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Wertung: 7,5 von 10

ALMAH dürfte vielen von euch nur als Edu Falaschi's Soloprojekt bekannt sein. Doch mittlerweile haben die Jungs um den ANGRA Frontmann schon ihr drittes Album auf den Markt gebracht und in den letzten News scheint Edu tatsächlich überlegen, dass er ALMAH zu seiner Hauptformation erklärt und bei ANGRA den Hut wirft. Ob sich das für ihn wirklich rechnen würde, kann ich natürlich nicht beurteilen. "Motion" das eben angesprochene Werk, dagegen schon. Der Opener "Hypnotized" kann als klare Melodic Power Metal Granate definiert werden, die neben reichlich Melodie auch ganz schön Feuer unter dem Arsch hat und fast schon in BRAINSTORMschen Gewässern fischt. "Living And Drifting" hat zu Anfang mit einem eher uninspirierten Keyboardgedudel zu kämpfen, ehe es es ähnlich auf die Glocke haut. Schon mal nicht schlecht der Anfang, Edu lässt auch von klarem hohen Gesang bis zu kleinen Screams auch alles hören, was man von ihm gewöhnt ist. Da die Chose auch ordentlich produziert ist und mit einigen modernen Elementen auch nicht im klassischen Power Metal Einerlei versumpft, läuft auch das folgende "Days Of The New" gut rein, ehe mit "Bullets On The ALtar" erstmals das Tempo gedrosselt wird und diese Halbballade zählt dann leider auch zu einer definitiv langweiligen Nummer. Da rettet auch der eigentlich gute Refrain nicht mehr viel. Danach scheinen die Brasilianer die Moskitos gestochen zu haben, denn anders ist ein Speed Metal Kracher wie "Zombies Dictator" nicht zu erklären. Allerdings will man ein wenig zuviel, neben Uptempo Power Metal hat man glatt Hardcore bzw. ganz leichte Melodic Death Elemente mit eingebaut und so wirkt der SOng leider ein wenig überfrachtet. Anschließend gibt es wieder ordentliche traditionelle Kost ehe der Abschluss des Albums mit den beiden Balladen "Late Night in '85" und "When And Why", die den letzten Metal Song "Daydream Lucidity" einrahmen, dann ehrlich stark abfällt. Und so bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück. Neben starken Power Metal Songs und ebenso viel tollen Melodien, bieten ALMAH abermals einige langweilige Aussetzer und so kann ich leider wieder keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. "Motion" ist ein ordentliches Stück brasilianischer Metalkunst, zu einem gut abgehangenen Filetstück reicht es aber wieder nicht.
Markus

Wertung: 7,5 von 10

ANGRA Vocalist Edu Falaschi kommt gerade mit seinem zweiten Streich seiner „Solo“-Karriere bzw. seines eigenen Babys ALMAH um die Ecke. Vom Vorgänger war ich nicht sonderlich angetan, da nach einem starken Opener viel durchschnittliches dabei war. Ganz anders das zweite Werk. Hier kommen die ganz starken Tracks erst gegen Ende des Albums, um das mal vorweg zu nehmen. Gut, mit „Birds Of Prey“ ist abermals ein ordentlicher Opener gefunden worden. Irgendwo zwischen hartem Heavy Metal a la CHINCHILLA (Strophe) und orchestralem Power Metal im Stile seiner Stammband ANGRA oder AVANTASIA gelegen, macht er jedenfalls ordentlich Appetit auf mehr. Dazu kommt eine druckvolle und klare Produktion und die Vorfreude steigt weiterhin. Das nachfolgende „Beyond Tomorrow“ kann leider außer dem aggressiven Drumming nix extravagantes bieten und stellt wieder nur Durchschnittskost dar. Vielleicht könnte der Song live besser zur Geltung kommen, aber die etwas deplatziert wirkenden orchestralen Einlagen dürften auch dabei nicht wirklich zum Stimmungsmacher werden. Bei „Magic Flame“ wird schnell die Skip-Taste gedrückt. Schon millionenmal gehört, gähn. Die Powerballade „All I Am“ ist dagegen wenigstens einigermaßen gelungen ohne großartig zu glänzen. Doch dann kann „You'll Understand“ mit gelungenem Riffing und abermals klasse Schlagzeugarbeit endlich überzeugen. So sollte ein interessanter Power Metal Song anno 2008 klingen. Well done. Gut, die Keyboards bleiben weiterhin Geschmackssache und hätten meiner Meinung nach etwas stärker in den Hintergrund gemischt werden können. „Invisible Cage“ ist ANGRA pur und hätte perfekt auf deren Meisterwerk „Holy Land“ gepasst. Geil, geil, geil. Als letzten Anspieltipp könnte ich noch „Meaningless World“ anbieten, welches ebenfalls ordentlich nach vorne geht. Insgesamt gesehen also ein ordentliches Album, das die Wartezeit zum nächsten ANGRA-Output durchaus angenehm zu verkürzen weiß und definitiv um einiges besser als das Debüt.
Markus

Almah - Motion

Info

Band: Almah
Album: Motion
Spielzeit: 44:12 min.
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage: www.almah.com.br

Tracklist

1. Hypnotized
2. Living And Drifting
3. Days Of The New
4. Bullets On The Altar
5. Zombies Dictator
6. Trace Of Trait
7. Soul Alight
8. Late Night In '85
9. Daydream Lucidity
10. When And Why

Almah - Fragile Equality

Info

Band: Almah
Album: Fragile Equality
Spielzeit: 47:05 min
Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/Soulfood
Homepage: www.almah.com.br

Tracklist

 

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