagen auffallende und fanfreundliche, Chris Bay, das er seinen Text vergessen hätte und ihm die Meute helfen müsste. Lieber Chris das war doch für so ein warmgelaufenes und gut gelauntes Publikum kein Problem! Spätestens jetzt gab es hier kein Halten mehr unter den Anhänger der Band. Danach kam „Mr. Evil“ zu Besuch. Ebenfalls ein absoluter Livekracher der sehr gut bei den Leuten ankam. Nach, nur mit Hits vollgepackten 45 Minuten, beschlossen die 4 Jungs ihr Set mit der Bandhymmne „Freedom Call“. Fronter Chris versprach der Meute man käme bald noch mal als Headliner auf Tour. Verdient hätten FREEDOM CALL es auf jeden Fall! Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei. Einen super Auftritt haben die Jungs hier hingelegt und haben mal wieder bewiesen dass sie zu Recht als hervorragende Liveband gelten. Axel hatte mit der Wahl seines Anheizers auf jeden Fall alles richtig gemacht. Das Publikum war nur richtig vorgewärmt und bereit für den Hauptact des Abends.

Setliste FREEDOM CALL
1.Perfect Day
2.Thunder God
3.Tears of Babylon
4.Blackened Sun
5.Hunting High and Low
6.Far Far Away
7.Mr. Evil
8.Land of the Light
9.Freedom Call

 

Axel_2
Band
Ferdy
Jonny_2

Nach einer Umbauphase von ca. 40 Minuten, um 21:25 Uhr ertönte das Intro und unter stürmischen Jubel enterten die einzelnen Bandmitglieder von AXEL RUDI PELL die Bühne. Mit dem Opener „Too Late“ der neuen Scheibe „The Crest“ wurde der Auftritt eröffnet. Das Publikum, welches nach der starken Performance von FREEDOM CALL nach mehr lechzte, war sofort zur Stelle. Wie auch auf Platte, zeigte sich das das Stück eine ideale Eröffnung darstellt. Mit dem absoluten Klassiker „Fool, Fool“ ging es weiter. Dieser Gassenhauer wurde vom Publikum dankend angenommen und es wurde fleißig mitgegröhlt oder die Pommesgabeln schnellten förmlich in die Luft! „Devil Zone“ der epischen Midtempo Song von „The Crest“ kam als nächstes. Vorher nutze Johnny die Gelegenheit die Menge zu begrüßen und zum Ausdruck zu bringen, wie sehr sich die Band freut mal wieder in der ROFA zu sein. Beim Stück selbst erhielt das Publikum endlich die Gelegenheit zu beweisen dass auch sie singen können und den Text beherrschen. Aus mehreren hundert Kehlen wurde immer wieder der Chorus geschmettert, sobald Johnny Gioeli dazu aufforderte. Mit einem Medley bestehend aus „Tales of the Crown“ und dem neuen Song „Dreaming Dead“ ging es hitmäßig weiter, bevor es zu einem Punkt kam auf den ich mich persönlich sehr gefreut hatte.
Man mag ja von Mike Terrana halten was man will und ihn für seine vielen Band Engagements belächeln. Aber technisch gehört er für mich zu einem der besten Rock und Metaldrummern auf diesem Planeten! Dies zeigt er uns immer wieder in seinen beeindruckenden Solos. Diese sind zwar auch nicht jedermanns Geschmack, aber sehenswert sind sie immer. Der Mann hat dermaßen was drauf, der absolute Hammer! Man muss schon manchmal Angst haben das er sein Drumkit in Schutt und Asche legt. Zum Abschluss seines Solos kam aber etwas womit glaube ich keiner so richtig gerechnet hatte. Mike spielte eine Metal Version der bekannten Wilhelm-Tell-Overtüre von Rossini. Ihr wisst schon der altdeutsche Marsch der für die Bonduell Werbung verwurstet wurde. Ich fand es richtig klasse und cool. Eine mega geile Performance die auch dementsprechend vom Publikum gewürdigt wurde. Das Pulver von Mike Terrana war danach aber noch lange nicht verschossen. Es gab eine kurze nicht ernst gemeinte Diskussion mit Johnny, bei der sich erst genannter beschwerte das er bei jeder Show mit ansehen muss wie der Frontmann da vorne „rumturnt“, den hübschen Mädchen zuwinkt und nur Faxen macht. Das könnte er nicht länger hinnehmen und er wollte das jetzt auch. Gesagt getan. Es wurden fleißig die Plätze getauscht. Johnny nahm hinter den Kesseln platz, Volker schwang sich hinter das Keyboard, Ferdy übernahm die Gitarre, Axel den Bass und Mike?
Tja Mike schnappte sich gekonnt das Mirko und trällerte eine Version des Frank Sinatra Hits „I did it my way“. Ein richtiger Shouter wird er wohl nicht werden, aber singen kann er. Auch die anderen machten ihre Sache gut und man konnte bewundert das sie alle wirklich Multiinstrumentallisten sind. Eine klasse Aktion die dem Publikum und der Band gleichermaßen tierisch Spaß zu machen schien.
Zurück zum musikalischen. Weiter ging es mit „Mystica“, bei dem gerade Johnny teilweise nicht mehr zu halten war, wie ein Derwisch fegte er über die Bühne. Dann durfte dann auch Ferdy beweisen das er die Tasteninstrumente meisterlich beherrscht. Auch eine sehr starke Solo Performance seinerseits. „Glory Night“, „The Temple of the King“ und zum Abschluss der Hit „Carousel“ bildeten das Schlusspaket des offiziellen Teils. So einfach wollte das Publikum AXEL RUDI PELL aber nicht gehen lassen. Die lauten Zugaberufe wurde beantwortet und die Band kam noch einmal für ein Medley bestehend aus „The Masquerade Ball“ und „Casbah“ zurück, bevor sie sich noch einmal verabschiedeten. Das ROFA Publikum hatte aber immer noch nicht genug und verlangte nach mehr. Nach kurzer Zeit, wo schon bereits einige den Saal verlassen hatten, kam die Band angeführt von einem fröhlichen grinsenden Johnny, der ein „Why not“ rief, tatsächlich wieder zurück und feuerten zum nun wirklich gekommenen Ende noch „Rock the Nations“ in die Menge. Diese mobilisierten noch mal alle Reserven und brachten den Saal noch mal zum beben. Danach war dann aber wirklich Schluss und die Mannen um Axel verabschiedeten sich unter tosendem Applaus vom Publikum. Mike schien allerdings etwas ausgepowert zu sein und verschwand rech schnell. Axel und Volker blieben aber brav und gaben noch ein paar Autogramme und schüttelten Hände von der Bühne aus. Aber das sei Mike verziehen. Nach einer so geilen und sicherlich anstrengenden Performance ist das verständlich.
AXEL RUDI PELL legten einen bärenstarken Auftritt hin und ließen nur zufriedene Gesichter zurück als sie nach fast 2 Stunden die Bühne gegen 23:20 verließen. Nicht nur der Redakteur selbst war begeistert und total elektrisiert vom Auftritt und vom sympathischen und fanfreundlichen Auftreten der Band!


 

Jonny_1
Axel
Mike
Ferdy_2

Setliste AXEL RUDI PELL

1.Too late
2.Fool, Fool
3.Devil Zone
4.Tales of the Crown/Dreaming Dead
5.Drumsolo inklusive Radetzky Marsch
6.I did it my Way inklusive Instrumententausch
7.Mystica
8.Keyboardsolo
9.Glory Night
10.Temple of the King (Rainbow Cover)
11.Carousel

Zugabenteil 1

1.The Masquerade Ball/Casbah
Zugabenteil 2
1.Rock the Nation
Julian

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