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Wertung: 8 von 10

Newcomer in unserm wunderschöne Metal Kosmos werden ja immer mit Argusaugen beäugt. Metal Bands aus Portugal sind eh noch eine ziemlich Rarität und so hatte das Debütalbum „Atlantis“ der Power Metal Band ATTICK DEMONS schnell meine Aufmerksamkeit geweckt. Spätestens als der Sänger seine Stimme erhob, wusste ich warum. Dazu später mehr. Die Portugiesen ATTICK DEMONS treiben schon seit 15 Jahren ihr Unwesen. Bislang allerdings nur im Metal Underground, wo man es bisher auf eine Vielzahl von Demos und einer EP brachte. Nun wagen die Jungs den Sprung also ans Licht und haben sich mit Pure Steel Records einen guten Partner dazu ins Boot geholt. Ich hatte den Sänger gerade schon angesprochen, mit Namen heißt der gute Bursche Artur Almeida und könnte glatt als der verlorene Sohn von Bruce Dickinson durchgehen und da verspreche ich euch wirklich nicht zu viel!
Die weitere Bandbesetzung konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Auf ihrem Debüt konnten die Jungs auch gleich mit Ross the Boss (Ex MANOWAR, ROSS THE BOSS) sowie Paul Di' Anno (Ex IRON MAIDEN) zwei namenhafte Gastmusiker gewinnen. Achja als Stil kann man sich eine Mischung zwischen IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST vorstellen. Dann schauen wir jetzt mal wie uns dieser musikalische Coktail schmeckt.
Als Opener fungiert „Back in Time“. Am Anfang meint man echt man sei in einem IRON MAIDEN Song gelandet, so typisch sind die Gitarrenläufe. Dieser Eindruck bestärkt sich aber nur noch sobald man die Stimme von Fronter Artur gehört hat, was eine Ähnlichkeit zur englischstämmigen Air Sirene!! Vom Chorus und vom Gesamtpaket her haben wir es hier mit einem gelungenen Opener zu tun, passt alles perfekt zusammen. Ein sehr schöner Einstieg, der Lust auf mehr macht.
Diese Lust wird dann auch gleich mit dem Titelstück „Atlantis“ befriedigt. Und wieder erwarten uns diese typischen Maiden Riffs und Bassläufe, die so bislang nur die eisernen Jungfrauen hinbekommen haben. Hier zeigt Artur auch das er nicht nur so klingen kann wie Bruce Dickinson, sondern auch noch die tieferen Tonlagen perfekt drauf hat. Aber vielleicht ist hier auch Gastsänger Paul Di' Anno zu hören, who knows? Zwar gibt es dieses Mal kein Mörderchorus zu bestaunen, aber der Song selbst ist eines Titelstückes absolut würdig.
Beim folgenden „City of Golden Gates“ haben wir aber wieder unseren heißgeliebten eingängigen Chorus und die Nummer könnte absolut aus der „Somewhere Back in Time“ Phase von IRON MAIDEN stammen. Man fühlt sich echt an die Großtaten besagter Band erinnert und schwelgt schön in seinen Erinnerung. Mir gefällts!
Endlich zeigen die Jungs bei „The Flame of Eternal Knowledge“ auch ein wenig Eigenständigkeit und klingen nicht ganz so wie ihre großen Vorbilder. Der Chorus ist hier schön eingängig und die Riffs sitzen an der richtigen Stelle. So langsam entwickeln sich die Jungs bei mir zu einem echten Geheimtip!
Ruhigere Töne gibt es bei „Sacrifice“ zu hören. Hier fackelt auch Sänger und Fronter Artur nicht lange und zeigt das er auch fast ganz alleine zum Anfang einen Song tragen kann. Der ruhige Anfang weicht aber bald einem schon typischen Midtempo Song der in seiner Gesamtheit einfach besticht. Nichts weltbewegendes, aber gut gemacht ist es alle Male.
Bevor wir zum Abschluss der Platte kommen gibt es noch ein bisschen Abwechslung in Form von weiblichen Gesang bei der Halbballade „Meeting the Queen“ .
Der Abschluss selbst wird mit dem Track „Listen to the Fool“ gefunden. Eine wieder etwas mehr eigenständige Nummer, die sich gut ins Gesamtgefüge einpasst und die Scheibe gut beschließt.

Anspieltipps:

Einige erwähnenswerte Tracks sind hier zu verzeichnen. Dazu gehören auf jeden Fall der Opener “Back in Time”, “City of Golden Gates”, “The Flame of Eternal Knowledge” und “Listen to the Fool”.

Fazit :

ATTICK DEMONS sind für mich eine Art Wundertüte auf ihrem ersten offiziellen Album. Man erwartet eigentlich, nachdem Anfang, einen typischen IRON MAIDEN Song nach dem anderen, aber dann überraschen uns die Jungs und bringen eine recht eigenständige Nummer, die zeigt, das sie es durchaus verstehen auch eigene Nummer los zu lassen. Natürlich muss man bei den restlichen Nummern und bei der sehr verblüffenden Ähnlichkeit der Gesangsstimme Vergleiche mit dem großen Bruder IRON MAIDEN ziehen und da schneiden die Jungs gar nicht mal so schlecht ab!
Klar eine durchgängige Klasse haben sie noch nicht, aber sie sind ja auch noch nicht ganz so lange im Geschäft, auch wenn sie ja schon sehr lange Zeit im Underground aktiv waren.
Abschließend kann man ATTICK DEMONS nur zu einem gelungen Debüt beglückwünschen, was mir auch ohne Probleme glatte 8 Punkte wert ist.
Julian

ATTICK_DEMONS_-_Atlantis_artwork

Info

Band: Attick Demons
Album: Atlantis
Spielzeit: 46:10 min
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.08.2011
Homepage: www.myspace.com/
attickdemonsofficial

Tracklist

01. Back in Time
02. Atlantis
03. City of Golden Gates
04. The Flame of Eternal Knowledge
05. Riding the Storm
06. Sacrifice
07. Meeting the Queen
08. In Memoriam
09. Listen to the Fool

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