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Band: Altöl Album: Altöl Spielzeit: 54:39 min. Plattenfirma/Vertrieb: Turicaphon AG Veröffentlichung: 01.04.2010 Homepage: www.altol.ch oder www.myspace.com/altol Wertung: 7 von 10 Gott und die Welt singt englisch, das ist in der Rockmusik ebenso wie bei fast allen anderen Richtungen. Aber es gibt zum Glück noch ein paar Formationen, die sich einem bestimmten Dialekt verschreiben. Diese Formel bringt zwar keinen internationalen Erfolg mit sich, aber schließlich sterben immer mehr Dialekte aus, weil sie niemand mehr beherrscht. ALTÖL kommen aus der Schweiz und halten ihrer Mundart die Treue. Der Fünfer feiert heuer das zehnjährige Bestehen und was gibt es da besseres als ein neues Album. Bereits 2002 brachten die Jungs in Eigenregie das Album “Frisch vom Fass” heraus, gefolgt von einer Demo-CD 2005. Seitdem war es in Bezug auf neue Tonträger sehr ruhig, abgesehen von einem Feature auf dem Sampler “Heavy Metal Nation III”. Anfangs waren die Vocals etwas gewöhnungsbedürftig, ganz klar – spiel mal z.B. einem Berliner bayrische Songs vor g. Aber nach den ersten Minuten verbreitet sich der Charme dieser Sprache. Zwar bekommt man desöfteren dasselbe Riff zweimal geboten, aber live sind die Songs von ALTÖL sicher der Hit. Auf Konserve fehlt den Kompositionen manchmal der Druck und die Aggressiviät, die auf der Bühne garantiert rüberkommt. 13 Songs sind auf dem selbstbetitelten Silbertaler vertreten, wobei die letzten drei Stücke nicht neu sind: “Frisch vom Fass” ist vom eben erwähnten 2002er Album und “Geld & Sex” sowie “Running Flame” stammen von der 2005er Promo CD (aufgenommen im Power Ride Studio von Thom Blunier von SHAKRA, und das hört man auch). Von den neuen Songs gehen “Spitz”, Miis Spil” und “3 Küssli Abschied” runter wie Öl und müssen auch als Anspieltipps herhalten. Produziert wurde die Scheibe im Headline Studio auf Mallorca, kein Hochglanzsound, ich möchte ihn vielleicht mit dem BEAST OF PREY-Album “Ride A Lightning” vergleichen – Bikersound, reduziert aufs Wesentliche, hier und da täte ein wenig mehr Bums ganz gut. Aber ALTÖL bewahren sich ihre Eigenständigkeit, indem sie nichts und niemanden imitieren sondern ihr Ding alleine durchziehen! ALTÖL bieten auf ihrem neuen Longplayer coolen Bikerrock, der nach Bier und Whiskey stinkt und schön in den Allerwertesten tritt – Live dürfte das aber noch besser funktionieren. Cheerz ins Nachbarland! Stefan
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