|
73 minutes of sickness, so steht es auf der Homepage der Plattenfirma Peaceville Records. Diese 73 Minuten voll von Sickness sind auf All Tomorrows Funerals, der Ende Februar erscheinenden Compilation von Autopsy zu hören. Und diese stellt sich als echtes Schätzchen für Fans dar. Insgesamt 22 Songs von sämtlichen EPs sind von den Kult-Death Metallern aus San Francisco neu eingespielt und remastered worden. Dabei handelt es sich um die 1991 veröffentlichte Scheibe Retribution For The Dead, Fiend For Blood von 1992, Tortured Moans Of Agony von 1998 und The Tomb Within von 2010. Die Zusammenfassung zu einem Album macht Sinn, bestehen die einzelnen EPs doch im Schnitt aus vier Songs. Ausnahmen bilden die erste EP mit nur drei Songs, die anderen beiden aus den Jahren 1992 und 2010 beinhalten 5 oder 6 Songs. Was beim ersten Hören sofort auffällt ist, dass jeder Song eine Besonderheit darstellt. Das reicht von Mauled To Death, das mit klarem, aber dennoch knurrigen Sound überzeugt, über das brachiale The Tomb Within, das doomig-angehauchte My Corpse Shall Rise, das zackig-thrashige Fiend For Blood bis hin zum Old-School lastigen Squeal Like A Pig. All Tomorrows Funerals bietet wirklich alles, was sich ein Freund des guten, alten Death-Metal nur wünschen kann. Und vor allem, was ja nicht unbedingt auf alle Death-Metal Bands zutrifft, ist hier jede Menge Abwechslung geboten. Zudem überzeugt die Klangqualität, die den ursprünglichen Sound der EPs nicht verfälscht oder neu zu erfinden sucht, sondern ihn sogar noch besser definiert. Kantig, dreckig und wuchtig! So lässt sich die Compilation, die Autopsy Ende Februar veröffentlichen wird, vielleicht am besten beschreiben. Und das ist durchaus positiv gemeint.
Franziska
|